Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Muskelschmerzen
Muskelschmerzen
Siehe
auch: Muskelkater; Fibromyalgie/Weichteil-Rheuma;
Muskelzerrung; Rheuma;
Rückenschmerzen;
Sportverletzungen
Muskelschmerzen (Myalgien) können diffus oder lokal auftreten.
Bei einer Muskelverspannung ist der Muskel verkürzt, er fühlt
sich hart an, daher auch der Name Muskel-Hartspann (Myogelose). Auf
Dauer kann eine Muskelverspannung zu Kopfschmerzen oder zum sogenannten
Schulter-Arm-Syndrom führen.
Am häufigsten sind Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen,
Schmerzen im Kieferbereich, Oberarmschmerzen, Oberschenkelschmerzen.
Die betroffenen Muskeln machen sich z.B. bei längerem Sitzen am
Computer oder beim Autofahren bemerkbar. Die Schmerzen können
chronisch werden, es besteht dabei die Gefahr, dass Fehlstellungen
eingenommen werden. Um diesen Teufelskreis zu unterbrechen ist eine
schnelle, gezielte Behandlung von grosser Wichtigkeit.
Ursachen
Muskelschmerzen sind meist Begleiterscheinungen bestehender Grunderkrankungen.
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Bewegungsmangel (führt zu schwacher Muskulatur, die Sauerstoffversorgung
im Gewebe ist mangelhaft, usw.).
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Physische Überlastung (Tragen und Bewegen von schweren Lasten,
monotone Bewegungsabläufe (sich wiederholende Hand- und Armbewegungen,
das Einnehmen ermüdender oder schmerzhafter Körperhaltungen).
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Ungenügender Muskelaufbau (Bauch; Rücken).
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Sportverletzungen (Prellung, Quetschung, Verstauchung, Zerrung).
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Ungenügendes Aufwärmen beim Sport.
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Ungleichgewicht der Körperstatik.
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Psychische Anspannung (Stress, Ängste, Kummer, Überforderung).
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Halswirbelsäulenprobleme (Schmerzen in der Schulter, im Arm
oder in den Fingern, Taubheitsgefühlen und Kribbeln); degenerative
Veränderungen (Hals-Wirbelsäulensyndrom; Arthrose; Osteoporose;
Bandscheibenvorfall).
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Erkältungsneigung, z.B. Empfindlichkeit auf Zugluft.
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Übergewicht
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Stoffwechselstörungen (Übersäuerung; Rheuma; Eisenmangel;
Magnesiummangel).
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Infektionen (z.B. Grippe; Borreliose).
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Autoimmunstörungen (z.B. Fibromyalgie; Multiple Sklerose/
MS).
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Durchblutungsstörungen
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Venenentzündung, Venenschwäche, Krampfadern.
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Eisenmangel, Magnesiummangel, Kalkmangel.
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Amalgambelastung
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Störfelder (Zähne; geopathische Belastungen).
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Nebenwirkungen Medikamente (z.B. Entwässerungstabletten;
Sortis), Impfungen.
Symptome
Die Abgrenzung zwischen Muskelschwäche und Muskelschmerz ist
nicht immer einfach. Muskelschmerzen sind durch schmerzhafte
Punkte (Triggerpunkte) gekennzeichnet. Diese können
weit ausstrahlen und andere Ursachen vortäuschen. An den Triggerpunkten
lässt sich ein Schmerz provozieren, der in die betroffene Körperregion
ausstrahlt. Bei Überbelastung oder durch Fehlbelastung werden
diese Punkte aktiviert. Diese druckempfindlichen Stellen befinden sich
typischerweise in der Muskulatur, aber auch in Bändern, Sehnen,
Gelenkkapseln und der Knochenhaut. Triggerpunkte: Siehe
Fibromyalgie
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Muskelschmerzen (Myalgien) äussern sich sehr unterschiedlich,
sie können im Ruhezustand dumpf, reissend, ziehend, kneifend,
stechend, brennend, sein. Die Intensität wechselt. Die Muskel-
und Sehnenansätze sind auf Druck schmerzhaft.
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Myalgien sind oft von weiteren Symptomen wie Muskelverspannung
(Muskelhartspann), Schonhaltung und einer Einschränkung der
Beweglichkeit begleitet. Muskelschmerzen können Beschwerden
wie Kopfschmerzen, Migräne, Gefühlsstörungen auslösen.
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Kraftverlust v.a. der rumpfnahen Muskulatur mit zunehmender Schwäche,
z.B. beim Heben der Arme, des Kopfes von der Unterlage oder beim
Treppensteigen.
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Muskelkater (die Muskeln sollten hier weiter leicht beansprucht
werden, bei Vorliegen einer Muskelverletzung hingegen sollte möglichst
eine Ruhepause eingelegt werden).
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Muskelkrämpfe (Minderversorgung, Übersäuerung der
Muskulatur).
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Muskelschwund
Schulmedizinische Behandlung
Die Therapie der Muskelschmerzen (Myalgie) richtet sich nach der jeweiligen
Grunderkrankung. Gegen Muskelverspannungen sollte man möglichst
früh etwas unternehmen, damit die Schmerzen nicht chronisch
werden.
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Schmerzmittel, Entzündungshemmer, Muskelrelaxantien, Cortison.
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Schmerzlindernde Salben, Gels (Kampfer, Menthol stören eine
homöopathische Behandlung).
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Magnesium (Krämpfe)
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Ruhe und Schonung bei akuten Schmerzen.
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Kälte- oder Wärme-Anwendungen (Wärme ist bei einer
Entzündung kontraproduktiv).
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Physiotherapie, Elektrotherapie, Massage (nicht bei akuter Entzündung).
Tipps
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Regelmässiges Schwimmen
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Gymnastik (kein Kopfkreisen, kein starkes Rückwärtsneigen
des Halses).
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Haltungskorrektur beim Sitzen, Schlafen (keine Bauchlage, Seitenlage
mit festem Kissen). Am Arbeitsplatz häufiger die Sitzposition ändern.
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Entspannungstraining
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Akupunktur
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Massage (nicht bei akuter Entzündung, erst nach Abklingen
leichte Streichmassage machen)
Tipps aus der Naturheilkunde
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Arnika, äusserlich mit Umschlägen (1 TL Blüten mit ¼ l
kochendem Wasser übergiessen, 10 Min. ziehen lassen; oder 1
EL Tinktur mit ¼ l Wasser verdünnen). Vorsicht: Arnika
nie auf offene Wunden geben.
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Salben: Arnika; Rosskastanie; Beinwell (Wallwurz/Symphytum)
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Johanniskrautöl einreiben(Vorsicht: Haut nicht der Sonne
aussetzen)
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Heublumen-Wickel/Bäder
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Warme Wickel/Kompressen (Wasser; Salzwasser; Kartoffeln; Kohl;
Leinsamen, Senf)
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Kalte Kompressen
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Ernährungsumstellung: Basenreiche, überwiegend laktovegetabile
Vollwertkost, Kohlenhydrat- und säurearme Ernährung
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Autogenes Training, Meditation, Shiatsu, usw.
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Massagen fördern die Blut- und Sauerstoffzufuhr der Muskulatur
und senken den Muskeltonus
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Fettwolle/ Rohwolle auflegen
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Tees: Brennessel; Löwenzahn; Beinwell
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Magnesium (löst Verspannungen, wirkt entkrampfend)
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Calcium (tiefe Calciumwerte erhöhen die Empfindlichkeit der
Muskulatur)
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Vitamin E (schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung)
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Vitamin C bei Entzündungen; Vitamin B 12, Vitamin E bei Muskelschwäche
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Bewegung, regelmässige sportliche Betätigung stärkt
die Muskulatur
Behandlung Klassische Homöopathie
Bevor sich Menschen in homöopathische Behandlung begeben, werden
oft verschiedene Behandlungsmöglichkeiten mit unterschiedlichem
Erfolg ausprobiert. Die klassische Therapie mit Schmerzmitteln, Physiotherapie,
usw. bringen zwar eine Erleichterung, sind aber keine sinnvolle
Therapie bei chronischen Beschwerden.
Muskel- und Rückenschmerzen verursachen jährlich Kosten
von 2,5 bis 3 Milliarden Franken. Dies wurde an der 11. Schweizerischen
Tagung für Arbeitssicherheit (STAS 2007) in Luzern bekannt, die
dem Thema muskulo-skelettale Belastungen (MSB) gewidmet war. Im Jahre
2005 klagten 18 Prozent der Beschäftigten, also fast jeder fünfte
Arbeitnehmende über Rückenschmerzen und 13 Prozent oder jeder
achte über Muskelschmerzen in den Schultern und/oder im Nacken.
Für die Arbeitnehmenden bedeuten diese Schmerzen einen Verlust
an Lebensfreude und einen möglichen Verdienstausfall.
Je früher mit der homöopathischen Behandlung begonnen wird,
umso schneller kann auf schonende Art Schmerz und Chronizität
vermieden werden. Bei akuten Schmerzen, z.B. durch Überbelastung,
Zugluft, Unfall wirken homöopathische Arzneien sehr schnell schmerzlindernd,
entzündungshemmend, abschwellend, sie verbessern zudem den Allgemeinzustand.
Homöopathie kann auch bei Bandscheibenvorfall eingesetzt werden
(Ernährung des Bindegewebes, Schmerzlinderung, der Muskeltonus
im betroffenen Gebiet wird normalisiert, usw.). Nach einer Akutbehandlung
sollte, wenn möglich eine Konstitutionsbehandlung gemacht werden.
Je nach Komplexität des Falles empfehle ich vor der Behandlung
oder während der Behandlung evtl. die Zusammenarbeit
mit einem anderen Therapeuten/In (z.B. Osteopathie, Craniosacraltherapie,
Atlaslogie, Alexandertechnik, Atemtherapie oder Physiotherapie).
Für eine umfassende Konstitutionsbehandlung ist eine ausführliche
Anamnese nötig. Ich stelle Ihnen dabei ganz viele Fragen zu Ihrer
Krankengeschichte (von der Schwangerschaft bis heute) aber auch zu
den Krankheiten Ihrer Vorfahren.
Fragen können sein:
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Wann und wie haben die Muskelschmerzen begonnen?
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Welche Muskeln schmerzen?
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Gibt es Auslöser (Unterdrückungen, Amalgambelastung,
Impfungen, Infektionskrankheiten, Stress, Belastungen, Wetter,
usw.)?
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Wie würden Sie Ihren Schmerz beschreiben?
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Gibt es Krämpfe, Muskelzucken? Wann, wo?
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Was verschlimmert die Schmerzen? Was hilft, Wärme oder Kälte,
Ruhe oder Bewegung?
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Sind die Schmerzen morgens oder abends schlimmer?
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Erwachen Sie nachts wegen der Beschwerden?
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Sind Ihre Muskeln druckempfindlich?
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Wie ist Ihre körperliche Belastbarkeit? Nehmen die Schmerzen
während oder nach Belastung zu?
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Hat Ihre Muskelkraft abgenommen?
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Welche Medikamente haben Sie bis jetzt eingenommen?
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Wie ist Ihr Allgemeinbefinden?
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Sind Sie vermehrt müde?
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Wie gehen Sie mit den Schmerzen um, was lösen die bei Ihnen
aus?
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Gibt es Begleitsymptome?
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usw.
Wenn während einer Konstitutionsbehandlung Rückenbeschwerden
und Muskelbeschwerden auftauchen, sollten Sie Ihren Homöopathen
benachrichtigen. Ein akutes Mittel sollte nur mit dessen Einverständnis
eingenommen werden.

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