Ursachen ADHS

Ursachen des ADHS

ADHS gilt als Stoffwechselkrankheit. ADHS ist aber auch eine genetisch bedingte, neurobiologische Störung. Betroffen sind die Stammganglien und das Frontalhirn (Gehirnabschnitte, die für die Aufmerksamkeit, Ausführung und Planung, sowie für die Konzentration und Wahrnehmung verantwortlich sind). Es wird angenommen, dass die für die Informationsweiterleitung zuständigen Neurotransmitter Dopamin (Antrieb und Motivation) und Noradrenalin (Aufmerksamkeit) vermindert wirken oder unzureichend vorhanden sind.

Im Praxisalltag von Homöopathen werden auch Impfungen in Verbindung mit ADHS gebracht. Eine häufige Nebenwirkung bei Impfungen ist das schrille Schreien (Cri encéphalique) von Säuglingen. Der Cri encéphalique wird beim 6-Fach Impfstoff mit bis zu 10% angegeben. Das Schreien kann nur einmal auftreten (wird deshalb nicht bemerkt), aber auch Stunden oder Tage anhalten. Ursache ist eine Hirndrucksteigerung, bedingt durch die fehlende Blut-Hirnschranke bei Säuglingen.  Diese Hirndrucksteigerung kann eine diffuse Schädigung des Gehirns verursachen, welche zum Zeitpunkt der Entstehung nicht diagnostiziert werden kann. Sie zeigt sich erst Monate oder Jahre später u.a. als Wesensveränderungen, Sprachentwicklungsverzögerung oder Hyperaktivität. Da zwischen Entstehen des Hirnschadens und Auftreten der ersten Symptome eine relativ lange Zeit vergeht, wird ein kausaler Zusammenhang leider selten in Betracht gezogen. Der Zusammenhang zwischen diffuser Hirnschädigung und ADS ist nicht neu. Früher bezeichnete man ADS auch mit MCD (Minimal cerebral dysfunction). Das heisst, Kinder mit einer Encepahlitis (Gehirnentzündung) weisen eine Hyperaktivität auf. Man ging deshalb davon aus, dass die Encephalitis einen minimalen Gehirnschaden verursacht hatte (der sich später als Hyperaktivität zeigte).

Siehe auch Dossier Impfen: Nebenwirkungen, Impfschäden  

Faktoren die ADHS mitverursachen oder als Risikofaktoren die Entwicklung fördern:  

  • Vererbung (ADHS hat eine starke familiäre Häufung, die Vererbbarkeit wird bis zu 70 % geschätzt)
  • Ein Ungleichgewicht verschiedener Nervenbotenstoffe im Gehirn (Dopaminarmut durch erhöhte Dichte von Rezeptoren)
  • Komplikationen vor und bei der Geburt (Traumata, Medikamente, Sauerstoffmangel, Alkohol- und Tabakkonsum der Mutter, schwere traumatische Einflüsse auf das Gehirn während der Schwangerschaft)
  • Wehen fördernde, Wehen hemmende Medikamente
  • Zu häufiger Ultraschall während der Schwangerschaft
  • Frühgeburt
  • Gestörtes Mutter-Kind-Verhältnis (das sensorische Empfinden ist bei ADHS von Anfang an gestört, das Kind schreit, lehnt Körperkontakt ab, die emotionale Bindung zum Kind wird dadurch massiv gestört). Später kommen die negativen Reaktionen der Umwelt dazu, dies belastet die Mütter zusätzlich.
  • Partnerkonflikte führen zu einer Veränderung der elterlichen Wahrnehmung und Verhalten gegenüber dem Kind. Inkonsequenz, Mangel an Wärme, Übermass an Kritik, exzessives Strafmass, mangelndes Interesse, können oppositionelles Verhalten und eine Störung des Sozialverhaltens begünstigen.
  • Ungelöste seelische Konflikte im Familiensystem
  • Schuleintritt (die Frustrationsspirale hat Auswirkungen auf die ganze Familie)
  • Medikamente (z.B. zu häufige Antibiotikagaben)
  • Umweltbedingte Belastungen (Elektrosmog, Schwermetallbelastung, Farbstoffe)
  • Überempfindlichkeit auf Nahrungsmittel (z.B. Zucker, Schokolade, Cola/Pepsi, Kuhmilchprodukte, Weizen, Nahrungsmittelzusätze (besonders Glutamat, Phospat, Farbstoffe), Zitrusfrüchte, Eier
  • Allergische Reaktionen
  • Impfungen
  • Einschränkung des Lebensraumes, z.B. nicht genügend Platz zum Spielen und Herumtoben in frischer Luft
  • Reizüberladung: Zu viel Fernsehen und Computer (die Fantasie wird nicht mehr genutzt)
  • Störfelder, z.B. Zahnherde, Wasseradern

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