Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Muskelverletzungen
Muskelverletzungen
Siehe
auch: Blutergüsse, Muskelkater; Fibromyalgie/Weichteil-Rheuma;
Muskelzerrung; Rheuma;
Rückenschmerzen;
Sehnenverletzungen; Sportverletzungen
Eine ungewohnte körperliche Anstrengung, eine falsche Bewegung, ein Sturz,
ein Schlag (Prellung) und es ist passiert, es zieht, es sticht, der
Muskel wird steinhart, verfärbt sich blau. Eine Muskelverletzung
kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie reicht vom harmlosen (aber
schmerzhaften) Muskelkater, Muskelprellung, Muskelfaserriss bis
hin zu einem Muskelriss. Muskelverletzungen heilen meistens
ohne Folgen aus, leider werden sie aber auch oft unterschätzt. Bei
zu früher Belastung und falscher Behandlung, kann es zu Narbenbildungen
und Kalkeinlagerungen mit anschliessender Funktionseinschränkung kommen.
Ursachen
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Ungenügendes Aufwärmen der Muskulatur, unzureichendes Training
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Übermüdung, Überbelastung
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Plötzliche extreme Muskelanspannung
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Gewalteinwirkung auf den Muskel (Schlag/Prellung, Sturz)
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Muskelunterkühlung
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Vorschädigung (Narben durch frühere Muskelverletzung, Muskelverkürzung,
Anabolika)
Muskelkater
Die Schmerzen im betroffenen Muskel treten nach
starker körperlicher Belastung auf. Früher nahm man an, dass
Milchsäure zum Muskelkater führt, neuere Untersuchungen zeigen,
dass winzige Risse in den Muskelfasern zu Entzündungsprozessen
mit Wassereinlagerungen ins Gewebe Ursache sind. Die betroffene Muskelpartie
schwillt an und macht sich durch Dehnungsschmerzen bemerkbar.
Siehe: Muskelkater
Muskelprellung
Durch äussere Gewalteinwirkung (Sturz, Schlag) kommt es zu einem Hämatom
(Bluterguss).
Siehe: Prellung
(in Bearbeitung)
Muskelzerrung / Muskelfaserriss / Muskelriss
Diese drei Krankheitsbilder stellen unterschiedliche Grade einer Muskelverletzung
dar.
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Muskelzerrung: Überdehnung eines Muskels
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Muskelfaserriss: Es kommt durch
eine Muskelüberlastung zu kleinsten Rissen in Muskelfaserbündeln
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Muskelriss: Reissen eines Muskel
Symptome Muskelverletzungen
Die Symptome sind vom Schweregrad der Verletzung abhängig. Es
kommt zur Bewegungseinschränkung, Druck-,
Dehn- und Anspannungsschmerzen. Der Muskel ist geschwollen (oberhalb
oder unterhalb der Verletzung). Es kann zur Bildung eines Hämatoms (Bluterguss)
kommen. Kleinere Dellen weisen auf einen Muskelfaserriss, grössere
auf einen Muskelriss hin.
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Muskelkater: Stunden nach der körperlichen
Betätigung sind die betroffenen Muskelpartien eingeschränkt
beweglich, schmerzen, die Muskelkraft ist eingeschränkt. Nach
spätestens einer Woche ist der Muskel wieder voll funktionsfähig.
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Muskelprellung: Es werden Haut- und Muskelgewebe
gegeneinander gepresst, kleine Blutgefässe zerreissen, es bildet
sich ein Bluterguss (Hämatom). Kommt es zu einem Bluterguss
in den einzelnen Muskelfasern oder unter der sogenannten Muskelfaszie
(Umhüllung der Muskeln), kann dass Blut nur schlecht vom Körper
abgebaut werden. Dadurch kommt es zu starken Schmerzen (die Schmerzen
halten länger an, als wenn es zu einer Hautprellung gekommen
ist). Zusätzlich kann sich ein leichtes Taubheitsgefühl
im betroffenen Gebiet einstellen. Es kommt auch zu einer Schwellung
und Verhärtung des Muskels. Die Beweglichkeit der betroffenen
Extremität ist eingeschränkt. Blutergüsse können
sich in Muskelgewebe auch abkapseln, die Muskelfasern entzünden
sich dabei. Das Gebiet ist übererwärmt und hochrot. Wird
ein abgekapselter Bluterguss nicht operativ entfernt, kann es zu
Kalkablagerungen kommen.
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Muskelfaserriss: Es tritt sofort ein stechender
Schmerz ein, der Muskel kann nicht mehr betätigt werden. Bei
grösseren Muskelfaserrissen werden Dellen im Muskel sichtbar.
Charakteristisch ist, in Ruhe lässt der Schmerz meist nach.
Es kann auch zu Einblutungen in den Muskel kommen. Narben entstehen.
Der Muskel ist als Folge weniger dehnungsfähig. Er ist auch
anfälliger für neue Verletzungen (Risse, Zerrung, Blutung).
Durch zu frühes Training, zu frühe Massage kann es zu chronischen
Entzündungen, Verknöcherungen, Zystenbildung kommen.
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Muskelriss: Die
Schmerzen treten unverzüglich
auf, der Schmerz ist vergleichbar mit dem Muskelfaserriss, jedoch
ausgeprägter. Ein Anspannen des Muskels ist unmöglich.
Der Muskel zieht sich auf beiden Seiten des Risses zurück, es
ist eine Delle sichtbar, oberhalb und unterhalb des Risses ist ein
Muskelwulst sichtbar. Im Akutstadium sollte sofort gekühlt werden
und ein Kompressionsverband gemacht werden (je näher die Rissenden
mittels Verband oder Tape einander angenähert werden,
umso kürzer ist die Narbenbrücke). Der verletzte Muskel
braucht Monate um zu genesen, je nach Ort der Verletzung wird operiert.
Mögliche Komplikation: „Verknöcherung“ der
verletzten Muskulatur (Myositis ossificans), es kommt dabei zu
Kalkeinlagerungen.
Tipps
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Kraft, Ausdauer, Koordination müssen im Sport trainiert werden,
dies gilt v.a. für Sportarten wie Fussball, Badmington, Squash
wo die Schnellkraft eine Rolle spielt.
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Aufwärmen vor der sportlichen Betätigung sorgt für
eine bessere Durchblutung, die Muskulatur wird elastischer (Aufwärmen,
Einlaufen, Dehnen/Stretching) einzelner Muskeln, Bänder).
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Schutzkleidung (kalte Witterung)
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Schutzausrüstung (Vorbeugung stumpfer Gewalt)
Erste Hilfe:
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Die sportliche Aktivität sofort beenden. Muskel zuerst kühlen,
eventuell leicht dehnen.
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Bei starken Schmerzen: Ruhigstellung, Kühlung für 1-2
Stunden mit Eiswasser-Auflagen/ Kühlpasten/ Cold-Pack. Achtung:
Keine direkte Eisanwendung auf der Haut.
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Bei Blaufärbung (Hämatom) evtl. Kompressionsverband,
diesen aber nicht zu eng wickeln.
Ein Bluterguss tritt nicht immer über der schmerzenden Stelle
auf, da er sich gewöhnlich ausdehnt. Eine Schwellung kann auch
nach unten wandern, und z.B. eine Knieverletzung vortäuschen.
Achtung:
Eine Blutung kann in einem Muskel nicht ausweichen, dadurch baut
sich ein Druck auf, der auf die Nerven und Muskeln schädigend
einwirken kann. Symptome: Kribbeln, Ameisenlaufen,
Gefühlsstörungen, Schmerzen (oft stehen
sie in keinem Ausmass zum Verhältnis der sichtbaren Ausdehnung der
Blutung). Vordarm/ Hand, Unterschenkel, Fuss und Psoasmuskel (grosser
Lendenmuskel) sind besonders gefährdete Körperstellen.
Siehe
weiter unten: "Klassische Homöopathie"
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Hochlagerung des betroffenen Gliedes (besonders bei Hämatom,
Schwellung).
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Keine Massage, keine Ultraschallbehandlungen im Akutstadium (Gefahr
der Wiedereinblutung).
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Bei Schmerzen Muskelaktivität vermeiden.
1-2 Wochen sollte der Muskel geschont werden. Leichte aktive Bewegung
und leichtes Dehnen (im schmerzfreien Bereich) hilft den Blutabbau
zu fördern
und Verklebungen zu vermeiden.
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Ab 5. Tag erste sanfte
aktive Belastung, leichtes Dehnen.
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Muskelverletzungen brauchen Zeit,
bis sie völlig ausgeheilt
sind. Ziel der Akutbehandlung muss sein, den Blutaustritt in den
Muskel zu stoppen, den Muskel zu entlasten und bei Muskelabriss
den Muskel, bzw. dessen Rissenden mittels Verband oder Tape so
gut wie möglich einander anzunähern, um eine möglichst
kurze Narbenbrücke zu erreichen.
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Die verletzte Muskulatur heilt
unter Bildung von Narbengewebe aus. Dieses ist weniger elastisch,
deshalb auch besonders anfällig
für weitere Verletzungen (Training deshalb vorsichtig aufbauen).
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Physiotherapie
(Muskelaufbau, zunehmende Belastung). Passive Dehnung und Massagen
erst ab der 6. Woche.
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Entlastende Verbände (z.B. Tapen).
Behandlung Schulmedizin
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Schmerzmittel, Entzündungshemmer, evtl. Blutgerinnungsfördernde
Medikamente.
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Meist 3-6 Wochen Trainings- und Wettkampfpause.
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Physiotherapie: Nach der Akutphase Massage der umgebenden Muskulatur
zur Tonusminderung.
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Operation (grosser Muskelriss, eingekapselte Blutung).
Tipps aus der Naturheilkunde
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Quarkwickel oder Lehmwickel wirken Abschwellend.
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Salben: Arnika, Beinwell (Symphytum)
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Johannisöl einreiben
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Notfalltropfen unmittelbar nach dem Ereignis
Siehe
auch: Blutergüsse; Sportverletzungen; Muskelschmerzen;
Muskelkater; Sehnenverletzungen
Klassische Homöopathie
Muskelverletzungen gehören nicht selten zu der wenigst verstandenen
Verletzungen, ihre Behandlung wird oft vernachlässigt, Folgeschäden
sind deshalb recht häufig. Die häufigsten Komplikationen
nach Muskelfaserrissen und Muskelrissen sind Narbenbildungen, Verkalkungen,
Muskelverkürzungen, Nervenschädigungen (durch Einblutungen
in den Muskel). Der Übergang zwischen elastischen Muskelfasern
und nicht elastischem Narbengewebe stellt bei künftigen Verletzungen
nicht selten eine Schwachstelle dar (Beispiel Knöchel-, und Achillessehnenverletzungen).
Nicht jeder Mensch reagiert auf eine Verletzung gleich. Deshalb sind
Wundheilungsstörungen (vermehrte Narbenbildung), Kalkeinlagerungen
einerseits anlagebedingt, andererseits reagiert auch nicht jeder Mensch
gleich auf eine zu frühe Therapie oder auf eine zu frühe
Belastung. Deshalb wird bei der Anamnese und Arzneimittelbestimmung
zwischen den in Frage kommenden Arzneien differenziert und eine Arznei
gewählt, die auf den Patienten und seine Symptome passt.
Die klassische
Homöopathie hat viele ausgezeichnete Mittel, um
unmittelbar nach dem Unfallereignis einzugreifen. Ziel der Behandlung
ist es: Die Bildung eines Hämatoms zu verhindern, Einblutungen
aufzulösen, Schmerzen zu lindern.
Vorteile der homöopathischen Behandlung
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In den letzten Jahren lassen sich immer mehr Sportler homöopathisch
behandeln. Homöopathische Arzneien wirken unmittelbar nach dem
Unfallereignis innert kürzester Zeit, bei einer Muskelzerrung
ist z.B. innert Minuten eine völlige Schmerzfreiheit möglich.
Der schlimmste Bluterguss wird durch das homöopathische Heilmittel
vom Körper abgebaut , ein Gelenkerguss, welcher sonst mit einer
Spritzenkanüle entfernt werden muss (chirurgischer Eingriff),
bildet sich innert Stunden zurück.
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Folgeschäden werden durch die Gabe eines Akutmittels vermieden.
Evtl. ist anschliessend eine Konstitutionsbehandlung angesagt.
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Muskelrisse oder starke Einblutungen in die Muskelfasern haben „normalerweise“ eine
lange Heilungszeit (Wochen und Monate). Eine homöopathische
Behandlung verkürzt diese Heilungszeit um Tage und Wochen.
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Kosten werden eingespart, langes Fernbleiben am Arbeitsplatz wird
vermieden.
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Arzneinebenwirkungen (z.B. bei Schmerzmitteln Magenprobleme) werden
vermieden. Homöopathische Arzneien haben auch keinen Einfluss
auf die Fahrtüchtigkeit.
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Richtig angewandt hat die Klassische Homöopathie keine Nebenwirkungen.
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Eine homöopathische Behandlung verspricht sogar Erfolg, wenn
es bereits zu chronischen Beschwerden gekommen ist.
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Der psychische Zustand des Patienten verbessert sich. Ein Unfall
löst nicht selten emotionale, geistige Prozesse aus, welche
mit Hilfe des Konstitutionsmittels gefördert oder unterstützend
begleitet werden können.

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