Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Jucken - Haut
Jucken - Haut (Pruritus)
Siehe auch:
In der Haut sitzen Rezeptoren welche Kälte, Wärme, Druck oder Schmerz
registrieren. Über Nervenbahnen werden diese Eindrücke ans Gehirn übermittelt.
Juckreiz (Pruritus) ist ein an der Haut auftretende Missempfindung welche
zum Kratzen, Scheuern oder Drücken zwingt.
Juckreiz entsteht häufig durch Allergien oder durch Ablagerungen von
Stoffwechselprodukten und Giftstoffen in der Haut. Manchmal ist an der Haut
nichts zu sehen und trotzdem besteht der Juckreiz. Das kann ein frühes
Warnsignal sein für eine Vielzahl von inneren Erkrankungen (Diabetes,
Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen, Eisenmangel, Schilddrüsenüberfunktion,
usw.). Histamine, Medikamente, Nahrungsmittel, Allergene, Pflanzen- oder Insektengifte
verursachen heftiges Jucken. Schwangere können ebenfalls unter Juckreiz
leiden (Hormonumstellung, Hautdehnung). Auch bei psychischen Leiden wie Depressionen
kann sich ein Juckreiz bemerkbar machen.
Der Juckreiz kann die Betroffenen
sehr stark beeinträchtigen. Im Gegensatz
zu einem akuten Juckreiz, sollte lang anhaltender, chronischer Juckreiz als
Warnsymptom betrachtet werden. Es sollten unbedingt Abklärungen getroffen
werden.
Ursachen Juckreiz ist ein Symptom bei verschiedenen Hautkrankheiten,
kommt ist aber
auch bei anderen systemischen Krankheiten vor.
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Allergien (Ekzem, Nesselsucht, Neurodermitis, Lebensmittelallergien, usw.).
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Histamin
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Medikamente (Aspirin, Codein, Magensäureblocker, Penicillin, Antibiotika,
Impfungen.
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Diabetes
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Pilzkrankheiten
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Leberkrankheiten
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Windpocken, Masern, Scharlach, Röteln.
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Psoriasis
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Calciummangel, Eisenmangel, Vitaminmangel.
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Übermässige Hygiene
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Würmer, Läuse, Flöhe, Krätzemilben.
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Stress
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Emotionen
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Alter (trockene Haut).
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Durchblutungsstörungen (z.B. Unterschenkel).
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Hämorrhoiden, Analfisteln.
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Nierenversagen (Urämie)
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Schilddrüsenprobleme
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Schwangerschaft
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Leukämie
Symptome
Behandlung Schulmedizin
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Trockene Haut: Fettende Salben, Cremes und Lotionen,
medizinische Ölbäder,
Harnstoffhaltige Salben und Cremes .
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Juckreizattacken: Salben oder Sprays
mit betäubenden Wirkstoffen, die sofort bei Auftreten angewandt werden
sollten. Lokale Antihistaminika, Cortison, Teere, Schwefelbäder, Salicylsäure
(nicht für Kleinkinder), UV-Bestrahlungen.
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Insektenstiche: Antihistaminika (z.B. Fenistil).
Tipps
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Behandlung der Grunderkrankung.
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Allergene, Toxine und Substanzen (Wasser, Seife, Sonne) welche die die
Haut austrocknen, müssen gemieden werden. Parfümzusätze und
Konservierungsmittelzusätze meiden.
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Nicht mit den Fingernägeln kratzen, besser mit den Fingerkuppen (Infektionsgefahr).
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Reizarme Kost (scharfe Gewürze, Kochsalz)
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Alkohol, Kaffee und Schweinefleisch (stark histaminhaltig) meiden.
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UV-A-, UV-B-Bestrahlung
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Allgemein umstimmende Massnahmen: Schwitzen, Kneippen.
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Psychotherapie
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Duschen: Sebamed, Eubos
Tipps aus der Naturheilkunde
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Kühlende Umschläge mit Quark.
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Abwaschen mit Essigwasser (Apfelessig) oder Vollbad mit Essig hilft der
Haut die Poren zu öffnen damit Stoffwechselprodukte und Giftstoffe
besser ausgeschieden werden können.
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Vor jeder Mahlzeit Apfelessig mit Wasser verdünnt trinken, bis der
Ausschlag abgeklungen ist.
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Trockene, juckend Haut: Ölbad; Weizenkleie; Molke
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Nässende Ekzeme: Eichenrinde, Heilerde-, Quark- und Lehmpackungen,
dann Kleie- oder Molkebäder Eichenrinde, Zinnkraut, Veilchen, Walnussblätter
Kamille (nicht während homöopathischer Behandlung)
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Blutreinigungs-Tee:
z.B. Veilchen (Viola tricolor); Brennnessel; Löwenzahn;
Birke; Schachtelhalm; Schafgarbe, usw.
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Je nach Grunderkrankung werden verschiedene
Pflanzen verwendet, bzw. zu einer Mischung zusammengesetzt (Ihr Drogist
berät
Sie hier gerne).
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Abführende oder schweisstreibende Massnahmen.
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Kneippen
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Rohdiäten, Fasten, Schrothkuren, F. X. Mayr-Kuren.
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Und jeden Tag 1
Esslöffel Olivenöl und 1 Esslöffel Leinsamenöl
(Leinöl) schlucken.
Klassische Homöopathie
Unsere Haut ist von ihrer Ausdehnung her betrachtet unser grösstes Sinnesorgan,
wobei ihr feiner Schmerz-, Tast- und Temperatursinn die wichtigsten Anteile
zum Erleben und Erfühlen unserer Umwelt darstellen. Wenn etwas „unter
die Haut geht“, dann ist diese Individualität bedroht. Auf der Haut
projizieren sich auch alle inneren Organe mit ihren Funktionen. Es gibt Reflexionsflächen,
die Rückschlüssen hinsichtlich der inneren Abläufe geben können
(Head‘sche Zonen, Reflexzonen).
Die Haut steht in enger Beziehung zum gesamten Stoffwechsel (über
Blut, Lymphe und lokaler Zellstoffwechsel gelangen alle Stoffe in die verschiedenen
Hautzonen). Die Haut wird in diesem Zusammenhang gern als "Dritte Niere" bezeichnet,
sie entledigt sich über den Schweiss von Stoffwechselprodukten. Die Haut
repräsentiert das Stoffwechselgeschehen von Darm, Leber, Galle und Lungen. Daher
können wir bei bestimmten Hautsymptomen leicht Rückschlüsse auf
entsprechende Organ- und Stoffwechselstörungen ziehen und durch eine innere
Behandlung den äusseren Hautsymptomen begegnen.
Eine Schwächung des Dünndarmes ist meist die erste Vorraussetzung
für Stoffwechselstörungen und damit auch für Hauterkrankungen.
Bei einem gestörten und geschädigten Darmmilieu, und entsprechender
Immunschwäche, kommt es zu Unverträglichkeitsreaktionen auf Muttermilch,
Nahrungsmittel, usw. Gründe für das gestörte Darmmilieu können Antibiotika,
Fehlernährung, Pilze, Viren, Bakterien, Parasiten, Autoimmunerkrankungen
sein. Impfungen (Schwermetalle und Allergisierung) können „das
Fass zum Überlaufen bringen“.
Es ist wichtig zu wissen, dass Hautsymptome eine Ventilfunktion erfüllen,
indem sie Abbauprodukte, Giftstoffe weit weg von ausscheidet. Aus homöopathischer
Sicht sollten Ekzeme deshalb nie mit lokalen Anwendungen behandelt
werden (Zink, Kortison, Antibiotika, usw.).
Wenn ein Patient mit Hautjucken in die Praxis kommt, steht man als Behandler
immer etwas unter Druck. Der Betroffene möchte das Jucken aus verständlichen
Gründen möglichst schnell loswerden. Meist hat er eine lange Leidensgeschichte
hinter sich. Die Anamnese ist oft nicht so einfach, weil Patient fast nur noch
auf die Juckerei guckt und viele andere Dinge überhaupt nicht mehr beachtet.
Meist fanden vorgängig schon viele Behandlungen statt. Im Laufe der homöopathischen
Behandlung verschwindet dann das Jucken nach und nach.
Bei der homöopathischen
Arzneimittelwahl werden immer die individuellen
Symptome, die charakteristischen körperlichen, emotionalen
und geistigen Merkmale erfragt und auch die Vererbungsfaktoren miteinbezogen.
Das bedeutet, dass eine sehr ausführliche Anamnese gemacht werden muss
und nie nur lokal behandelt wird. Die Heilung muss grundsätzlich
von innen erfolgen, insbesondere dann, wenn Hautausschläge
zu nässen beginnen. Schmiert man hier fettende Salben darauf, werden
die Poren verschlossen, dadurch „treibt man die Erkrankung nur noch
weiter nach innen“.
Bei der homöopathischen Behandlung müssen je nach Krankheitsverlauf
evtl. erst andere Organe gesunden (Leber, Darm, Lungen, usw.). Leider spielen
heutzutage bei der Behandlung von Hautkrankheiten sehr oft auch Umwelteinflüsse,
Nebenwirkungen von Medikamenten, Impfungen eine grosse Rolle.
Bei einem chronischen Ekzem kann es nach jahrelangen Unterdrückungen
lange dauern, bis die Haut wieder völlig gesund ist. So erscheint
der Juckreiz z.B. wieder, wenn psychische Probleme, Sorgen, Stress vorhanden
sind. Die Haut wird gewissermassen zum Indikator des Allgemeinzustandes. Je
früher also eine Konstitutionsbehandlung eingeleitet wird, umso schneller
tritt die Heilung ein. Bei einer akuten Erkrankung hingegen stellt sich der
Erfolg oft innert Minuten ein.

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