Herzerkrankungen

Herzerkrankungen


Siehe auch: Artheriosklerose, Blutdruckprobleme

Herzbeschwerden können harmlos sein (Herzklopfen, Herzrasen), z.B. durch Aufregung, Kaffee oder Stress. Sie können aber auch lebensbedrohend sein (Herzinfarkt; Herzkammerflimmern; Herzinsuffizienz; Herzmuskelentzündung).

Es gibt verschiedene Erkrankungsformen, welche am Herzen selber, aber auch durch andere Organe wie Nieren, Blutgefässsystem hervorgerufen werden. Deren Funktion ist so fein aufeinander abgestimmt, dass eine Schädigung des einen Systems sich massiv auf die anderen auswirkt. Der Herzinfarkt ist immer noch die häufigste Todesursache.

Ursachen

  • Bluthochdruck
    siehe auch Blutdruckprobleme
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Gefässerkrankungen (Arterienverkalkung)
  • Rauchen
  • Diabetes
  • Fettstoffwechselstörungen (z.B. erhöhter Cholesterinspiegel)
  • Funktionsstörungen von Schilddrüse, Nieren
  • Infektionskrankheiten (z.B. Grippe; Angina)
  • Parodontose
  • Zahnherde
  • Stress
  • Medikamente (z.B. Betablocker, Calciumantagonisten, bestimmte Antiarrhythmika, Pille).
  • Alkoholkonsum

Herzkrankheiten

Man unterscheidet Herzkrankheiten, die entweder den Herzmuskel, die Herzklappen, den Herzbeutel oder die Herzinnenhaut betreffen. Das Herz wird dadurch überlastet, schneller „verbraucht“, kann die Herzleistung immer weniger erfüllen.

  • Nervöse Herz-Kreislaufbeschwerden.
    Sie sind in den meisten Fällen harmlos.Symptome:  Sie werden z.B. als Herzklopfen, Herzunruhe, leichtes Druckgefühl im Brustraum, unregelmässiger Puls, Schlafstörungen mit Unruhe, Blutdruckschwankungen (z.B. bei Erregung, Stress), Schwindel wahrgenommen.
  • Angina pectoris (Brustenge)
    Durch eine Verengung der Herzkranzgefässe wird der Herzmuskel nicht mehr genügend mit Blut versorgt. Ausgelöst werden die Schmerzen durch Überanstrengung, seelische Erregung oder plötzliche Wetterumschläge.Symptome: Engegefühl, Schmerzen in der Brust. Die Schmerzen können in den linken Arm, die Schulter, den Hals oder in den Bauch ausstrahlen. Die Beschwerden müssen nicht immer sehr ausgeprägt sein. Im Vergleich zum Herzinfarkt ist Angina pectoris nicht so gefährlich. In Ruhe verschwinden die Beschwerden meist wieder.
  • Herzinfarkt
    Wenn die Verengung der Herzkranzgefässe fortschreitet, oder wenn ein Kranzgefäss durch einen Pfropf aus geronnenem Blut (Thrombus) verschlossen wird, kommt es zum Herzinfarkt. Die Blutversorgung der betroffenen Stelle im Herzmuskel ist schlecht. Teile des Gewebes sterben dadurch ab.Symptome: Sie sind gleich wie bei der Angina pectoris, nur sehr viel stärker. Unterscheidung: Die Beschwerden werden nicht unbedingt durch Anstrengung ausgelöst, und verschwinden auch in Ruhe nicht. Zusätzlich kommt es zu Schweissausbrüchen, Todesangst, rasendem Puls, Übelkeit, Ohnmacht. Bei einigen Patienten verläuft der Herzinfarkt stumm. Vorallem ältere Menschen, Diabetiker und Frauen sind davon betroffen.
  • Arteriosklerose
    Verkalkungen, Verfettungen in den Herzkranzgefässen führen zu Durchblutungsstörungen. Der Herzmuskel bekommt zu wenig Sauerstoff und arbeitet nur noch eingeschränkt.Symptome: Schmerzen im Brustbereich bzw. das Gefühl der Brustenge (Angina pectoris). Mit fortschreitender Erkrankung steigt das Herzinfarktrisiko.
    Siehe auch: Artheriosklerose
  • Herzinsuffizienz: Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage, seine Aufgabe als Blutpumpe ausreichend zu erfüllen. Sie kann eine Folge von Herzklappenveränderungen, Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen, Ablagerungen, erhöhtem Blutdruck, Herzmuskelentzündungen, Herzinfarkt, sein. Daneben kennt man auch die angeborene Herzmuskelschwäche.Symptome: Da die Pumpkraft des Herzens abnimmt, kommt es zu einem Blutstau in verschiedenen Organsystemen. Die Sauerstoffversorgung findet nicht mehr genügend statt. Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen im umliegenden Gewebe (Ödeme).

    Linksherzinsuffizienz: Hier staut sich Blut und Flüssigkeit in der Lunge.

    Symptome: Die Symptome treten anfangs nur bei körperlicher Anstrengung, später auch im Ruhezustand auf, es kommt zu Atemnot, diese steigert sich im Laufe der Zeit. Der Patient muss z.B. nachts mit dem Oberkörper erhöht liegen, kann gar nur noch in leicht sitzender Stellung schlafen. Organe, Muskeln und Gewebe bekommen zu wenig Sauerstoff. Eine allgemeine Leistungsminderung ist die Folge.

    Rechtsherzinsuffizienz:
    Hier staut sich das Blut in den Venen. Die Blutgefässe halten dem zunehmenden Druck nicht mehr stand. Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme, Wassereinlagerungen).

    Symptome:
    Die Knöchel schwellen v.a. abends an. Mit fortschreitender Krankheit findet man auch in den Unterschenkeln Wassereinlagerungen. Durch Stauungen im Bauchraum kann sich beispielsweise die Leber oder die Milz vergrössern. Häufig wird der Gallefluss behindert. Die Betroffenen leiden unter Schmerzen im rechten oberen Bauch. Selbst die Lungen können mitbetroffen sein (Lungenödem). Die Wassereinlagerungen führen zu einer Gewichtszunahme. Es kommt zu Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Verstopfung. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, Konzentrationsschwäche, Schwindel, Ohnmacht, blass-bläuliche Hautverfärbung.

    Im Liegen muss das Herz weniger arbeiten.
    Bei bestehender Herzmuskelschwäche werden nachts die Organe besser durchblutet. Es können Symptome auftreten wie häufiges Wasserlassen nachts, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schwindel, Benommenheit, Verwirrtheit (verminderte Durchblutung des Gehirns).

  • Funktionsstörungen der Herzklappen. Sie können angeboren sein oder erworben werden.
  • Herzrhythmusstörungen (zu schneller, zu langsamer oder unregelmässiger Herzschlag).
    Ein zu schneller Herzschlag (Herzjagen) kann schon durch Aufregung, Anstrengung, Kaffee, Tee, aber auch durch wassertreibende Medikamente (Mineralstoffverlust) ausgelöst werden. Herzjagen ist meist harmlos, es verschwindet wieder, wenn die belastende Situation vorbei ist.Herzrhythmusstörungen können aber auch durch andere Herzerkrankungen ausgelöst werden. Es kommt dann zu Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Angina pectoris, Kollaps, Ohnmacht, bis hin zum Herzstillstand. Hier muss also medizinisch abgeklärt werden.

    Tachykardie:
    Beschleunigung über 100 Schläge pro Minute.
    Bradykardie:
    Verlangsamung unter 60 Schläge pro Minute
    Extrasystolen:
    Herzschläge die in einen normalen Grundrhythmus eingestreut sind.

    Durch ungenügenden Blutauswurf kann es zu Problemen kommen. Das Hirn reagiert am schnellsten auf eine ungenügende Sauerstoffversorgung (Schwindel, Leergefühl im Kopf, Sehstörungen, Absenzen, Bewusstseinsstörungen). An zweiter Stelle folgt der Herzmuskel.

  • Eine andere, häufig vorkommende Art von Kreislaufbeschwerden, sind nervöse Herz- und Kreislaufbeschwerden. Sie sind in den meisten Fällen harmlos.Symptome: Herzklopfen, Herzunruhe, leichtes Druckgefühl im Brustraum, unregelmässiger Puls, Schlafstörungen mit Unruhe, Blutdruckschwankungen (z.B. bei Erregung, Stress), niederer Blutdruck, Schwindel.

Schulmedizinische Behandlung


  • Hier wird symptomatisch behandelt, z.B. mit Diuretika (Medikamente welche die Wasserausscheidung fördern), Blutdruckmedikamente, Blutverdünner, Lipidsenker, Nitroglycerin,  usw.
  • Diät (z.B. salzarme Kost), Umstellung auf mediterrane Kost
  • Verringerung des Körpergewichts
  • Der Alkohol- und Tabakkonsum sollte eingeschränkt werden

Tipps aus der Naturheilkunde


  • Knoblauch
  • Ginkgo biloba
  • Weissdorn

Herzrhythmusstörungen:

  • Gesicht und Kopf kurz in eiskaltes Wasser tauchen oder Gesicht damit benetzen
  • Kaffee meiden
  • Kochsalz (Jod) einschränken
  • Auf mineralstoffreiche Ernährung (Magnesium, Kalium etc.) achten:
    Nüsse, Bohnen, Getreide, Obst und Gemüse, Wasser trinken, in dem getrocknete Aprikosen eingeweicht waren

Behandlung Klassische Homöopathie


Herzbeschwerden sind homöopathisch behandelbar. Da aber die meisten Patienten bereits schulmedizinisch behandelt werden, muss dies in die Behandlung einbezogen werden. Schulmedizinische Medikamente dürfen keineswegs einfach abgesetzt werden bis nicht unter der homöopathischen Behandlung eine Besserung der Beschwerden eingetreten ist.

Herzbeschwerden werden homöopathisch sowohl akut (Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Ödeme, usw.), wie auch konstitutionell behandelt (Folgen Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Herzklappendegeneration).

Die homöopathischen Arzneimittel haben eine Menge zu bieten. Sie können u.a. auch die Funktionsfähigkeit des Herzens in vielen Fällen wieder herstellen. Durch Antibiotika und Spitzenmedizin sieht man solche Fälle in homöopathischen Praxen jedoch selten.

Die Stärken der homöopathischen Arzneien sind sicherlich, dass sie richtig angewandt, nebenwirkungsfrei sind. Dadurch erfährt der Patient auch allgemein eine Verbesserung.

Siehe auch: Artheriosklerose, Blutdruckprobleme