Bronchitis

siehe auch: Husten

Die Bronchitis ist eine Schleimhautentzündung der unteren Luftröhrenverzweigungen (Bronchien). Von einer Bronchitis wird gesprochen, wenn Husten und Auswurf mindestens seit drei Monaten besteht. Im Volksmund bezeichnet man auch den Raucherhusten als Bronchitis.

Durch Schädigung der Bronchialschleimhaut (Rauchen, Einatmen von Staub, Dämpfen, Gasen, Pasivrauch, Atemwegsinfekte) kommt es zu einer vermehrten Schleimbildung und Entzündungen. Im Alter nimmt die Erkrankungshäufigkeit zu.

Akute Bronchitis

Meist im Zusammenhang mit einer Infektion der oberen Atemwege oder Grippe. Der quälende Husten ist das Hauptsymptom.

Chronische Bronchitis

Von einer chronischen Bronchitis spricht man laut WHO dann, wenn zwei Jahre nacheinander während mindestens drei Monaten ein starker Husten mit Auswurf vorhanden ist.

Ursachen

  • Am häufigsten sind Viren bei der akuten Bronchitis beteiligt (Erkältung; Grippe)
  • Sekundärinfekte durch Bakterien (Infekte der oberen Luftwege)
  • Pilze (Soor)
  • Zigarettenrauch (ca. 90 % sind Raucher oder Exraucher)
  • Kaltes, feuchtes Wetter
  • Feinstaub, Luftverschmutzung, Ozonbelastung
  • Trockene, schlecht gelüftete Räume
  • Keuchhusten (eine Bronchitis kann als Begleiterkrankung bei Keuchhusten auftreten)
  • Schlechte Ernährung
  • Bewegungsmangel, Bettlägerigkeit
  • Immunschwäche
  • Herz- und Lungenerkrankungen
  • Allergien
  • Asthma
  • Reflux

Symptome Bronchitis

  • Starke Schleimbildung mit Auswurf v.a. morgens (weiss-gelb, gelblich-grün)
  • Starker Hustenreiz durch Verlegung der Luftwege mit Schleim
  • Reduzierter Allgemeinzustand, Müdigkeit
  • evtl. Fieber
  • Atemabhängige Brustschmerzen im Zusammenhang mit heftigem, langem Husten oder Miterkrankung des Rippenfells
  • H usten, v.a. morgens (Raucherhusten)
  • Kurzatmigkeit , z.B. beim Sport, Treppensteigen
  • Atemnot, zunächst nur bei Belastung, später auch in Ruhe, bzw. in der Nacht beim Liegen
  • Eine chronische Bronchitis kann sich durch die Entzündung zu einer obstruktiven Bronchitis entwickeln, die Bronchien sind dabei verengt. Ohne Therapie kommt es zu einer Zerstörung der Lungenbläschen, was zu einem Lungenemphysem führt. Dies führt schliesslich zu einer COPD, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. Die COPD nimmt in der Häufigkeit stark zu.
  • Eine weitere Folge der Bronchitis sind Lungenentzündungen
  • Durch den übermässigen Lungendruck kommt es zu einer Ausdehnung der rechten Herzkammer (Cor pulmonale)
  • Herzschwäche mit Wassereinlagerungen (Beine)

Behandlung Klassische Homöopathie

siehe auch: Husten, Asthma

Tipps

  • Rauchstopp, Meiden von verrauchten Räumen, Luftschadstoffen
  • Viel Trinken (warme Getränke, Tees)
  • Salzinhalationen; Inhalationen mit Thymian
  • Tagsüber keine hustenstillenden Medikamente um das Abhusten nicht zu hemmen
  • Brustwickel
  • Abklopfen der Lungen und des Brustkorbes (hilft den Schleim zu lösen)
  • Leichte, vitaminreiche Kost und reichliche Flüssigkeitszufuhr zur Verflüssigung des Schleimes
  • Frischluft, Anfeuchten der Raumluft,
  • Inhalationen oder Einreiben mit ätherischen Ölen (kein kampfer- oder mentholhaltiges Mittel bei Säuglingen und Kleinkindern)
  • Atemtherapie

siehe auch: Husten
(-> Tipps aus der Naturheilkunde)

Behandlung Schulmedizin

  • Schleimlösende Medikamente (Expektorantien, hustenstillende Mittel
  • Bronchienerweiternde und bronchienentspannende Mittel
  • Antibiotika bei bakterieller Infektion
  • Entzündungshemmende Medikamente (Cortison)