Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Candida albicans
Candida albicans
siehe
auch: Pilze (in Bearbeitung), Soor,
Mundschleimhautentzündung, Windelausschlag, Amalgam-Belastung,
Scheidenpilz (in Bearbeitung)
Candida albicans ist der Verursacher von Soor (Candida-Mykose)
siehe
Soor
Candida albicans ist ein Hefepilz der beim Menschen
auf Haut und Schleimhäuten vorkommt, er wird
vom Immunsystem und von der Darmflora (Bakterien) in Schach gehalten.
Ein Candida albicans verursacht in der Regel kaum Beschwerden. Gerät
das empfindliche Gleichgewicht im Darm oder auf der Haut im Rahmen
von Grunderkrankungen oder immunsuppressive Therapien durcheinander,
breitet sich der Pilz jedoch ungehemmt aus. Frauen scheinen häufiger
von einer Candida-Mykose betroffen zu sein als Männer. Grund dafür
sind die hormonellen Einflüsse (v.a. das Hormon Progesteron) im
Monatszyklus.
Die Betroffenen haben oft eine lange Leidensgeschichte hinter sich,
weil unterschiedliche Beschwerden nicht in einem ganzheitlichen Zusammenhang
gesehen werden und deren Ursache nicht richtig erkannt wird. Candida
albicans kann sehr viele Symptome auslösen,
die allerdings alle nicht eindeutig auf die Pilzinfektion hinweisen, da
die gleichen Symptome auch andere Ursachen haben können. Meist
zeigen sich die ersten Symptome da, wo sich die Erstinfektion entwickelt
(Mund, Bauch, Scheide, usw.).
Ursachen
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Arzneimittel (Anti-Baby-Pille, Antibiotika, Antibiotika-Rückstände
in Fleisch, Cortison, Zytostatika, usw.)
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Schwermetalle wie Blei, Aluminium Quecksilber, Cadmium (Amalgam)
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Zu häufiges Waschen (Scheidenbereich), synthetische Kleidung
(sie fördern ein feucht-warmes Klima), Intimpflegeprodukte
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Alkohol, Zigaretten
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Kohlenhydrat- oder zuckerreiche Ernährung
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Allergien
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Diabetes mellitus
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HIV/AIDS
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Verbrennungen
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Schwangerschaft
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Kummer, Stress
Symptome
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Mundsoor (weissliche Mund-, und Zungenbeläge, welche sich
leicht abwischen lassen)
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Halsentzündungen; Schluckbeschwerden
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Verstopfte Nase; chronische Nebenhöhlenentzündungen
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Heuschnupfen; Asthma
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Säuglinge: Mund-Soor; Windelausschlag (Soor); Blähungskoliken
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Scheidenpilz (säuerlicher Ausfluss, Juckreiz, Wundheitsgefühl)
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Menstruationsbeschwerden; Unterleibsschmerzen
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Infektanfälligkeit ( z.B. chronische Infekte der Blase; Nebenhöhlenentzündungen;
Husten; Ohrenschmerzen; usw.)
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Prostataentzündung
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Verdauungsstörungen mit Blähungen; Übelkeit; Völlegefühl;
Durchfall; Verstopfung
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Migräne
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Hautpilz; Jucken, Brennen am After
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Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgien)
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Heisshungerattacken, ausgeprägtes Verlangen nach Zucker,
Süssigkeiten,
hefehaltigen Produkten (wie Brot, Kuchen), Käse, Alkohol.
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Allergien, besonders auf Nahrungsmittel, Schimmelpilze (durch
die angegriffenen Darmschleimhaut wird das Immunsystem stärker
belastet); Heuschnupfen; Unverträglichkeit von Alkohol; Hautallergien
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Lustlosigkeit; Reizbarkeit; Stimmungsschwankungen; Gedächtnisstörungen;
Konzentrationsschwäche; Wahrnehmungsstörungen; Hyperaktivität
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Erschöpfung; chronische Müdigkeit
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Schlafstörungen
Alle diese Beschwerden haben eine Tendenz, sich an feuchten
Tagen oder in feuchter Umgebung zu verschlimmern.
Schulmedizinische Behandlung
- Antimykotika (Antipilzmittel). Je nach Produkt können Nebenwirkungen
eintreten (Nieren, Leber).
Tipps aus der Naturheilkunde
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Zucker- und Kohlenhydratkonsum einschränken
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Unterwäsche und Handtücher im den Kochwaschgang
waschen
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Lokale Anwendungen mit Naturjoghurt
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Lactobacillus acidophilus (können
als Kapseln, Tabletten, Pulver eingenommen werden), sie sind auch
im Joghurt enthalten.
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Olivenöl, 3 x 2 Teelöffel pro
Tag helfen dabei, die Darmschleimhaut vor Pilzbefall zu schützen.
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Biotin (Vitamin H genannt) hilft dabei,
die Ausbreitung von Pilzen, also auch von Candida zu verhindern.
Man findet dieses Vitamin in Fleisch, Milchprodukten und vollwertigen
Getreideerzeugnissen.
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Knoblauch
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Waschungen mit Essigwasser und Heilerde-Packungen. Die
Heilerde kann über Nacht auf den betroffenen Stellen bleiben.
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Calendula-Salbe (aber nicht Calendula-Babysalbe
von Weleda, sie enthält leider Zink) wirkt desinfizierend
und wundheilend.
Klassische Homöopathie
Ein Pilz, ob innerlich oder äusserlich,
wird in der Homöopathie als Symptom einer inneren
Krankheit betrachtet (Immunschwäche). Damit sich Candida
albicans ausbreiten kann, braucht es eine Bereitschaft einen
Pilz zu entwickeln, ohne Boden kein Wachstum. In homöopathischen
Praxen wird leider beobachtet, dass nach Impfungen, unterdrückenden
Behandlungen (z.B. Antibiotika, Cortison), sich Pilze als höchst
behandlungsresistent zeigen. Mittelohrentzündungen, Nebenhöhlenentzündungen,
Ausfluss/Fluor, Verdauungsstörungen (Durchfall, Blähungen),
Gelenkschmerzen haben als Ursache oft einen Befall mit Hefepilzen.
Allergiker haben besonders häufig einen Candida-Befall im Darm.
Die seelische Verfassung und äussere Einflüsse spielen dabei
ebenfalls eine grosse Rolle.
Hautpilz, Scheidenpilz, Darmpilz und Co. werden in der Schulmedizin
immer noch als Lokalübel behandelt. Aus Sicht der klassischen
Homöopathie richtet man mit unterdrückenden Behandlungen Schaden
an. Das Gleichgewicht der Lebenskraft geht dadurch verloren und chronische
Krankheiten werden dadurch richtiggehend unterhalten. Es kommt
zu gefährlichen Miasmenkombinationen wie wir Homöopathen
sagen. Je nach Ort der Erkrankung (innen oder aussen), Stärke
der Erkrankungen (lokal an einer Hautstelle oder systemisch, d.h. innere
Organe sind bereits betroffen) sind Pilzerkrankungen daher
sehr wichtige Wegweiser für die Behandlung. Pilze vermögen
die Lebenskraft über eine Hautreaktion gewissermassen zu entlasten. So
beobachte ich im Praxisalltag, dass bei Allergikern auf einmal ein
Hautpilz auftauchte, wenn der Heuschnupfen mit unterdrückenden
Medikamenten behandelt wurde (Cortison). Wenn der Hautpilz wiederum
mit einer Salbe therapiert wurde, hat sich der Heuschnupfen wieder
verschlimmert, es kamen gar asthmatische Symptome hinzu (es kam zum
Etagenwechsel).
Ich mache meine Patienten daher während der homöopathischen
Konstitutionsbehandlung darauf aufmerksam, dass beim Auftreten eines
Hautsymptoms, oder beim Auftreten von Scheidenpilz, usw. diese Beschwerden
keinesfalls unterdrückend mit irgendwelchen Arzneien (auch kein
Teebaumöl) behandelt werden dürfen. Zwar lässt sich
der Pilz mit schulmedizinischen Medikamenten auch relativ einfach behandeln,
eine Ausscheidungsfunktion oder besser gesagt, eine Heilreaktion der
Lebenskraft darf nie gestört werden.
Bei einer homöopathischen Akutbehandlung tritt
in sehr kurzer Zeit (innert Stunden bis 1-2 Tagen) eine deutliche Besserung
ein (Juckreiz, der Entzündungszeichen). Danach muss dann aber
eine homöopathische Konstitutionsbehandlung erfolgen. Ziel
der Behandlung ist es, dem Pilz den Boden zu entziehen. Je nach Dauer
der Beschwerden (und wie viele unterdrückende Behandlungen im
Leben des Betroffenen schon stattgefunden haben), erfolgt unter Umständen
eine miasmatische Behandlung. Dies erfordert bestimmte Arzneimittelfolgen.

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