Thrombosen

Thrombosen


siehe auch: Krampfadern, Venenprobleme

Bei fortgeschrittenen Krampfadern reichen oft schon kleine Ursachen, z.B. ein Schlag gegen das Bein, längere Sitz- oder Liegeperioden, Infektion einer Verletzung, um eine Entzündung der Venen auslösen. Die Venenentzündung wird auch als kleine Schwester der Thrombose bezeichnet. Sie ist unangenehm aber harmlos. Sind die oberflächlichen Venen entzündet, so spricht man von einer Thrombophlebitis. Die meisten oberflächlichen Venenentzündungen entstehen auf der Basis von Krampfadern. Frauen sind bis zu viermal häufiger betroffen, als Männer. Bei der Thrombophlebitis kommt es zuerst zu einer örtlichen Entzündung der Venenwand und als Folge davon zur Bildung eines Thrombus (Blutgerinnsel) im Bereich der Entzündung. Die verstopften Venen sind als dicke, rote Venenstränge unter der Haut tastbar. Bei solchen oberflächlichen Thrombosen ist kein unmittelbarer Handlungsbedarf gegeben.

Entzündungen im Bereich der tiefen Beinvenen werden heute allgemein als tiefe Venenthrombose bezeichnet. Die Gefahr besteht darin, dass sich ein Blutgerinnsel in den tiefen Venen loslöst und mit dem Blutstrom Richtung Herz (Herzinfarkt), Lunge (Lungenembolie) gelangt. Werden hier wichtige Blutgefässe verstopft tritt der Tod ein.

Strangförmige Thrombophlebitis

Dabei können sich bis zu 30 Zentimeter lange Verhärtungen entlang der oberflächlichen Venenstränge bilden, die zum Teil auch miteinander verbunden sein können. Die strangförmige Thrombophlebitis kommt häufig im Bereich der vorderen Brustwand oder an Armen oder Beinen vor. Betroffen sind meisten Frauen im mittleren Lebensalter.

Infektiöse Thrombophlebitis

Infektiöse Thrombophlebitis: Dringen Bakterien, (z. B. aufgrund einer entzündliche Reaktion aus dem benachbarten Gewebe) in die Vene ein, so kann das zu einer infektiösen oder auch septischen Thrombophlebitis führen. In den meisten Fällen beruht sie auf einer Infektion mit Staphylokokken. Bei einer örtlichen Begrenzung der Infektion bildet sich häufig ein Abszess, auch ein Geschwür kann sich entwickeln. Eine Sonderform ist die Infusionsthrombophlebitis.

Ursachen

  • Bettlägerigkeit (z.B. nach Operation, Wochenbett).
  • Langes Sitzen (z.B. Flugreise).
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Venenentzündung
  • Rauchen
  • Antibaby-Pille (v.a. in Kombination mit Rauchen).
  • Schwangerschaft
  • Herz- und Nierenkrankheiten.

Symptome

Die Erkrankung beginnt mit einer plötzlich auftretenden Entzündung im Bereich einer oberflächlichen Vene.
Das Bein ist gerötet, warm, schwillt an, wird auf Druck schmerzhaft.

Erst nach der Entzündung entwickelt sich in der betroffenen Vene ein Blutgerinnsel (Thrombus). Der Verlauf der Vene ist dann verhärtet, rot-blau und schmerzhaft, die Überwärmung ist deutlich zu fühlen. Durch den Thrombus kann es zu einer Abflussbehinderung und einem örtlich umschriebenen Ödem kommen (durch Fingerdruck bleibt nach Loslassen eine weisse Stelle zurück). Eine Schwellung des betroffenen Beines ist meistens nicht feststellbar, weil das venöse Blut hauptsächlich durch die tiefen Venen abtransportiert wird.

Prophylaxe

Die Strategien für eine Thromboseprophylaxe richten sich nach Risikolage.

  • Blutverdünnung
  • Gewichtsreduktion
  • Gymnastik
  • Tragen von Kompressionsstrümpfen

Behandlung Schulmedizin


  • Blutverdünnung
  • Fester Verband/ Stützstrumpf (zumindest kniehoch). Dieser verhindert die Ausbildung von sogenannten inneren Krampfadern. Hierunter versteht man die Zerstörung der Venenklappen im tiefen System, die sehr oft als Folge einer Thrombose eintritt, so dass der regelrechte Bluttransport zum Herzen nicht mehr gewährleistet ist.
  • Entzündungshemmende Salben, Tabletten
  • Antikoagulantien (Gerinnungshemmer)
  • Streptokinase (Enzym/Protein welches zum Auflösen des Blutgerinnsel/Thrombus eingesetzt wird).

Tipps


  • Bewegung, viel Herumlaufen, auch wenn das Bein ein wenig schmerzt.
  • Kompression/ fester Verband (wird jedoch nicht von allen vertragen).
  • Arnikasalbe, Beinwellsalbe
  • Fussgymnastik
  • Regelmässig aufstehen, umhergehen; wenn möglich Füsse hochlagern.
  • Beinwellsalbe; Rosskastaniesalbe; Hamamelissalbe
  • Essigsaure Tonerde auflegen
  • Flugreise
    Zur Stärkung/ Vorbeugung: Mischung aus der Drogerie anfertigen lassen:
    • 30 ml Weissdorntinktur
    • je 20 ml Rosskastanientinktur- und Mäusedorntinktur
    • 20 ml Schafgarbentinktur 

1 Woche vor dem Abflug, bis 1 Woche danach, 3 x tgl. 20 Tr., während des Fluges stdl. 10 Tr. in Wasser verdünnt einnehmen

Behandlung Klassische Homöopathie


Die klassische Homöopathie bietet akut viele ausgezeichnete Heilmittel, welche innert Stunden wirken. Einerseits lösen sie Blutgerinnsel auf, andererseits wirken sie entzündungshemmend. Später erfolgt dann eine Konstitutionstherapie. Die Homöopathie ist eine spezifische Reiztherapie mit dem Ziel, die Selbstheilung zu stimulieren.
siehe auch: Krampfadern