Insektenstiche

Insektenstiche


siehe auch Zeckenbisse

Stiche von Bienen, Hornissen, Wespen rufen einen sehr starken stechenden Schmerz hervor. Durch das Gift kommt es zu einer Rötung und Schwellung an der Einstichstelle. Besonders gefürchtet sind Stiche im Mund- und Rachenbereich, weil es wegen der starken Anschwellung zu Atemnot kommen kann. Bei Mücken kommt es zudem zu einem starken Juckreiz. Durch Kratzen und fehlender Wundhygiene kann es bei Mückenstichen zu bakteriellen Infektionen kommen. Es entsteht eine Entzündung, evtl. nässt die Stichstelle, verfärbt sich rot, blau.

Die Beschwerden sind je nach Veranlagung unterschiedlich stark ausgeprägt.

In Ländern mit Malaria, gelten besondere Vorsichtsmassnahmen.

Stechmücken


Symptome

Es kommt nach einem Stich zu einer Schwellung, Rötung und einem heftigen Juckreiz. Je nach Veranlagung reagieren manche Menschen heftiger auf Mückenstiche als andere, bei ihnen kann es zu einer Entzündung der Stichstelle kommen.

Tipps

Kratzen möglichst vermeiden. Wenn es sein muss: Angefeuchteten Waschlappen zum Kratzen nehmen.

  • Etwas Zitronensaft auf den Stich geben
  • Zwiebel auf Stelle drücken
  • Pflanzensäfte von Spitzwegerich-, Gänseblümchen-, Minze- oder Bärlauchblätter. Einfach Blatt qeutschen und auf der Haut verreiben. (Minze nicht während einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung.)
  • Notfalltropfen
  • Stelle mit Essigwasser betupfen
  • Aloe vera-Gel
  • Speisequark oder Heilerde (mit Wasser zu einer streichfähigen Paste verrührt) kühlen herrlich, nehmen den Juckreiz
  • Bei entzündeten Stichen: Ringelblumensalbe (Calendula-Salbe)

Vorbeugung

  • Um Mückenstichen vorzubeugen, sollte man keine blumig-süssen Parfums verwenden
  • Kleiderschutz: Lange Hosen, usw.
  • evtl. Moskitonetz nachts
  • Ätherische Öle mögen Mücken nicht so gerne . Öle die besonders gut geeignet sind: Nelke, Lavendel, Zitrone, Bergamotte, Eukalyptus (nicht während homöopathischer Konstitutionsbehandlung), Rosmarin, Salbei, Geranie
    • Spray:
      In eine 100 ml-Sprühflasche 2 ml 90%-igen Alkohol und 10-15 Tr. ätherische Öle geben und mit abgekochtem Wasser auffüllen.
    • Sie können auch in Melkfett/Eutra angemacht, eingestrichen werden
    • In Mandelöl angemacht zum Einreiben: Ca. 6 Tropfen der ätherischen Öle (auf 30 ml Mandelöl geben

      Vorsicht: Öle reizen die Schleimhäute stark, daher direkten Kontakt meiden (Finger Augen)

Bienen-, Wespen-, Hornissenstiche


  • Die Einstichstelle sieht blass bis glasig aus. Die brennend stechenden Schmerzen sind heftig.
  • Bei Stichen in der Mundhöhle, Rachen
    Eislutschen Notarzt
    (Siehe auch unten: Homöopathie)
  • Nach einem Bienen-, Wespen oder Hornissenstich kann sich eine Allergie auf das entsprechende Gift entwickeln. Symptome wie Nesselfieber, grossflächige Rötung, starke Schwellung/Wassereinlagerungen, Atemnot, Angst, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Kreislaufprobleme wie Kollaps, Fieber sind dann Alarmzeichen eines Anaphylaktischen Schockes. Arzt konsultieren siehe Allergien

Tipps

  • Stachel mit Pinzette sofort vorsichtig entfernen. Dabei sollte vermieden werden, die Giftblase zu drücken
  • Bienen- und Wespengift zersetzt sich durch Hitze: Heisser Gegenstand auf Stichstelle drücken, Extremität kurz in möglichst heisses Wasser halten (oder Feuerzeug, Glühbirne sachte in die Nähe des frischen Stiches halten).
  • Bei einem Stich im Mund und Hals Eiswürfel lutschen
  • Frische Zwiebel aufschneiden und draufdrücken um Schmerz und Schwellung zu verringern
  • Mit Essig beträufeln
  • Spitzwegerichblatt etwas zerreiben od. Spitzwegerichtinktur auf Stichstelle geben
  • Notfalltropfen (Rescue-Tropfen) innerlich od. auf Stichstelle geben
  • Teebaumöl nicht während einer Konstitutionsbehandlung (Homöopathie)
  • Calendula Lösung desinfiziert (auch bei eiternde Wunden – überstarke Schmerzen)
  • Homöopathische Wund- od. Echinacea-Tinktur (desinfiziert)
  • Salzwasserwickel lindert die Schmerzen und die Schwellung
  • Alkoholumschläge bei bleibender Schwellung
  • Essigwasser bei Jucken
  • Bei einer starken Reaktion: Quarkwickel od. Lehmwickel; rohe geriebene Kartoffel-, Gurke-, Zwiebel-, oder Knoblauchscheibe
  • Möglichst das Kratzen vermeiden (Gefahr einer bakteriellen Infektion)

Behandlung Schulmedizin


Bei sehr starken Hautreaktionen, Schwellungen:

  • Antiallergische Medikamente;
  • Cortison;
  • Kreislaufunterstützende Medikamente

Behandlung Klassische Homöopathie


Eine akute Erstbehandlung (z.B. bei Bienen, Mückenstichen) nimmt innert Minuten den Schmerz.

Ich empfehle deshalb immer wieder eine kleine homöopathische Hausapotheke für solche Notfälle

Eine ungewöhnliche Anfälligkeit für Insektenstiche und Bisse sollte konstitutionell behandelt werden, ebenso deren Spätfolgen.

Konstitutionell behandlungsbedürftig sind ebenfalls allergische Reaktionen, wenn der Organismus als Ganzes nach einem Bienenstich reagiert hat. D.h., mit Nesselfieber, starker Schwellung / Wassereinlagerungen, Atemnot, Angst, Übelkeit, Erbrechen, Unruhe, Durchfall, Blutdruckabfall.

Bei einer bestehenden Allergie sollten Sie in Absprache mit mir stets geeignete homöopathische Arzneimittel für den Notfall mit sich führen.