Ritalin

Kritisches zu „Ritalin“ aus Sicht der Homöopathie

„Ritalin“ bewirkt, dass der Botenstoff Dopamin länger zwischen den Nervenzellen bleibt, so dass Wahrnehmungen und Empfindungen besser gefiltert werden können und somit die Aufmerksamkeit erhöht wird.

Es gibt Schlagzeilen wie „Psychopillen“, „Kokain für Kinder, statt Zeit zum Kuscheln“. Der Verdacht liegt nahe, dass nicht nur Kinder mit ADHS, sondern auch Kinder die schulisch unter- oder überfordert sind, Kinder, welche Schilddrüsenüberfunktionen haben, unter Bewegungsmangel leiden, in familiären schwierigen Situationen leben, unter Ängsten leiden, „Ritalin“ verordnet wird. Dieses Vorgehen stellt die Frage nach einer umfangreichen ADHS-Diagnostik. Zuständig für Diagnose und Therapie ist in der Regel der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Kinderärzte mit Zusatzausbildung im Bereich ADS/ADHS.

Auch wenn Psychostimulanzien auf den ersten Blick zu wirken scheinen und manche Kinder in „handzahme“ Menschen verwandelt werden, ist der Erfolg kurzfristig und zweifelhaft. Studien in Amerika zeigen nach fünfjähriger Behandlung mit „Ritalin“ keinen signifikanten Unterschied zu nicht behandelten hyperaktiven Kindern. Mit „Ritalin“ behandelte Kinder litten oft unter Nebenwirkung dieses Mittels. Ausführliche Falldokumentation wurden in der USA veröffentlicht.  

Kurzfristige Nebenwirkungen „Ritalin“ (Beipackzettel)

  • Appetitverlust, Tics, Sehstörungen, Schlafstörungen, Bauchschmerzen, Herzrasen, erhöhter Blutdruck.

Offizielle Verschreibungsinformation für Ärzte:
„Nervosität und Schlaflosigkeit sind die häufigsten negativen Reaktionen, doch sie lassen sich gewöhnlich in Schranken halten, wenn die Dosis verringert und das Medikament nachmittags und abends nicht mehr eingenommen wird. Zu anderen Reaktionen gehören Überempfindlichkeit, einschliesslich Hautausschlägen, Nesselsucht, Fieber, Gelenkschmerzen, Schälrötelsucht, Erythema exsudativum multiforme mit Zerstörung der Blutgefässe und Purpura thombozytopenica (schwere Blutgerinnungsstörung), Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindelgefühle, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Dyskinesie (Hemmung der willkürlichen Muskelbewegung), Schläfrigkeit, Blutdruck- und Pulsveränderungen sowohl nach oben als auch nach unten, Tachykardie, Angina pectoris, Pulsarrhythmie, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust bei Dauerbehandlung. Bei einigen wenigen Patienten trat das Tourette-Syndrom auf. Eine Psychose wurde bei einigen Patienten festgestellt.“ 

Die Liste ist länger, manche dieser Beschwerden sollen angeblich nach 3 – 4 Wochen abklingen. Besorgte Stimmen formulieren, dass es schwerwiegende Spätschäden bis hin zur Schüttellähmung (Parkinson) verursachen kann.  

Missbrauch, Abhängigkeit

  • Ab etwa 200mg wirkt Methyhlphenidat laut Novartis euphorisierend und kann abhängig machen.
  • Bei Kindern unter sechs Jahren ist Ritalin kontraindiziert.
  • Bei älteren Kindern ist eine Tagesdosis bis 60 mg zugelassen.
  • Höhere Dosierungen werden als Hochdosistherapie eingestuft. Tierversuche haben ergeben, dass ein Sucht-Gen aktiviert wurde.

Langzeitstudien über die Auswirkungen sind dringend notwendig. Ausgehend, dass es zunehmend „Killerkids“ gibt, die ihre Taten überwiegend unter Drogeneinfluss begehen, müsste auch folgenden Fragen nachgegangen werden: Fördern Ritalin und andere amphetaminhaltige Präparate die Entstehung von Kriminalität? Sind hyperaktive Kinder aggressiver und/ oder häufiger kriminell als die übrigen Kinder und wenn ja, in welchen Deliktsbereichen? Wie ist der Einsatz von Ritalin als Heroinersatzdroge zu bewerten?

Berücksichtigt man, dass ca. 20 – 30% der Kinder und Erwachsenen mit ADHS gar nicht auf „Ritalin“ ansprechen und somit eine Alternative benötigen, ist es umso notwendiger, die bestehenden Fragen zu klären.

 

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