Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Neuralgie
Neuralgie
Siehe
auch: Trigeminusneuralgie, Gürtelrose
Neuralgien gehören mit zu den schmerzhaftesten Leiden überhaupt.
Zu Neuralgien kommt es durch Nervendruck oder im Verlauf von Infektions- und
Stoffwechselerkrankungen. Die Schmerzen sind meist rezidivierend (wiederkehrend),
bzw. chronisch. Neuralgien bergen wegen den enormen Schmerzen die Gefahr der
Medikamentenabhängigkeit.
Bekannte Formen der Neuralgie sind die Neuralgie
nach Gürtelrose (Herpes-zoster)
oder die Trigeminusneuralgie (Neuralgie der Gesichtsnerven).
Kälte, Kauen, Schlucken, Duschen können bereits einen Anfall auslösen.
Ursachen
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Zugluft, kalter Wind, Sitzen auf kalter Unterlage.
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Entzündungsherde an Zähnen (Zahnwurzelabszesse; tote Zähne,
Mandeln, Nebenhöhlen.
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Bandscheibendegenration
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Diabetes
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Erkältung, Grippe, Infektionen
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Narben
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Impfungen
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Amalgam
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Einige Neuralgien haben auch einen psychosomatischen Hintergrund.
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Herpes; Gürtelrose
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Nervenverletzungen (z.B. Zahnarzt, Unfall mit Kiefer- und Gesichtsverletzungen)
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Prellungen
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Alkohol; Nikotin
Symptome
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Eine Neuralgie kann akut, aber auch chronisch verlaufen.
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Typischerweise treten Neuralgien als sehr kurz dauernde (Sekunden), aber äusserst
intensive Schmerzattacken auf. Die Schmerzen sind blitzartig, elektrisierend,
messerstichartig. Sie werden als reissend, stechend, bohrend beschrieben,
sie sind unerträglich. Es besteht ein Kälte oder Hitzegefühl
im betroffenen Gebiet, Taubheit oder Kribbeln (Ameisenlaufen).
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Zwischen den Attacken besteht oft eine Schmerzfreiheit (Differenzierung
zur Nervenentzündung/Neuritis: Hier besteht ein Dauerschmerz).
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Mit der Zeit können die Schmerzen auch eher dumpf und andauernd werden.
Sie geben dann nicht selten Anlass zu Verwechslungen, z.B. mit Zahnaffektionen
(sie führen dementsprechend zu unnötigen Behandlungen).
Behandlung Schulmedizin
Tipps aus der Naturheilkunde
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Wärme- oder Kälte-Anwendungen
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Einreiben von Johanniskrautöl
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15 Min. Vollbad mit 15 – 20 Tropfen Lavendelöl (Insulinabhängige
Diabetiker sollten Lavendel nur in geringsten Dosen verwenden).
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Rosmarin und Lavendel zu gleichen Teilen als Tee mischen. Pro Tag aus
1 TL der Mischung mit kochendem Wasser überbrühen und 4 Wochen lang
täglich trinken.
Klassische Homöopathie
Die Klassische Homöopathie bietet sowohl bei akuten neuralgischen Schmerzen
wie auch bei chronischen Schmerzen einiges.
Bei einer Neuralgie haben wir es oft mit einer Verselbständigung des ursprünglichen
akuten Schmerzes zu tun. Das heisst, die Ursache des Schmerzes ist entweder noch
ungelöst, oder der Körper hat die Schmerzinformation verinnerlicht.
Das menschliche Gefühlsspektrum ist reich an Emotionen, die auf diese Weise
körperlich Ausdruck finden können. Viele chronische Schmerzzustände
begründen sich erfahrungsgemäss überwiegend auf zurückgehaltenen
und unterdrückte Wut, Zorn, Aggression und sexuelle Energien, auch Kummer,
Trauer und Depressionen tragen oft ihren Teil dazu bei.
Bei einer homöopathischen Akutbehandlung tritt innert Stunden eine
starke Abnahme der Schmerzen ein. Später sollte aber konstitutionell
weiterbehandelt werden. Für die Wahl des richtigen Arzneimittels
ist eine ausführliche Anamnese notwendig. Dabei ist nicht der Name der Krankheit
wichtig, sondern wie sich die Krankheit beim Patienten zeigt. Allgemeinsymptome,
Begleitsymptome, Auslöser, frühere Krankheiten, Familienkrankheiten,
Impfungen, unterdrückende Behandlungen (z.B. an der Haut), Jahreszeit, alles
ist für die Arzneifindung wichtig. Aus Sicht der Homöopathie kann eine
Neuralgie nur geheilt werden, wenn die Lebenskraft im Gleichgewicht ist. Diese
Lebenskraft, auch Dynamis genannt, hält alle Vorgänge in unserem Organismus
im Gleichgewicht. Sobald eine Störung auftritt, ist sie bemüht, diese
so schnell wie möglich auszugleichen, indem die Störung von lebenswichtigen
Organen ferngehalten wird. Viele Störungen werden daher zuerst auf der Haut
sichtbar, die Störung ist fern von den lebenswichtigen Organen. Wird
dem Körper dieses Ventil genommen, indem Hautausschläge mit Salben,
Bädern, Cortison unterdrückt werden, muss die Lebenskraft eine andere
Ebene suchen. In homöopathischen Praxen sieht man, dass nach unterdrückenden
Behandlungen, weit schlimmere Krankheiten wie z.B. auch Neuralgien folgen.
Bei
einer Konstitutionsbehandlung darf man deshalb erwarten, dass einmal unterdrückte
Hautausschläge wieder erscheinen, die Neuralgie aber heilt. Neuralgien
sind in der Klassischen Homöopathie wichtige miasmatische Symptome. Unter
Miasma (Krankheitsanlagen, Schwächen) ist ein ererbter und erworbener,
krankhafter, konstitutioneller Zustand zu verstehen, der durch wiederholte
Unterdrückungen vertieft und dauerhaft wird. Er bildet den Boden für
viele chronische Krankheiten. Miasmen sagen auch viel über die Prognose
der homöopathischen Behandlungen aus.
Eine erfolgreiche Behandlung beinhaltet
deshalb auch das Ausschalten ursächlicher
Krankheiten (Nasennebenhöhlen, Zahnherde, usw.). D.h., das homöopathische
Arzneimittel muss auch andere organische Belastungen bereinigen.

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