Amalgam-Belastung

Seit 150 Jahren werden kariöse Zähne mit einer Zahnfüllung aus Silberamalgam versorgt. Die Metalllegierung besteht aus Silber, Zinn, Kupfer, Indium, Quecksilber und Zink. Kauen, Zähneputzen, Säuren, galvanische Effekte lösen Quecksilber aus der Füllung. Durch Einatmen der Dämpfe (z.B. beim Ausbohren der Füllung) kann Quecksilber ebenfalls aufgenommen werden. Über die Blutbahn werden Schwermetalle in Organe abgelagert. Sie gelangen auch über die Nervenbahnen ins Gehirn. Schwermetalle lagern v.a. im Fettgewebe ein. Dies ermöglicht die neurotoxische Wirkung des Schwermetalls, denn Nervengewebe ist u. a. von Fett umgeben.

Schwermetalle haben im Körper eine toxische Wirkung. So hat Quecksilber/Hg in Verbindung mit Zinn oder Aluminium eine starke toxische Wirkung auf die Nerven, mit Blei potenziert Quecksilber seine Giftigkeit sogar um ein Mehrfaches. Aluminium wiederum ist in vielen Impfungen enthalten.

Schwermetalle werden vom Körper nur sehr langsam ausgeschieden. Die körpereigene Entgiftung verbraucht dabei wichtige Spurenelemente (Eisen, Fluor, Jod, Zink, Kupfer, Kobalt, Selenium, Molybdän, Chrom, Mangan). Viele andere Giftstoffe (z.B. Formaldehyd aus Tabak) können so nicht mehr zu Genüge abgebaut werden. Quecksilber zerstört leider ausgerechnet die Enzyme, welche beim Abbau von Giften gebraucht werden. Andere Gifte im Körper stören ausserdem die Entgiftung von Quecksilber (z.B. Fluor).

Verschiedene Krankheitsbilder werden heute mit der Amalgamproblematik in Verbindung gebracht. Einerseits sind diese Krankheiten Folge der Vergiftung, andererseits Folge einer Allergie auf Bestandteile der Metalllegierung. Eine Allergie auf Amalgam ist sehr selten. Ein Kind kann allerdings durch quecksilberhaltige Impfungen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Allergie entwickeln. Quecksilber (u.a. Thiomersal, Timerfonat) wird wie Formaldehyd, Aluminium als Konservierungsmittel in verschiedenen Impfungen beigesetzt.
Siehe auch:  Dossier Impfen

Amalgamvergiftung

Eine Amalgamvergiftung zeigt sich nicht bei allen Menschen gleich. Die Krankheit bricht je nach Konstitution am „schwächsten Organsystem“ aus. Besonders gefährdet sind Ungeborene und Kinder. Bis zu 50 % des gespeicherten Quecksilbers der Mutter geht auf den Fötus über.  

Symptome der Amalgamkrankheit/ Amalgamvergiftung

Jeder Mensch reagiert individuell mit seinen „konstitutionellen Schwachpunkten“. Die „chronische Amalgamkrankheit“ beginnt schleichend, typisch ist der schubweise Verlauf. Solange die Zähne nicht saniert werden, mehren sich die Schübe und die Intensität der Symptome.

  • Wiederkehrende, therapieresistente Entzündungen v.a. im Hals-Nasen-Ohren-Bereich (Mittelohrentzündung/Otitis media, Mandelentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung).
  • Kopfschmerz/ Migräne, Kopfdruck, „Nebelzustände“, Gesichtsneuralgie, Lichtempfindlichkeit, Sehstörungen (z.B. unklares Sehen, Doppelbilder, Augenflimmern), Schwindel, Ohrgeräusche.
  • Zungenbrennen, Metallgeschmack im Mund, vermehrter Speichelfluss, Zahneindrücke am Zungenrand, Aphthen, grauschwarze Striche auf dem Zahnweiss (Korrosion des Amalgams), Paradontose.
  • Schluckbeschwerden, Lymphknotenschwellungen, Rachenmandelentzündungen.
  • Störung des Immunsystems mit generalisierter Allergieneigung: Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis, Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Hierher gehören auch die sogn. Autoimmunerkrankungen. Anämie, Verminderung der T-Lymphozyten.
  • Anhaltender Erschöpfungszustand, Konzentrationsstörungen.
  • Schilddrüsenerkrankungen. Das Quecksilber tritt in Konkurrenz mit Jod und wird an Stelle des Jods  in die Schilddrüse aufgenommen.
  • Magen-Darmerkrankungen, vor allem auch solche mit Bildung von Geschwüren (Magengeschwüre, Colitis ulcerosa). Blähungskoliken. Chronische Entzündungen der Magen- bzw. Darmschleimhaut, chronische Durchfälle mit erheblichem Gewichtsverlust. Störung der Darmflora und Pilzbefall (Candida albicans). Da das Quecksilber eine antibiotische Wirkung entfaltet, werden die Mikroorganismen (Laktobazillen usw.) im Darm, die mit uns in Symbiose leben, getötet. Diese Mikroorganismen stellen dem Körper lebenswichtige Bausteine für den Stoffwechsel zur Verfügung und bilden eine Barriere gegen krankmachende Erreger und Pilze. Ist die Darmflore gestört, können sich Pilze und andere Bakterien ausbreiten. Quecksilber im Darm führt zur Bildung von Antibiotikaresistenten Bakterienstämmen.
  • Appetitstörungen
  • Rheumatische Beschwerden, insbesondere Schmerzen im Bewegungsapparat (Muskel- und Gelenkschmerzen), Gehstörungen (Gleichgewicht), Gefühlsstörungen (Taubheit, Kribbeln), Muskelzittern, Krämpfe, vorwiegend der Schulter- und Rückenmuskulatur, Lähmungserscheinungen.
  • Verschiedene Arten von Hauterkrankungen. Schorfige Ausschläge auf dem Kopf. Knotige Hautausschläge an den Extremitäten, besonders Waden, Handrücken, Gelenke. Hautjucken. Neurodermitis, allergische Erscheinungen, toxische Reaktionen mit starker Schwellung und Absonderung, Bildung von Geschwüren auf  der Haut und den Schleimhäuten, Akne.
  • Störung der Fruchtbarkeit mit Neigung zu Zyklusverschiebungen, Fehlgeburten.
  • Blasses Aussehen, dunkle Schatten unter den Augen, v.a. nasenwärts.
  • Herzrhythmusstörungen, Kreislaufschwächen, Bluthochdruck.
  • Schlafstörungen
  • Krebs als Endstadium der gestörten Immunvorgänge. In vielen Tumoren hat man stark erhöhte  Quecksilberwerte gefunden.
  • Missbildungen (Studie der Heidelberger Uniklinik für Frauen).

Psychische Veränderungen

  • Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszustände, Nachlassen der Merkfähigkeit.
  • Depressive Verstimmungen. Während Depressive auf Grund ihres seelischen Leidens, oft völlig passiv und antriebsarm sind, beobachtet man bei Amalgamkranken heftige Stimmungsschwankungen. Auch begleitet den Amalgamkranken eine innere Unruhe und extreme Ängstlichkeit, mitunter Sterbensangst.
  • Extreme Unruhe, gehetztes Tempo bei allen Tätigkeiten.
  • Reizbarkeit
  • Angstzustände, Hyperventilieren.
  • Schlaflosigkeit

Die am meisten gestellten (Fehl-)Diagnosen bei Amalgamkranken

  • Multiple Sklerose (MS)
  • Rheuma
  • Colitis ulcerosa
  • Morbus  Crohn
  • Anämie
  • Spasmen der Schulter- und Rückenmuskulatur (Grund für die Hyperventilation).
  • Parkinson
  • Zervikalsyndrom
  • Depression

Kinder

Bei Amalgambelastung ist unbedingt zu achten, dass nach der Schwangerschaft auch das Kind (besonders das Erstgeborene) auf Amalgam getestet wird (Kinesiologie). In der Schwangerschaft lösen sich durch den vermehrten Stoffwechsel der Mutter, die eingelagerten Gifte und werden über die Nabelschnur quasi „ins Kind entsorgt“.

Beschwerden / Symptome

  • Neurodermitis

Diese Erkrankung hat in letzter Zeit als Folge der allgemeinen Giftbelastung stark zugenommen. Durch eine homöopathische Behandlung und Anregung der Ausscheidungsfunktionen wird Neurodermitis oft geheilt. Impfen provoziert leider den Ausbruch der Krankheit. Durch Quecksilberhaltige und schwermetallhaltige Impfungen wird sozusagen das „Fass zum überlaufen gebracht“.

  • ADHS / POS / Zappelphilipp-Kinder

Die Zahl der unruhigen hyperaktiven Kinder mit Störung der Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit hat stark zugenommen. Schwermetalle schädigen Nerven, dies kann zu Unruhe, Konzentrationsstörungen und Aggressivität führen. Das Quecksilber stört auch den Phosphatstoffwechsel, der durch die Nebenschilddrüse geregelt wird. Dies kann das Syndrom ebenfalls auslösen.

Siehe auch:  Dossier Impfen
Siehe auch:  Dossier ADHS / POS

Diagnose/ Tests betreffend Amalgambelastung

Es gibt keine anerkannte Möglichkeit, eine Amalgam-Vergiftung zu diagnostizieren. Dies ist auch der Hauptgrund, für die bestehende wissenschaftliche Kontroverse zwischen Amalgambefürwortern und Amalgamgegnern.

  • Röntgen (Zahnwurzeln, Kiefer).
  • Magnetbildtechnik (Gehirn).
  • Bestimmung von Quecksilber/Hg im Blut/Harn/Stuhl. Diese Methode ist nur im akuten Fall, nicht im chronischen Fall möglich. Quecksilber wird in den Geweben gespeichert, die tägliche Ausscheidung ist sehr gering. Erst nach DMPS/ Dimaval kann Hg in Stuhl und Urin gemessen werden. 1 bis 2 Tage nach dem Legen von Amalgamfüllungen oder unsachgemässer Entfernung kann Quecksilber im Blut nachgewiesen werden.
  • Haaranalyse und Speicheltest zeigen leider nicht an, wie viel Quecksilber im Körper vorhanden ist, sie sind daher leider nicht aussagekräftig.
  • Blut-Tests
  • Kinesiologie: Die Feinstoffliche Austestung kann manchmal auch täuschen, sie setzt grosse Erfahrung des Testers voraus. Die Testung sollte auch auf  Hg in den Zellen erfolgen, nicht nur im Bindegewebe.
  • Aurikolomedizin (Ohrakupunktur). Die Aurikulomedizin beruht auf der Tatsache, dass jeder Teil des Körpers als Reflexzone am Ohr vorhanden ist. Über die Ohrakupunktur ist es möglich neben Körperarealen auch energetisch veränderte Akupunkturpunkte, gestörte Energiebahnen, Funktionskreise zu diagnostizieren.
  • DMPS– oder DMSA
    DMPS = Natrium-Dimercaptopropansulfonat = Dimaval
    Der Toxikologe M. Daunderer hat eine Diagnosemöglichkeit entwickelt, indem er DMPS intravenös verabreicht und die Schwermetallausscheidung im Urin misst.

Allergietests

Allergietests erfassen nur die (momentane!) allergieerzeugende Potenz eines Stoffes, nicht die Vergiftung.

  • Epikutantest (Pflastertest, Patchtest): Der Test erfolgt mit Hilfe von Hautpflastern, die verschiedene zu testende Substanzen enthalten. Nachteil: Der Hauttest kann bei schwerkranken oder sehr sensiblen Menschen zur Verschlechterung der Symptome führen, das heisst einen Krankheitsschub auslösen. Der Test erlaubt nur eine momentane Aussage. Dies ist besonders wichtig, wenn Zahnfüllungen vor dem Zahnarzttermin ausgetestet werden sollen.
  • Blut-Tests

Zahnsanierung

Die Entscheidung, das Amalgam zu entfernen liegt beim Einzelnen.

  • Lassen Sie nie alle Füllungen auf einmal entfernen.Wie viel gemacht wird, hängt von ihrem gesundheitlichen Zustand, bzw. ihrem Energie-Level ab. Zwei bis drei Amalgamfüllungen alle 3 bis 6 Monaten sind die Empfehlung. Man sollte auch an versteckte Füllungen z. B. unter Kronen denken. Eine gute Zusammenarbeit mit Ihrem Homöopathen ist dabei sehr wichtig. Er wird sie mit begleitenden Massnahmen fachmännisch unterstützen.
  • Der Kofferdamm, ein Plastikschutz, verhindert das Schlucken von Amalgamstaub.
    Bei schwerkranken Menschen ist das Absaugen der Luft (die Speichelkanüle genügt nicht) notwendig, da die Freisetzung der Quecksilberdämpfe beim Ausbohren nicht vertragen wird.
  • Lassen Sie sich zunächst Provisorien einfüllen. Der Zahnarzt, bzw. ein Kinesiologe wird überprüfen, welches Material vom Patienten gut vertragen wird (Zement, Keramik, Composit, Kleber, usw.).
  • Edelmetallinlays, Brücken, Kronen mit Gold sind ungünstig.
    Gold hat eine magnetische Anziehungskraft auf Quecksilber. Goldlegierungen können bei empfindlichen Menschen (aus Sicht der Homöopathie) z.B. Depressionen, Rheuma, Herzsymptome hervorrufen oder verstärken. Gold sollte frühestens zwei Jahre nach Entfernung des Amalgams eingesetzt werden.  Edelmetalllegierungen (Gold, Platin, Palladium, Indium, deium) können, wenn sie zu früh gesetzt werden zu einer Entzündung der Wurzelspitze mit Bildung von Eiterherden führen. Palladium (im Gold; Kronen) wird mit Eierstockleiden und chronischem Müdigkeitssyndrom in Verbindung gebracht.
  • Composite (Legierungen aus Kunstharz) eignen sich besonders zum Ausbessern von Schneidezähnen. Composite-Füllungen können mit der Zeit etwas schrumpfen. Dann entstehen feine Risse zwischen Zahn und Füllung (Eintrittspforte für Kariesbakterien).
  • Compomere sind Glaspuder vermischt mit Kunstharz. Es wird zum Ausbessern kleiner Defekte an Zahnhälsen und Milchzähnen verwendet. Es wirkt optisch gut, ist aber nicht sehr belastbar.
  • Kunststoffkleber sind noch relativ neu, man weiss wenig über längerfristige Auswirkungen.
  • Wurzelbehandlung
    Wenn Sie nicht in homöopathischer Behandlung sind, sollten Sie wurzeltote Zähne evtl. ziehen lassen, oder zumindest regelmässige Kontrollen durchführen lassen. Durch die Schwermetallbelastung kann es an Zahnwurzeln später zu Entzündungen kommen. Man spricht auch von sogenannten Störfeldern. Wurzeltote Zähne können lange Zeit unauffällig bleiben. Der Eiterherd führt zunächst zu einem Reizzustand, später zu einer Erkrankung des dazugehörigen Organs, z.B. Rheuma in der Hüfte; im Schultergelenk usw. Im Praxisalltag erleben Homöopathen öfters, dass sich im Laufe einer Konstitutionsbehandlung Wurzelspitzen wurzelbehandelte Zähne wieder „melden“. Ein Vorgang, der eigentlich positiv zu werten ist, dies zeigt, dass der „Störenfried“ keinesfalls tot und ruhig ist, sondern behandelt werden muss.

Schwermetallausleitung

Es ist wichtig zu wissen, dass Ihre Symptome nicht unmittelbar nach der Entfernung des Amalgams verschwinden. Nach Entfernen des Amalgams ist die Giftquelle zwar entfernt, das gespeicherte Gift in den Zellen muss jetzt aber vom Körper ausgeschieden werden. Ein Quecksilberausleitung funktioniert am Besten über einen längeren Zeitraum, wobei der Allgemeinzustand des Patienten letztendlich die Behandlungsstrategie bestimmt. Einige Symptome werden sich schon bald verringern, schubweise Rückfälle sind aber noch lange möglich (1 bis 4 Jahre). Wichtig: Krankheitszeichen können während der Entgiftung verstärkt auftreten.

Schwangere und Stillende sollten auf keinen Fall eine Amalgamsanierung oder Ausleitung zulassen, erst nach der Geburt und dem Abstillen darf saniert werden.

Es gibt folgende Möglichkeiten:

  • Methode Klinghardt (Chlorella-Algen, Bärlauch, Koriander)
  • Klassische Homöopathie (s. unter Behandlung Klassische Homöopathie)
  • DMPS-Mobilisation unter ärztlicher Kontrolle (Injektionen od. Tabletten)
  • Medikamentöse Unterstützung mit Vitaminen, Spurenelementen
  • Darmsanierung
  • Tees welche die Ausscheidungsorgane anregen, bzw. unterstützen

Behandlung Klassische Homöopathie

Durch die langsame, stetige Vergiftung findet eine Verschleierung des Krankheitsprozesses statt. Der Einfluss von Amalgam auf die Gesundheit kann leider nur durch die erfolgreiche Behandlung der Betroffenen bewiesen werden (Zahnsanierung, Ausleitung, homöopathische Begleitung).

Über eine erhöhte Amalgambelastung sollte man auf jeden Fall nachdenken, wenn trotz unterschiedlichsten Krankheitssymptomen, keine ausreichende Diagnose gestellt werden kann. Die Betroffenen haben meist unzählige Untersuchungen, Diagnosen und Therapien hinter sich, bevor sie sich in die homöopathische Behandlung begeben. Teilweise brachten homöopathische Behandlungen auch keinen durchschlagenden Erfolg. In so einem Fall kann eine „Amalgamkrankheit“ in Erwägung gezogen werden, bzw. Schwermetalle erhalten eine „Kunstkrankheit“ aufrecht. Wie ein Splitter aus einem Finger entfernt werden muss, müssen Zahnfüllungen mit Schwermetallen zuerst entfernt werden.

Oft wird bei der Amalgamproblematik das homöopathische Arzneimittel Mercurius zum Ausleiten empfohlen. Dies hat mit der homöopathischen Heilregel „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“ nichts zu tun. Gibt man Quecksilber, gibt man das „gleiche Mittel“ und dies erst noch in einer Tiefpotenz. Dies fördert wiederum eine neue „Vergiftung“.  Im Praxisalltag habe ich schon heftigste Verschlimmerungen des Gesundheitszustandes beobachten müssen (körperlich und geistig), nachdem Patienten im Vorfeld der homöopathischen Behandlung in Eigenregie  über längere Zeit Mercurius zur Ausleitung eingenommen haben.

Die Reaktionen auf Schwermetalle sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich (vergleichbar mit den Allergien). Kein Fall gleicht dem anderen. In der klassischen Homöopathie leitet man nicht aus, man behandelt den kranken Menschen. Wie äussert sich das Krankheitsbild, wie fühlt sich der Betroffene, wie reagiert er auf die Krankheit? Bei der Wahl der homöopathischen Arzneimittel muss daher immer individualisiert werden. Ziel ist es, das Terrain zu behandeln, damit der Organismus befähigt wird, die Gifte auszuscheiden. Mit der homöopathischen Behandlung normalisiert sich auch der Stoffwechsel wieder, Vitamine und wichtige Mineralstoffe können dadurch verstoffwechselt werden. Ausserdem gesunden die Organsysteme wieder (meist reagieren hier Darm, Leber, Nieren und Haut zuerst).

Vorgehen

Ich mache mit dem betroffenen Patienten immer eine ausführliche Anamnese. Sollte sich dabei der Verdacht bestätigen, dass eine Amalgambelastung vorliegen könnte, empfehle ich eine Abklärung beim Zahnarzt und das Einleiten einer Zahnsanierung.

Anzahl der Zahnfüllungen und der Krankheitszustand spielen bei der Behandlung eine wesentliche Rolle. Im Allgemeinen mache ich keine homöopathische „Entgiftung“ solange Amalgam im Mund ist. Sind Organfunktionen und Immunsystem jedoch schon stark gestört, muss zuerst versucht werden, mit entsprechenden Arzneimitteln eine Verbesserung herbei zu führen, so dass die belastende Zeit der Sanierung überhaupt überstanden wird.

Eine Amalgamausleitung funktioniert am Besten über einen längeren Zeitraum, wobei immer der Allgemeinzustand des Patienten über die Behandlungsstrategie bestimmt. Dabei sind Abnahme von Symptomen (z.B. Müdigkeit, Nervosität, Kopf-/Bauchschmerzen, Zittern, Pilzbefall, Parodontose, Muskel-/Gelenkschmerzen usw.) wichtige Parameter für den Behandlungserfolg.

Eine Kur nach Klinghardt empfehle ich während einer homöopathischen Behandlung nur bedingt. Chlorella-Algen stören z.B. die homöopathische Behandlung manchmal insofern, dass die mobilisierten Giftstoffe schwere Symptome erzeugen, welche eine Verwirrung in die homöopathische Fallbeurteilung bringen können. Deshalb muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob Chlorella-Algen, Koriander, Bärlauch, Kräutertees, Spurenelemente und gewisse Vitamine als begleitende Medikation in Frage kommen. Entscheidend dabei ist aber immer die Reaktion auf die homöopathische Behandlung. Manchmal ist es auch notwendig, zuerst mit Chlorella-Algen zu beginnen, und erst danach eine homöopathische Behandlung in die Wege zu leiten.

Tipps

  • Viel zu trinken
  • Meeresfrüchte, Meer-Fische meiden (Schadstoffbelastung), besser auf Seefisch ausweichen.
  • Gesunde Ernährung mit viel Ballaststoffen, Vitaminen, Spurenelementen.
  • Zuckerkonsum- und Kohlenhydratkonsum einschränken (diese fördern den Candida-Pilzbefall).
  • Sehr heisse Saunabesuche und intensives körperliches Training führen mitunter dazu, dass sich Quecksilber von extrazellulär nach intrazellulär verlagert, was z.T. katastrophale Folgen haben kann.