Erkältungen

Erkältungen


siehe auch: Grippe, Husten, Nebenhöhlenentzündungen

Ein grippaler Infekt wird durch Viren hervorgerufen. Die Ansteckung erfolgt meistens durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Sprechen, Hautkontakt). Je nach Virus kommt es zu unterschiedlichen Beschwerden wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Hals- und Schluckbeschwerden, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit . Meist klingt die Erkältung nach acht bis zehn Tagen ab. Solange Beschwerden bestehen, können andere Menschen angesteckt werden.

Durch eine mangelnde Immunabwehr kann es zusätzlich zu einem bakteriellen Befall des Ohres, der Mandeln, der Augen, der Nebenhöhlen oder der Lungen kommen.

Usachen

Die häufigsten Ursachen einer geschwächten Immunabwehr sind:

  • Stress
  • Seelische Belastungen
  • Witterungseinflüsse
  • Starke körperliche Belastung (Schwangerschaft, Stillzeit, Leistungssport, Operation, usw.).
  • Schlafmangel
  • Falsche Ernährung (Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen)
  • Chronische Krankheiten, Verletzungen
  • Medikamente (Cortison, Antibiotika, Chemotherapie, usw.)
  • Trockene Raumluft
  • Rauchen

Symptome

  • Geschwollene Schleimhäute
  • Erhöhte Temperatur
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Niesreiz, Kitzeln in der Nase
  • Schnupfen. Durch die Entzündung der Nasenschleimhaut kommt es zu wässriger bis schleimig-eitriger Sekretion mit Behinderung der Nasenatmung.
  • Im Anfangsstadium kommt es häufig zur Entzündung der Rachenschleimhaut (Halsschmerzen, Trockenheitsgefühl, Schluckbeschwerden).
  • Da die Luftröhre und die Bronchien teilweise mitbetroffen sind, stellt sich meistens auch ein Husten ein.

Achtung

  • Kontaktieren Sie Ihren Homöopathen oder Ihren Arzt bei einer Krankheitsdauer über eine Woche. Wenn das Fieber mehr als 3 Tage sehr hoch ist. s. Fieber
  • Krankheiten wie Husten, Atemprobleme, Ohrenschmerzen, Kopf- und Gesichtsschmerzen hinzukommen.

Behandlung Schulmedizin


Die Beschwerden werden mit Fieber- und Schmerzmittel, Husten- und Nasentropfen gelindert. Bakterielle Zusatzinfektionen werden mit Antibiotika behandelt. Antibiotika sind bei viruellen Erkrankungen wirkungslos.

Sollten Sie in einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung sein, meiden Sie bitte: Inhalationen, Bäder, Einreibungen mit Eukalyptus, Menthol und Pfefferminze, sie üben zu starke Reize aus.

Bei Säuglingen keine mentholhaltigen Öle/Salben verwenden. Sie können bei Kleinkindern zu Atemproblemen führen.

Tipps


Vorbeugung

  • Stärkung des Immunsystems: Sauna, Kneippen, Wechselduschen, viel Bewegung an der frischen Luft
  • Echinacea-Kur
  • Luftbefeuchtung, häufiges Lüften
  • Ausgewogene Ernährung mit viel Frischkost.
  • Häufiges Händewaschen mit Seife reduziert die Verbreitung von Viren und Bakterien. Das einmalige Verwenden von Papiertaschentüchern reduziert das Ausbreiten von Viren und Bakterien.

Tipps aus der Naturheilkunde


Bei ersten Erkältungssymptomen

  • Versuchen Sie zu schwitzen (eignet sich nur für kreislaufstabile Patienten welche kein hohes Fieber haben). Durch die Erhöhung der Körpertemperatur gelingt es dem Körper Viren und Bakterien zu vernichten und Schadstoffe über die Haut auszuscheiden.

Geeignete Tees sind : Lindenblüte, Hagenbutte oder Holunderblüte

Heisser Lindenblütentee schluckweise trinken, am besten geht man ins Bett und packt sich warm ein. Nach etwa 2 Stunden Wäsche und evtl. Bettzeug wenn nötig wechseln. Den Körper trockenreiben. Danach etwas Trinken und sich wieder ins Bett legen.

  • Hühnersuppe im Anfangsstadium der Erkältung.
  • Man kann auch 1 Glas warmes Wasser mit 1 EL Apfelessig und 1 EL Honig trinken, 3 – 4 x tägl. wiederholen.
  • Wärme tut gut, dabei aber man sollte regelmässig lüften und für feuchte Luft sorgen (z.B. feuchte Tücher aufhängen).
  • Fröstelt man, kann ein ansteigendes Fussbad helfen. Achtung: Bei Krampfadern meiden, besser ein warmes Fussbad machen.
  • Erkältungsbad um Schwitzen zu können. Bei Herzerkrankungen, Kreislaufproblemen und Fieber Vollbad besser vermeiden. E rkältungsbäder enthalten oft pflanzliche ätherische Öle aus der Pfefferminze, Eukalyptus. Diese enthalten Menthol. Es gibt auch Bademischen welche Kampfer enthalten. Bei homöopathischer Behandlung sind Menthol und Kampfer leider kontraindiziert. Besser sind hier: Lindenblüte, Thymian, Rosmarin, Pinie, Fichte, Melisse, Holunder, Lavendel. Nach dem Bad sollten Sie sich gut abtrocknen und unter die warme Bettdecke schlüpfen und ordentlich schwitzen.
  • Warmer Halswickel

Allgemein gilt bei einer Erkältung:

  • Viel trinken um den Schleim zu verflüssigen. Am besten geeignet sind Tees (Lindenblüte, Holunderblüte, Hagenbutte), Wasser, Mineralwasser, verdünnter Fruchtsaft, verdünnte Gemüsesäfte
  • Vermehrte Ruhe; Bettruhe; Schlaf. Auf sportliche Tätigkeiten sollte während eines grippalen Infektes verzichtet werden.
  • Physiologische Kochsalz-Nasentropfen, bzw. Nasenspray haben eine abschwellende Wirkung, sie können auch bei Babys angewandt werden.
  • Ätherische Öle auf Kleidung oder Bettwäsche tropfen (bei Säuglingen keine Menthol verwenden), sie befreien die Nase. Sie können auch eine Zwiebel aufschneiden und in die Nähe des Kopfkissens legen.
  • Warm halten
  • Schwitzkur, wenn kein hohes Fieber besteht, danach Bettruhe und viel trinken.
  • Viel Lüften, für Luftfeuchtigkeit sorgen.
  • Inhalieren mit Kamille (nicht während homöopathischer Behandlung), Salz oder ätherischen Ölen befeuchtet die Schleimhaut und befreit die Nase.
    Inhalieren mit Salzwasser: Nehmen Sie dazu heisses Wasser, in dem Sie Salz auflösen (pro Liter 1 – 2 EL), beugen Sie Ihren Kopf über den Topf und legen Sie ein Handtuch darüber, damit der heisse Dampf nicht entweichen kann. Für ca. 10 Min. installieren. Dies können Sie mehrmals am Tag wiederholen. Sie können auch mit Thymian, Eukalyptus und Pfefferminze inhalieren.
  • Brust und Rücken mit Thymian-Öl einreiben.
  • Hustenbonbons oder Pastillen halten die Atemwege feucht und fördern die Durchblutung.
  • Ernährung: Bei Schnupfen, Angina, Mittelohrentzündung, Erkältung keine schweren, fetten Speisen zu sich nehmen.
  • Schokolade, Bananen, Milchprodukte regen die Schleimproduktion im Körper an, sie sind deshalb zu meiden.
  • Achten Sie auf eine vitalstoffreiche Kost, am besten roh. Da der Kranke oft keinen grossen Hunger hat, sind auch frisch gepresste Säfte zu empfehlen. Auf keinen Fall sollte man sich zwingen, wenn man keinen Hunger hat. Frischkost enthält lebensnotwendige Enzyme, die sehr förderlich bei Infektionskrankheiten sind
  • Sanddornmark und Echinaceatropfen , versorgen sie mit Vitamin-C, bzw. regen das Immunsystem an.

Behandlung Klassische Homöopathie


Eine Behandlung empfiehlt sich, wenn die Beschwerden über das normale Mass hinausgehen, wenn z.B. starke Kopfschmerzen, Beschwerden der Nebenhöhlen, verhockender Husten, Schwäche, Kreislaufprobleme hinzukommen. In der akuten Behandlung stehen viele gute homöopathische Arzneimittel zur Verfügung. Da bei jedem Patienten die Beschwerden und Symptome unterschiedlich sind, muss für die Wahl des Arzneimittels individualisiert werden.

Bei einer vermehrten Erkältungsanfälligkeit, oder wenn eine längere Rekonvaleszenz auftritt, empfiehlt sich eine Konstitutionsbehandlung.