Masern

Masern (Morbilli)


Dossier Impfensiehe auch: Dossier Impfen

 

Früher galt die Masernkrankheit in Europa als übliche Kinderkrankheit. Sie ha­t typische Krankheitszeichen, einen typischen Ausschlag und einen typi­schen Verlauf.

Die Krankheit ist  sehr ansteckend, die Übertragung der Viren erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Sprechen, Niesen, Husten). Ansteckend ist sie 4 Tage vor und 4 Tage nach Beginn des Ausschlages. Eine durchgemachte Masernerkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität. Wenn die Mutter selber Masern hatte, erkrankt ein Säugling bis zum 6.- 8. Lebensmonat nicht an Masern (Nestschutz). Bluttransfusionen oder die Masernimpfung selber können Masern erzeugen (Impfmasern). Eine stille Feiung ist möglich (stille Feiung = Masern ohne Symptome).

Symptome


Nach einer Inkubationszeit von 8-14 Tagen treten Fieber und grippale Erkältungssymptome auf. Diese fiebrige Phase dauert 3 – 4 Tage.

  • Schnupfen
  • Bindehautentzündung, verquollene rote Augen, geschwollene Augenlider, Lichtempfindlichkeit, Tränenfluss (das Kind möchte das Zimmer abgedunkelt haben).
  • Kopfschmerzen
  • Hals- und Rachen werden schmerzhaft rauh, die Lymphknoten am Hals sind geschwollen.
  • Trockener Reizhusten
  • Die Zunge ist belegt, der Atem riecht schlecht.

Die Patienten entwickeln einen Hautausschlag (Exanthem)

  • Es kommt zu einem kurzem Fieberabfall.
  • Die sogenannten Koplikschen Flecken werden sichtbar (kalkähnliche, weisse Fleckchen an der Wangenschleimhaut, wie Milchreste, sie lassen sich aber nicht mit einem Spatel wegwischen).
  • Etwa einen Tag später kommt es zum Ausbruch des Hautausschlages mit erhabenen, roten bis violetten, unregelmässig geformten Flecken. Der juckende Ausschlag beginnt typischerweise hinter den Ohren, geht dann innert weniger Stunden über das Gesicht weiter. Nase, Mundumgebung, Kinn sind miteinbezogen (bei Scharlach besteht hingegen ein freies Dreieck). Nach dem Kopf breitet er sich über Rumpf, Arme und zuletzt Beine aus, einschliesslich Hand- und Fussflächen. Besonders das Gesicht ist verschwollen. Die Flecken werden immer grösser.
  • Das Fieber ist in dieser Phase für 2-3 Tage am höchsten (40°C, 41 °C sind dabei keine Seltenheit). Mit dem Abblassen der Haut geht das Fieber wieder zurück.
  • Das Kind ist deutlich krank, es ist apathisch, appetitlos, weinerlich. Die Halslymphknoten sind vergrössert, die Augen sind lichtempfindlich und entzündet, Halsschmerzen, Reizhusten, Durchfall, Erbrechen und manchmal auch Bauchschmerzen fesseln das Kind ans Bett.
  • Der Hautausschlag kann etwa 14 Tage anhalten und beginnt sich dann in feinen Schuppen an Zehen und Fingerspitzen zu lösen. Das Exanthem verschwindet in derselben Reihenfolge wieder, in der esaufgetreten ist. Der Ausschlag verblasst, bleibt noch einige Tage in Form von braunen Flecken sichtbar. Auch der Husten nimmt ab.
  • Nach Abklingen des Ausschlages und Normalisierung der Temperatur ist das Kind nicht mehr ansteckend.
  • Wegen des raschen Fieberabfalls sollte auf 1-3 Tage Bettruhe bestanden werden. Ein zu rasches Aufstehen begünstigt das Auftreten von Komplikationen.
  • Ein erneuter Fieberanstieg ist in dieser Phase atypisch und weist auf Komplikationen hin.

Komplikationen bei Masern


  • Masern können in seltenen Fällen an verschiedenen Organen zu Komplikationen führen (durch die Viren selbst oder durch zusätzliche Infektion mit Bakterien).
  • Wenn Erwachsene erkranken, ist die Komplikationsrate deutlich höher. In der Schwangerschaft treten Masern nur sehr selten auf. Obwohl das Virus über den Mutterkuchen (Plazenta) auf das Kind übertragen werden kann, kommt es nicht zu einer typischen Fehlbildung, wie dies etwa bei Infektionen mit dem Röteln-Virus der Fall ist. Die Frau hat jedoch ein erhöhtes Risiko für eine Lungenentzündung. Eine Schwangerschaft sollte für 3 Monate nach Impfung ausgeschlossen werden.
  • Atemwege: Lungenentzündung (Pneumonie), Kehlkopfentzündung mit oder ohne Beteiligung der Luftröhre (Laryngitis, Laryngotracheitis), Bronchitis.
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Blinddarmentzündung (Appendizitis)
  • Hirnhautentzündung (Meningitis, Meningoenzephalitis): Sie beginnt zwei bis fünf Tage nach Ausbruch des Hautausschlags. Zeichen sind: Kopfschmerzen, Nackensteife, Erbrechen. Unter deutlichem Anstieg des Fiebers trübt sich das Bewusstsein der kleinen Patienten bis hin zur Bewusstlosigkeit ein. Unbehandelt kommt es zu Krämpfen.
  • Gehirnentzündung (Enzephalitis): Eine Mitbeteiligung des Hirngewebes ist seltener. Oft werden auch vorübergehende Bewusstseinstrübungen, wie sie häufig im normalen Krankheitsverlauf von Masern vorkommen, als Encephalitis bezeichnet. Eine Enzephalitis entwickelt sich zirka eine Woche nach Auftreten des Hautausschlages. Zeichen sind: Erbrechen, Gangstörungen, Schläfrigkeit, Koma, Krämpfe, Lähmungen sind möglich.

Atypische Masern / Impfmasern


  • Seit Einführung der Masern-Impfung kommt es bei manchen geimpften Kindern zu einer veränderten Form der Masern. Dabei kommt es zu einem petechialen Hautausschlag (Kapillarblutungen). Dieser tritt zuerst an den Extremitäten und dann am ganzen Körper auf. Der Ausschlag kommt jedoch nicht richtig zum „blühen“, er „schlägt häufig nach innen“ und erzeugt Komplikationen. Das BAG-Merkblatt für Ärzte beschreibt an Impfreaktionen bei 3 % bis 5 % der Impflinge die Impfmasern mit Fieber am 9. bis 12. Tag nach der Impfung. Die abgeschwächte Masernform kann mit Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Tracheitis (Entzündung der Luftröhre) und einer Otitis media (Mittelohrentzündung) verbunden sein.

Differentialdiagnose Masern


  • Verwechslungen mit Röteln, Scharlach oder allergischen Exanthemen sind möglich.

Schulmedizinische Behandlung


  • Es gibt keine spezifische Therapie gegen Masern. Die Symptome werden rein symptomatisch behandelt.
  • Bei Sekundärinfektionen werden Antibiotika gegeben (z.B. bei einer Lungenentzündung, Mittelohrentzündung).
  • Fiebersenkende Zäpfchen
  • Hustenstillende Medikamente
  • Antibiotika bei bakterieller Pneumonie (Lungenentzündung) oder bakterieller Otitis media (Mittelohrentzündung)

Einen Arzt benötigen Sie:

  • bei erneutem hohem Fieber nach Abklingen des Hautausschlages,
  • bei Krämpfen, Schläfrigkeit, Apathie, Reizbarkeit, Berührungsempfindlichkeit,
  • bei Nackensteifigkeit (das Kinn des Kindes kann nicht mehr auf die Brust gesenkt werden),
  • Austrocknung (trockene Schleimhäute, Urin vermindert, keine Tränen beim Weinen, Hautfalte bleibt stehen wenn man Haut kneift).

Tipps aus der Naturheilkunde


  • Bettruhe
  • Das Zimmer abzudunkeln tut den Augen gut.
  • Fieber und Hautausschlag sind ein natürlicher Schutzmechanismus des Organismus, damit die Krankheit nicht nach „innen schlägt“. Deshalb sollte man das Fieber möglichst nicht mit fiebersenkenden Medikamenten „behandeln“. Wenn der Allgemeinzustand des Kindes betroffen ist, das Fieber sehr quälend ist: Wadenwickel machen (nur bei warmen Extremitäten)  Informationen: S. Fieber

    Ein Einlauf kann ebenfalls das Fieber etwas erträglicher machen, ausserdem wird Flüssigkeit im Enddarm resorbiert. Bei Kleinkindern mit hohem Fieber ist die Flüssigkeitsaufnahme sehr wichtig.
    Lösen Sie 1 TL Salz und 1 TL Glucose in einem Liter lauwarmen Wasser auf. Füllen Sie die Lösung in den Klistierballon (z.B. 250ml-Ballon), und verabreichen Sie den Einlauf indem sie vorher die Spitze des Ballons mit etwas Öl einstreichen. Sie können den Einlauf bis 3x wiederholen.

  • Kein Duschen, Baden, damit der Hautausschlag nicht unterdrückt wird.
    Ab 3. Fiebertag kann 1x tägl. der gesamte Körper mit einer lauwarmen Salzlösung abgerieben werden.  Dies ist besonders empfehlenswert, damit der Ausschlag zur Blüte kommt. Der Ausschlag selber bedarf keiner Behandlung.
  • Ein gut belüftetes Zimmer, das allerdings nicht zu kühl sein sollte, schützt vor einer Lungenentzündung.
  • Viel trinken, z.B. verdünnte Fruchtsäfte, Holunder- oder Lindenblütentee. Vitamin-C-haltige Getränke wie Sanddornsaft, Hagebuttentee.
  • Der Appetit ist bei Fieberpatienten im Allgemeinen nicht vorhanden, zwingen Sie Ihr Kind deshalb nicht zum Essen.
  • Nach Abklingen des Hautausschlages und Entfieberung sollte wegen des raschen Fieberabfalles auf 1-2 Tage Bettruhe eingehalten werden. Ein zu rasches Aufstehen begünstigt das Auftreten von Komplikationen.
  • Augenkompressen mit Euphrasia-Tee (Augentrost)
  • Kochsalzinhalationen helfen bei trockenem Husten, Thymian-Inhalationen bei verschleimendem Husten.
  • Efeuextrakt bei trockenem schmerzhaftem Husten
  • Weleda Hustenelexier hilft bei Reizhusten. Seine Zusammensetzung lindert den Hustenreiz, verflüssigt zähen Schleim und fördert die Sekretion.
  • Physiologische Nasentropfen (Kochsalz) befeuchten die Nasenschleimhaut
  • Zwiebelauflagen bei Ohrenbeschwerden
  • Salbei- od. Calendula-Tee für Mund- und Rachenspülungen

Behandlung Klassische Homöopathie


Noch vor wenigen Jahren wurde in der Fachliteratur Masern als Kinderkrankheit beschrieben, die zwar sehr heftig verlaufen kann, in der Regel aber ohne Komplikationen ausheilt. Heute hingegen werden Masern zum grössten Teil in den Medien und in der Gesundheitspolitik mit Masernkomplikationen verwechselt.
Die klassische Homöopathie und andere ganzheitliche Heilmethoden haben eine differenziertere Ansicht, was Gesundheit und Krankheit ist. Eine stabile gute Gesundheit ist ohne Krankheit nun mal nicht zu haben, nur zumutbar muss diese sein. Wie bei anderen Kinderkrankheiten auch, benötigt das Kind bei Masern in erster Linie eine gute Betreuung, Pflege und viel Zuwendung.

Aus Sicht der Homöopathie wirken Masern bei einer miasmatischen, tuberkulinischen Familienbelastung als Ventil. „Tuberkulinische Kinder“ reagieren, wenn sie krank sind, weitaus intensiver als andere Kinder. In ihrer Vorgeschichte traten z.B. trockene Hautausschläge, eitrige Mittelohrentzündungen, Mandelentzündungen, Polypen, Nasenbluten, Bronchitis, Pneumonie oder Unruhe auf. Durch die Masern-Krankheit kann es bei diesen Kindern zu einer Beruhigung oder zum Stillstand dieser miasmatischen Belastung kommen und damit zu einem Rückgang dieser Beschwerden. Die Differenzierung der Krankheitsneigung, bzw. das Wissen über die Miasmatik ist die Stärke der klassischen Homöopathie. Durch Miasmenkenntnisse und die Behandlung der Miasmen werden Krankheiten „berechenbar“. Ein guter Homöopath wird demnach einschätzen können, was wie behandelt werden soll und darf. Er wird deshalb bei der Arzneimittelwahl vorsichtig sein, und tunlichst unterdrückende Behandlungen vermeiden. Die Lebenskraft darf unterstützt werden, nie jedoch irritiert werden. So können z.B. Allergien, Neurodermitis, Stottern, Bettnässen nach der Masern-Krankheit ausheilen. Interessant ist, dass noch in den sechziger Jahren bekannt war, dass Kinder mit dem nephrotischen Syndrom (Eiweissausschüttung im Urin) in der Kinderklinik Basel bewusst mit Masern angesteckt wurden, weil danach die Krankheit geheilt war (Chakravati V., Annals of Tropical Paediatrics, 1986, 6:293-294). Multiple Sklerose ist bei Menschen, die Masern durchgemacht haben, viel niedriger (Kesselring, Schweiz. Med. Wochenschrift 1990). Durchgemachte Masern schützen bei entsprechender Veranlagung vor Krebs. So erkranken Frauen mit durchgemachten MMR (Mumps, Masern, Röteln) z.B.  weniger häufig an Eierstockkrebs (Newhouse M: A case control study of carcinoma of the ovary. Br. J. Prevention Soc. Med. 1977, 31). Masern senken das Risiko eines späteren Brustkrebses (anthroposophische Studie). Aus dem Serum von an Masern Erkrankten kann man Faktoren isolieren, die Tumore verhüten können.

Allergien sind nach Masern seltener. Wie durchgreifend das Geschehen ist, kann man z.B. daraus ersehen, dass eine Tuber­kulinprobe, mit der man die Abwehrbereitschaft gegen Tuberkulose entweder durch eine durchgemachte Erkrankung oder eine erfolgreiche Impfung testen kann, drei Monate nach durchgemachten Masern zunächst negativ sein kann; erst danach wird wieder eine ausreichende Im­munantwort angezeigt.

Eltern berichten immer wieder, dass ihre Kinder nach Masern (oder durch andere infektiöse Krankheiten) nicht nur körperlich einen Entwicklungsschub durchmachten, sondern auch bei der „Ich-Werdung“ einen Schritt nach vorne machten.

Fieberhafte Krankheiten führen oft zu einer schnellen Verbesserung der Haut, auch die so genannten Kinderkrankheiten. Studien zeigen ein erheblich gestiegenes Risiko nach einer MMR-Impfung für eine Neurodermitis. Besonders Vielfachimpfungen im jungen Altern von 2 – 3 Monaten scheinen das Immunsystem zu beeinträchtigen.

Behandlung durch klassische Homöopathie

  • Bettruhe und Verdunkelung des Zimmers verhindern weitgehend spätere Komplikationen. Lichtreize (auch Fernsehen, Computerspiele) sollten deshalb verhindert werden, da sie das Hirn reizen.
  • Nach Rückgang des Fiebers und Rückgang des Hautausschlages sollte das Kind noch zwei bis drei Tage Zeit zur Erholung haben. Leider sind die Anforderungen von Seiten der Schule und Arbeitgeber heute nicht immer mit den körperlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen. Das Kind muss sich jedoch unbedingt von seiner Krankheit erholen. Notfalls sollte auch der Urlaub verschoben werden.
  • Kinderkrankheiten und somit auch Masern, lassen sich homöopathisch wunderbar begleiten. Meist ist dies nicht einmal notwendig, meist genügen allgemeine begleitende Massnahmen.

siehe „Tipps aus der Naturheilkunde“.

  • Sollte eine homöopathische Begleitung notwendig sein, verläuft die Krankheit auf jeden Fall leichter. Dabei wird nicht die Krankheit behandelt, sondern das Immunsystem und somit die Lebenskraft gestärkt. Es ist eine Tatsache, dass homöopathisch begleitete Masern selten mit Komplikationen verbunden sind. Vor allem, wenn dabei nicht Symptome wegbehandelt werden, sondern wenn aus miasmatischen Gesichtspunkten Arzneimittel verschrieben werden. Die Schulmedizin hingegen versucht Symptome und die Erreger wegzubehandeln.
  • Mumps-, Masern-, Röteln-Viren machen einen Heil-Ausschlag. Die Behinderung der körperlichen Abwehr durch Unterdrückung des Hautausschlages vergrössern das Risiko von Komplikationen. Die Krankheit geht tiefer, wie wir in der Homöopathie sagen. Das gleiche gilt für Fieber. Zu beachten ist bei Fieber: Fieber sind gut, solange sie der Organismus auch verkraften kann. Wenn er dies nicht kann, kann man ihn homöopathisch darin unterstützen eine Immunantwort zu erzeugen und der Organismus wird dabei energetisch unterstützt. Es wird in der Homöopathie also nicht, und dies ist ganz wichtig,  „gegen das Fieber gearbeitet“ sondern es werden individuelle Krankheits-Symptome zur Arzneimittelbestimmung verwendet. Entscheidend ist bei der Behandlung immer der Zustand des Kindes.

    siehe auch Fieber

  • Bei sehr langsamer Krankheitsentwicklung und zu schwachem Hautausschlag wird das entsprechende homöopathische Arzneimittel die Hautreaktion fördern oder das Fieber anregen.
  • Melden sich die Eltern erst, wenn es bereits zu Komplikationen wie Ohrenschmerzen gekommen ist, wird ebenfalls auf den Krankheitszustand des Kindes behandelt.
  • Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist Voraussetzung für die homöopathische Behandlung. So sind Kontrollen über den Heilungsverlauf ein absolutes Muss. Ein Arzneimittel muss innert weniger Stunden eine klare Heilwirkung zeigen (oft sind es sogar Minuten).

Homöopathisch gegen Masern impfen?

Manchmal fragen Eltern nach einem „vorbeugenden Mittel gegen Masern“, oder sie wünschen eine „homöopathische Impfung gegen Masern“. Die Idee bei einer homöopathischen Impfung ist, dass ein potenzierter Impfstoff als homöopathische Prophylaxe verabreicht wird. Der Patient soll dann angeblich vor der Krankheit geschützt sein. Der Vergleich zu Impfungen ist jedoch schlecht gewählt, da Impfungen nicht zur Bekämpfung von Krankheiten sondern zur Immunisierung vor dem Ausbrechen einer eventuellen Krankheit eingesetzt werden!
Vertreter dieser Meinung berufen sich schon mal auf Dr. Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie. Dieser hat schon mal vorbeugend Arzneimittel gegeben (z.B. bei einer Scharlachepidemie), aber erst, wenn er den Genius epidemicus bestimmt hatte. Als Genius epidemicus bezeichnet man die charakteristischen Symptome einer Epidemie. Dabei ist entscheidend, ob die Symptome näher beschrieben, differenziert dargestellt werden können (Lokalisation, Empfindungen, Modalitäten und Begleitsymptome). Beschrieben hat Hahnemann alles im Organon.

  • Die Gabe von Impf-Nosoden als Prophylaktikum ist als grobfahrlässig anzusehen und gehört nicht zur klassischen Homöopathie. Wenn man den Gedanken der Homöopathie verstanden hat, so wird man feststellen, dass man diese Heilmethode niemals als „Impfung“ zur Prophylaxe einsetzen kann. Eine homöopathische Arznei muss immer nach der Ähnlichkeitsregel (Simile) verschrieben werden. Hahnemann lehrte, dass eine Krankheit durch ein Mittel geheilt werden kann, welches bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen kann wie sie der Kranke aufweist. „Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll. Simile similibus curentur“. Voraussetzung für die Anwendung des Ähnlichkeitsprinzips ist die Kenntnis der Arzneiwirkung und die Erfassung des individuellen Symptombildes des Patienten mittels einer Anamnese. Der Mensch ist nun mal ein einzigartiges Wesen, sowohl in gesunden wie auch in kranken Tagen. Durch das Individualisieren ist die Diagnose nur sekundär von Nutzen, aber für die Prognose der Krankheit ist sie sehr wichtig. Im „Organon der Heilkunst“ wird sehr genau beschrieben, wie die Anamnese (Krankheitsbefragung) umzusetzen ist, um das individuelle Krankheitsbild zu erfahren und welche Symptome des einzelnen Kranken die Arzneiwahl bestimmen (§§ 83-104). Der Name der Krankheit (Diagnose) beschreibt hingegen einen pathologischen Zustand, der das Wesen und die Individualität des Menschen völlig ausklammert.
  • Eine „homöopathische Impfung“ kann deshalb nicht wirken, da die Arznei nicht individuell verschrieben wurde. Der „Patient“, ist bei der „homöopathischen Impfung“ nicht krank. Er wird, je nach der Empfindlichkeit durch die Einnahme eine Arzneimittelprüfung durchmachen, da das Mittel völlig unhomöopathisch ausgewählt wurde. Das heisst, er kann Symptome bekommen, die dem homöopathischen Mittel ähnlich sind. Es wird zu keiner Immunität gegen die Krankheit kommen.
  • Obwohl der Organismus den Impfstoff in potenzierter homöopathischer Form erhält, wird es zu keiner Antikörperbildung und damit zu keiner Immunität kommen.
  • Der Patient wiegt sich durch die „homöopathische Impfung“ in falscher Sicherheit.

Masern-Impfung

siehe auch Dossier Impfen

Grundsätzlich bin ich sehr kritisch zum Impfen eingestellt. Dies heisst aber nicht, dass ich Eltern vom Impfen im Allgemeinen abrate. Ich lege aber grossen Wert darauf, dass sie gut über die betreffende Kinderkrankheit informiert sind. Dazu gebe ich auch gerne Ratschläge aus der Naturheilkunde, aus dem Blickwinkel der klassischen Homöopathie ab.

Wenn Eltern ihren Säugling das erste Mal bei mir vorstellen, sind sie meist recht unsicher, ob sie ihr Kind impfen lassen wollen oder nicht. Je nach Gesundheitszustand des Kindes wird dann gemeinsam geschaut, was das Beste ist für das Kind. Bei familiärer Allergieneigung, Dreimonatskoliken, chronischem Schnupfen, chronischem Husten, Hautkrankheiten wie Milchschorf, Windelausschlag oder Neurodermitis rate ich in der Regel dazu, mit dem Impfen noch abzuwarten oder ich berate zumindest in Richtung gezieltes Impfen. Dieses Vorgehen verschafft  den Eltern erst mal die Möglichkeit, erste Beschwerden des Kindes homöopathisch zu behandeln. Klappt dies, finden die Eltern eher das Vertrauen in die klassische Homöopathie als wenn ich mit der „Tür ins Haus falle“ und das Impfen gewissermassen „verteufle“. Wenn die Eltern durch die Konstitutionsbehandlung des Kindes die Kraft der Homöopathie kennengelernt haben, ist Impfen mit der Zeit kein Thema mehr.

Bei Eltern, welche ihr Kind bei allfälligen Komplikationen eh „schulmedizinisch“ behandeln lassen würden, sei dies aus Angst vor Krankheitsfolgen, rate ich zum Vornherein eher zum Impfen. Wie die Situation auch ist, grundsätzlich kann ich die Entscheidung für oder gegen das Impfen jedoch den Eltern oder Patienten nicht abnehmen.

Weitaus öfters erlebe im Praxisalltag, dass nach Impfungen (wenn auch oft mit grosser zeitlicher Verschiebung) Verdachtsmomente auftauchen, dass es zu Impf-Komplikationen gekommen ist. Dies sind dann die Fälle, wo die Homöopathie ihre ganze Stärke zeigen kann.

  • In den Meldeformularen über die Masernfälle sind weder Vor- noch Grunderkrankungen der Kinder, noch die Behandlung der Krankheit aufgelistet. Dies spielt aber eine grosse Rolle bei der Krankheit. „Normal gesunde“ Kinder erkranken nicht schwer an den Komplikationen von Masern.
  • Eine anhaltende Immunität gegen Masern ist nur bei Kontakt mit dem Wildvirus gewährleistet. Dies ist seit der Impfung nicht mehr gewährleistet. Der Impfstoff  baut hingegen einen kurzfristigen Schutz von 90-95% auf (Bundesamt für Gesundheit BAG). Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass nach der Wiederauffrischungsimpfung die Antikörper zwar wieder ansteigen, aber auch wieder abfallen. Etwa 10% der Geimpften erkranken trotz der Impfung an Masern.
  • Ansteckend ist Masern 4 Tage vor und 4 Tage nach Beginn des Ausschlages. Während des vorgängigen Stadiums kann sich die Masernkrankheit durch Niesen, Schnupfen, Husten bereits über die Tröpfcheninfektion an diejenigen Kinder verbreiten, die dafür „empfänglich“ sind. Eine vorsorgliche Quarantäne für Geschwister von erkrankten Kindern, wie sie von Seiten von Politikern und kantonalen Gesundheitsämtern in Erwägung gezogen wird, ist nicht von Nutzen. Vielmehr dienen solche Vorschläge der Angstmacherei und sollen bei Eltern ungeimpfter Kinder wohl ein schlechtes Gewissen hervorrufen. Richtig ist hingegen, dass nur ein krankes Kind zu Hause bleiben muss. Es benötigt Ruhe und Pflege!
  • Ein Impfzwang mit der Begründung einzuführen, dass ungeimpfte Kinder die geimpften Kinder anstecken, ist gesucht.
  • Die Masernimpfung führt zu einer starken Verminderung der zirkulierenden Wildviren, die vor der Zeit der Impfung die Immunität durch unbemerkte Kontakte aufrechterhalten hat (stille Feiung). Dadurch werden die Personen, die an Masern erkranken, immer älter. Wenn durch Massenimpfungen die natürlichen Masern wegfallen, muss nachgeimpft werden. Bis zu welchem Lebensalter soll es denn Pflichtimpfungen geben? Will man alle Erwachsenen, alle 10 Jahre, immer von neuem gegen Masern/Mumps/Röteln und Windpocken impfen?
  • Erwachsene sind nicht mehr sicher geschützt und die Muttermilch schützt den Säugling nicht mehr sicher. Aus diesem Grunde erkranken Säuglinge heute früher an Masern als vor Einführung der Impfung. Empfohlen wird die Impfung (MMR Mumps, Masern, Röteln) erst mit 12 Monaten.
  • Personen, die Masern-Antikörper im Blut haben, aber niemals selber Masern mit einem Hautausschlag durchgemacht haben, erkranken im späteren Leben eher an Autoimmunerkrankungen wie MS, an degenerativen Knochen- und Knorpelerkrankungen und an Haut- und Gebärmutterkrebs.
  • Der Impfstoff wird heute meist als MMR Impfung, d.h. zusätzlich gegen Mumps und Röteln verabreicht. Bei der Impfung handelt es sich um abgeschwächte Lebendviren. Im MMR Impfstoff finden sich regelmässig zwei Viren aus Hühnerzellkulturen, die bei Vögeln Leukämie auslösen können. Die Bedeutung für den Menschen ist hierbei noch ungeklärt.
  • Man züchtet heute Impfstoffe auch auf menschlichen Krebszellen, z.B. die  MMRV/Masern-, Mumps-, Röteln-, Windpocken- und Tollwutimpfung. Die pharmazeutische Industrie hat diesbezüglich keine Bedenken, sie sieht auch keinen Zusammenhang zum enormen Krebsanstieg bei Kindern. Beim Masernimpfstoff sind es auch Hunde-Nieren (Erreger der Hunde-Hepatitis können darin enthalten sein).
    Reste von Hühnereiweiss fördern das Allergierisiko. Humanalbumine schliessen eine Creutzfeld-Jacob- Erkrankung nicht aus.
  • Verbindliche Impfprogramme sind bereits aus Gründen des medizinischen Fortschritts problematisch. Wissenschaftliche Erkenntnisse und die daraus folgenden Handlungsprinzipien ändern sich laufend. In der Medizin gilt oft: Der Fortschritt von heute ist der Fehler von morgen.  Bestes Beispiel sind insbesondere die sich ständig ändernden Impfempfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission).

Impfkomplikationen und Impfschäden


Differenzierung Impfreaktionen und Impfschaden
siehe Dossier Impfen

  • Neben örtlichen Reaktionen an der Einstichstelle, kann es zu Fieber, Kopfschmerzen, Mittelohrentzündung, Pneumonie kommen.
  • Die Allergieneigung von Maserngeimpften ist doppelt so hoch wie bei Leuten, welche die Masern durchgemacht hatten (Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma).
  • Es kann zu einer Thrombozytopenie (die Zahl der Blutplättchen sinkt (Blutungsgefahr))
  • Bei 3% der Geimpften treten Nervenstörungen (Gliederschmerzen und Lähmungen) auf.
  • Probleme des Zentralnervensystems nach einer Masernimpfung bewirken oft eine Charakterveränderung (z.B. Verhaltensprobleme wie bei POS/ ADS/ ADHS, Krankheitssyndrome welche in erschreckendem Masse zunehmen).
  • In den letzten Jahren wird mit der MMR-Impfung ein Zusammenhang mit dem Auftreten von Autismus beobachtet und diskutiert. Autismusfälle haben seit Mitte der achtziger Jahre dramatisch zugenommen, insbesondere sind Kinder im zweiten Lebensjahr betroffen. „Die wachsende Zahl von Autismusfällen ist bis zu dem Punkt gekommen, wo man sagen muss, was früher eine seltene Erkrankung war, ist heute schon beinahe eine Epidemie“, so Chairman Burton vom amerikanischen Repräsentantenhaus (Chairman Burton: Government Reform Committee to Hold Hearing on the Rise of Autism; What: Government Reform Committee hearing: „Autism: Present Challenges, Future Needs – Why the Increased Rates?“ Thursday, April 6, 1999 at 10:30 a.m.).

    In einer Studie vom August 2002 wurden 125 autistische Kinder (und 92 gesunde Kinder als Kontrollgruppe) untersucht. Bei 60% fand man ungewöhnlich hohe Antikörper-Titer gegen MMR, die spezifisch für die Impfung sind. Ausserdem hatten 90% der Antikörper-positiven Kinder auch positive MBP Autoantikörper (d.h. Antikörper, die sich gegen eigene Myelinscheiden (Schutzmantel der Nerven) richtet), was einen starken Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und dem zentralen Nervensystem nahelegt. Bei keinem der Kinder in der Kontrollgruppe fand man diese Antikörper bzw. Autoantikörper. Die Forscher folgern hieraus, dass eine inadäquate Antikörperreaktion auf die MMR-Impfung, vor allem die Masern Komponente, in Zusammenhang mit der Entstehung von Autismus stehen könnte.

    siehe Link: Impfschaden.de

  • Bei der Masernimpfung kann es bei 1:1’000’000 Impfungen zu einer Encephalitis (Hirnhautentzündung) kommen, wobei diese bei natürlichen Masern ca. 300mal häufiger auftritt. Encephalopathie, also die Impfencephalitis ist als Komplikation nach der Masernimpfung bekannt und wird auch juristisch als Impfschaden anerkannt. Die Forschergruppe Weibel, Caserta, Benor und Evans berichten von mehreren Kindern in ihrer Studie, die nach Masern-Impfung eine Encephalopathie und später einen bleibenden Hirnschaden erlitten (oder sogar starben).

    Eine Impfencephalitis tritt häufig ohne grosse Symptome auf (ausser dass die Kinder benommen sind, oder schrille Schreie ausstossen) und wird deshalb häufig auch nicht als Impfkomplikation gemeldet. Es dürften also weit mehr Fälle auftreten.Eine Encephalopathie kann beim Kind zu späteren Entwicklungsstörungen führen, die aber zum Zeitpunkt der Impfung noch unbemerkt bleiben können.

Nachweisbare Impfschäden in massiver Form kommen zum Glück nur bei einem kleinen Teil der geimpften Kinder vor, wobei aber zu bedenken ist, dass Langzeitschäden bisher kaum untersucht wur­den. Harmlos sind meistens die örtlichen Schwellungen, die bei zwei bis sechs Prozent der Kinder auftreten können, besonders nach mehrfacher Wiederholung der Impfung. Jedoch hat etwa ein Prozent über 39,5 Grad Fieber. Daneben wird eine Reihe möglicher Komplika­tio­nen beschrieben, zum Beispiel Beeinträchtigungen des Ner­vensystems. Gravierend ist die Zunahme an kindlichem Diabetes Typ I, aber auch andere Komplikationen wie Hirnblutungen kommen vor. Somit haben die Impfungen das gleiche Spektrum an Nebenwirkungen wie die Krank­heiten, gegen die sie wirken sollen. Da Impfschäden nur sehr selten erfasst werden, dürfte die Dunkelziffer sehr hoch sein. Er­fahrungsgemäß ist es schwierig, einen Gesundheitsschaden nach einer Impfung als impfbedingt anerkannt zu bekommen.

Bei N.I.E. Netzwerk Impfentscheid (Nachfolgeverein von AEGIS Schweiz, www.impfentscheid.ch können Sie das „Formular Beobachtungen und Reaktionen nach Impfungen“ und das Formular „Meldepflicht von aussergewöhnlichen Impfreaktionen“ herunterladen.

Weitere Informationen zum Thema Impfen finden Sie im Dossier Impfen.

Sie finden da viel Hintergrundwissen aber auch Buchempfehlungen, Zeitschriften, Links auf spannende Websites.