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Kopfgneis (Kopfgrind)Kopfgneis
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| Kopfgneis | Milchschorf | |
| Beginn | Erscheint ca. 1 Woche nach der Geburt | Erscheint meist nach dem 3. Lebensmonat |
| Dauer | Heilt meist nach dem 3. Lebensmonat ab | Mehrere Monate, bis 2 Jahre |
| Prognose | Wird niemals chronisch, kein Symptom für spätere Allergien | Kann in eine Neurodermitis übergehen |
| Juckreiz | Kaum Juckreiz | Starker Juckreiz |
| Krusten | Weiche, fetthaltige Schuppen | Harte Schuppen |
| Allgemein-befinden | Kaum beeinträchtigt | beeinträchtigt |
| Kopfgneis / Seborrhoisches Ekzem | Neurodermitis | |
| Lokalisation | Windelbereich, Kopf | Armbeugen, Kniekehlen, Hände, Nackenbereich, Brust |
| Ausschlag | Scharf begrenzt. Fettig glänzende, weisse, gelb-bräunliche Schuppen | Unscharf abgegrenzte Herde, Nässen, Krusten, Haut ist verdickt. Streicht man mit einem Gegenstand über die Haut, bildet sich eine weisse Linie. |
| Beginn | 4. - 12. Lebenswoche Jugendliche, Erwachsene. Kann immer wieder auftauchen |
6.- 16 Lebenswoche erstmals auftretend, danach chronischer Verlauf. |
| Stimmung | Zufrieden | Unzufrieden, starke Unruhe |
| Schlaf | Normal | Oft schlecht (Juckreiz) |
| Juckreiz | Fehlt | Starker Juckreiz, Schwitzen, Wärme, Wollkontakt verschlimmert |
Babyshampoo mit pilzabtötendem Wirkstoff (Antimykotika)
Schuppenlösende Medizinal-Shampoos (z.B. mit Salicylsäure, Harnstoff). Salicylsäure ist für Kinder ungeeignet (Gefahr einer Nierenschädigung)
Bei Erwachsenen: Shampoos mit pilzabtötendem Wirkstoff (Terzolin), Salicylsäure, Kortison
Antibiotika (bei Infektion)
Cremes mit Urea (Harnstoff)
Feuchtigkeitscremes
Phototherapie (Bestrahlung mit UVB-Strahlen)
Tägliche Gesichtspflege mit nicht zu öligen Pflegeprodukten
Ev. Verzicht auf scharfe Lebensmittel oder alkoholische Getränke
Frische Luft, Sonne kann sich günstig auf die Entzündung auswirken.
Männer sollten sich keinen Bart wachsen lassen, die glatte Haut ist weniger empfindlich
Stress und Schlafmangel sind zu vermeiden
Keine Seife, pH-neutrale Syndets verwenden, z.B. Eubos. Sie können die Haut auch mit einem hautneutralen Shampoo, z.B. Sebamed waschen.
Waschen mit Kochsalzlösung
Sanftes Peeling mit einem Waschlappen
Ernährungsumstellung, möglichst wenig tierisches Eiweiss
Tee-Waschungen: Kamille (nicht während homöopathischer Behandlung), Ringelblume
Umschläge mit warmem Eichenrindensud. Bäder mit Fichtennadelextrakt (nicht länger als eine Viertelstunde). Nach dem Bad sollte auf eine Rückfettung der Haut durch Öle oder Lotionen allerdings verzichtet werden.
Luft- und Sonnenbäder
Im homöopathischen Verständnis ist jede Hauterkrankung ein Frühsymptom für eine Belastung. Es wäre deshalb wichtig, möglichst frühzeitig eine homöopathische Behandlung in die Wege zu leiten (nicht erst, wenn unterdrückende Behandlungen gemacht wurden). Das heisst, tauchen erste Symptome von Milchschorf oder Gneis auf, wird eine Konstitutionsbehandlung eingeleitet. Dazu wird der gesamte Gesundheits-, bzw. Krankheitszustand miteinbezogen.
siehe auch: Konstitutionsbehandlung
Hautausschläge werden in der Homöopathie nie mit Salben behandelt. Die homöopathische Behandlung zielt ja auf die Lebenskraft und nicht auf die Haut.
Ich mache Patienten, welche schon medizinisch gegen Hautkrankheiten behandelt wurden, immer darauf aufmerksam, dass bei einer homöopathischen Behandlung ein alter Hautausschlag wieder zum Vorschein kommen wird. Diese Heilreaktion ist gewünscht, sie darf keinesfalls mit unterdrückenden Massnahmen behandelt werden (auch nicht mit homöopathischen oder naturheilkundlichen Arzneien, welche nur auf die oberflächlichen Symptome wirken). Das ist für die Betroffenen manchmal etwas schwer zu verstehen, weil sie ja möglichst schnell eine schöne Haut wollen. Doch die Geduld lohnt sich, zumal sich der Allgemeinzustand meist auf eindrückliche Weise bessert.
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