Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Folliculitis
Folliculitis (Haarbalgentzündung)
siehe
auch: Abszesse und Furunkel
Die menschliche Haut ist von unzähligen gutartigen Bakterien
besiedelt. Der natürliche Hautschutz und das Immunsystem sorgen
dafür, dass Bakterien nicht in den Körper eindringen können.
Wenn Bakterien entlang des Haarfollikels in tiefere Hautschichten einwandern,
kommt es zu einer Entzündung der Talgdrüse. Es entstehen gelbe
Pusteln. Schlechte hygienische Verhältnisse, eine verminderte
Immunabwehr, hormonelle Veränderungen (z.B. in der Pubertät),
fördern die Besiedlung der Haut mit Bakterien.
Eine Folliculitis ist eine harmlose Erkrankung, sie kann aber zur Abszessen
oder Furunkel führen.
Ursachen
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Eiterbakterien (Staphylocokkus aureus), Hefepilze (Candida albicans),
Haarbalgmilben (Demodex)
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Rasieren, Epilieren
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Nachwachsende Haare wachsen schlecht nach, d.h. sie kommen nicht
durch die Haut, wachsen unter der Haut weiter. Man spricht auch
von eingewachsenen (Bart-) Haaren.
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Kratzen; oberflächliche Wunden
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Schwitzen, enge Kleidung (die Luftzufuhr wird eingeschränkt,
Bakterien- und Pilzwachstum wird durch Wärme und Feuchtigkeit
gefördert).
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Akne
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Immunschwächende Krankheiten wie Diabetes, HIV, dialysepflichtiges
Nierenversagen
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Cortison, Antibiotika
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Mangelnde Hygiene
Symptome
Eine Haarbalgentzündung ist wenig schmerzhaft,
sie kann aber mehr oder weniger stark jucken. Vordergründig
ist für den Betroffenen meist das kosmetische Problem. Männer
erkranken häufiger als Frauen. Betroffen ist v.a die Bartregion,
Hals, Kopf, Oberkörper, Gesäss, Bikinizone. In vielen Fällen
verläuft die Krankheit chronisch.
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Gerötete Papeln (Hauterhebungen), Eiterpusteln mit einem
Haar in der Mitte.
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Die oberflächlichen Entzündungen heilen meist ohne Narbenbildung
ab. Breitet sich die Entzündung aus, können Abszesse und
Furunkel entstehen welche Narben hinterlassen können.
Tipps
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Regelmässiges Händewaschen mit Seife
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Regelmässiges Peeling verhindert das tiefe Einwachsen der
Haare
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Die Papeln nicht drücken, quetschen
Schulmedizinische Behandlung
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Antiseptische Seife (z.B. Betadine), desinfizierende Lösung,
um eine Bakterieninfektion zu vermeiden
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Lokal werden antibiotische Salben angewendet (Vorsicht bei Langzeitanwendung)
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Bei generalisierter Folliculitis Antibiotika-Tabletten
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Aknemittel, welche eine schälende und antibakterielle Wirkung
haben
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Rotlicht oder UV-Licht
Tipps aus der Naturheilkunde
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Fangopackungen, Quarkwickel
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Desinfektion und Wundheilung: Waschung mit Calendula-Lösung
(1 TL Tinktur in ein Glas abgekochtes Wasser/ oder 10 Tr. Calendula-
Tinktur auf 1 EL Wasser).
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Teebaumöl (nicht bei homöopathischer Therapie anwenden)
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Zur Reifung eines Abszesses heisse Kompressen (z.B. Leinsamen,
Heublumen)
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Heilerde-Auflagen vermindern den Juckreiz
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Aloe Vera-Gel
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Calendula-Salbe, Echinacea-Salbe (muss ausprobiert werden, fette
Salben können den Hautzustand zusätzlich verschlimmern)
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Johanniskrautöl-Kompressen
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Sonnenhut (Echinacea)- Kur
siehe
auch: Abszesse
und Furunkel
Klassische Homöopathie
Zu bakteriellen Hauterkrankungen kommt es, wenn die Abwehrkraft der
Haut und die Hautbarriere beeinträchtigt sind. Ob Haarbalgentzündung,
Abszesse, Furunkel - hier bietet die Homöopathie einen guten Behandlungsansatz.
Zwar kann eine hochgradige akute Entzündung (Abszess, Furunkel)
mit einem Akutmittel behandelt werden, danach erfolgt eine
Konstitutionstherapie. Das bedeutet, dass eine ausführliche
Anamnese gemacht werden muss. Dabei werden die individuellen
Symptome, die charakteristischen körperlichen, emotionalen und
geistigen Merkmale erfragt. Die Heilung muss grundsätzlich von
innen heraus erfolgen.

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