Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
|
|
Hitzschlag
Hitzschlag
siehe
auch: Sonnenstich
Die Hitzeerschöpfung entsteht durch Überwärmung und
Wasserverlust des Körpers. Ein Hitzschlag kann sich langsam
bei körperlicher Anstrengung, aber auch innerhalb von Minuten entwickeln.
Kinder und ältere Menschen sind dabei eine besonders gefährdet.
Das Durstgefühl ist bei älteren Menschen oft vermindert, so dass
sie häufig zu wenig trinken. Auch übergewichtige Menschen erleiden
leichter einen Hitzschlag, da Fettgewebe die Ableitung von Wärme aus
dem Körper behindert.
Beim lebensgefährlichen Hitzschlag steigt die Körpertemperatur auf über
40 °C an. Die akute Überhitzung des Körpers führt zu
einer Hirnschwellung. Ohne sofortige Abkühlung und Flüssigkeitszufuhr
kann der Zustand lebensbedrohlich werden. Es kann im schlimmsten Falle zu einer
Hirnschädigung kommen.
Ursachen
-
Hitze, Sonneneinstrahlung, besonders wenn der Kopf nicht geschützt
ist
-
Körperliche Überanstrengung bei feuchter Hitze oder der Aufenthalt
in überhitzten, geschlossenen Räumen
-
Flüssigkeitsverlust, durch starkes Schwitzen
-
Durchfall, Erbrechen im Sommer
-
Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
-
Zu warme Kleidung (z.B. bei Kleinkindern, Säuglingen)
-
Überhitzter, geschlossener Raum (z.B. Auto)
-
Antihistaminika können einen Wärmestau mit Hitzschlag erhöhen
Symptome
Man erkennt den Hitzschlag am hochroten Kopf, heisser, trockener Haut.
Der Betroffene kann durch die Gehirnschwellung Krämpfe bekommen, bewusstlos
werden.
-
Glühender Kopf, hochroter Kopf. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen
-
Rote, trockene, heisse Haut (wegen Wassermangel kann
er nicht geschwitzt werden). Die Haut kann auch etwas kühl sein, solange
noch etwas Schwitzen möglich ist.
-
Temperaturerhöhung bis zu 40 °C
-
Übelkeit
-
Schwindel
-
Taumelnder Gang
-
Leichte Verwirrung, irrationales Verhalten, Benommenheit, Müdigkeit,
Schlafbedürfnis
-
Ohnmacht
-
Schneller, weicher Puls. Niedriger Blutdruck (unter 110/70 mmHg)
Der Zustand kann sich bis zum Schockzustand entwickeln
-
Krampfanfälle, Blutungsneigung mit Entwicklung von Blutergüssen,
Bluterbrechen, blutiger und sehr dunkler Urin, Durchfall, Erbrechen und Atemnot.
Die rektale Temperatur kann bis über 41°C ansteigen.
Tipps
-
Patient so schnell wie möglich an eine kühle Stelle im Schatten
bringen, die Körpertemperatur muss so schnell wie möglich
gesenkt werden. Beengende Kleidungsstücke lockern.Je nach Heftigkeit
der Symptome/Zustand: Kaltes nasses Tuch auf Kopf und Nacken legen. Kaltes
Wasser über Haut giessen oder Körper in ein kaltes,
nasses Tuch wickeln (dies kann auch gut bei Hunden angewendet werden). Zittern
wegen der Abkühlung ist normal und in Ordnung. Die Körpertemperatur
sollte alle zehn Minuten gemessen werden, denn die Körpertemperatur soll
nicht unter 37C sinken. Weniger kühlen, wenn die Temperatur unter 38°C
fällt.
-
Frische Luft zufächern
-
Flache Lagerung, Kopf etwas erhöht
-
Bei drohendem Kollaps: Füsse
hochlagern
-
Bei Bewusstsein sollte der Flüssigkeitsverlust mit kühlen
(nicht eiskalte) Getränken ausgeglichen werden, langsam nippen
lassen (kein Koffein, kein Alkohol).
Bei Benommenheit, Bewusstlosigkeit Notarzt alarmieren. Die
betroffene Person in eine stabile Seitenlage legen. Die Atemwege müssen
frei sein. Durch Schwellung des Gehirns besteht Lebensgefahr.
Legen Sie nach einem Hitzschlag einen Ruhetag ein.
Elektrolythaushalt auszugleichen
Iso-Drink
Zur Not kann man auch folgende Mischung machen: 1 TL Salz auf einen halben
Liter Wasser mischen, davon schluckweise trinken.
Oder: 16 TL Zucker, 1 TL
Salz mischen. Oder: ½ TL Backpulver
und ½ TL Salz, 1 l Wasser mischen.
Vorbeugung
-
Meiden von direkter Sonneneinstrahlung, meiden Sie die Mittagssonne.
-
Während der grössten Tageshitze ungewohnte körperliche
Anstrengung vermeiden.
-
Genügend trinken (durch Schwitzen verliert man Flüssigkeit und
Elektrolyte).
-
Kinder haben gemessen zum Körper einen grossen Kopf, sie sollten
eine Kopfbedeckung tragen (auf Luftzirkulation achten).
-
Luftige Kleidung tragen.
Tipps aus der Naturheilkunde
- Notfalltropfen Bachblüten
Klassische Homöopathie
Die Meinung, dass Homöopathie nur etwas für chronische Krankheiten
ist, ist auch heute noch weit verbreitet. Bei akuten Krankheiten sei deren
Wirkung halt zu langsam, so wird argumentiert. Dies widerspricht völlig
dem homöopathischen Praxisalltag. Gerade im Akuten zeigen homöopathische
Arzneimittel ein grosses Potential! Durch die wenigen Symptome ist die Arzneibestimmung
sogar einfacher, als bei einer Konstitutionsbehandlung. Ein Homöopath
behandelt deshalb durchaus auch Verletzungsfolgen wie Hitzschlag.
Homöopathische Arzneimittel wirken richtig angewandt innert
Minuten. Dazu benötigt man aber klare Symptome und Modalitäten.
Bei jedem Menschen sind diese verschieden. Beim einen sind es die heftige Kopfschmerzen,
beim anderen Schwäche, Schwindel, Fieber oder Übelkeit. Es muss deshalb
entsprechend individualisiert werden um das richtige Mittel zu finden. In einer
kleinen Taschenapotheke sind alle in Frage kommenden Medikamente enthalten.
Wenn Sie selber mit der Wahl Mühe haben, als Homöopathin helfe ich
Ihnen gerne weiter.
|
|