Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Reisekrankheit
Reisekrankheit
Unter "Reisekrankheit" versteht man Beschwerden, welche
im Zusammenhang mit Fortbewegung (Auto, Bus, Schiff, Zug) entstehen.
Die Intensität der Symptome ist bei den Betroffenen ebenso verschieden
wie auch die Auswirkungen (Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen,
Müdigkeit). Die Reisekrankheit kann jeden treffen, in etwa 90
Prozent der Fälle verschwinden die Symptome nach
zwei bis drei Tagen.
Besonders häufig tritt Reise- bzw. Seekrankheit in geschlossenen Kabinen
auf. Die Seekrankheit ist die bekannteste Form
der Reisekrankheit.
Reiseübelkeit wird meist intensiviert durch Fixierung der Sicht
auf Objekte (z.B. Lesen, Flugzeugflügel), die sich mit dem Fahrzeug
bewegen. Auch das Sitzen gegen die Fahrtrichtung kann die Reisekrankheit
auslösen. Besonders häufig treten die Beschwerden bei ängstlichen
Menschen in Erscheinung (Erwartungsspannung), auch Migräne-Patienten
sind anfälliger. Frauen sind häufiger betroffen als Männer
(hormonelle Einflüsse zu Beginn der Menstruation, Schwangerschaft).
Ursachen
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Auslöser sind Bewegungsreize, welche im Gleichgewichtsapparat
(Innenohr) falsch interpretiert werden. Das Innenohr signalisiert
Bewegung, während der Bewegungsapparat, die Augen oder der Tastsinn
Stillstand vermelden. Es kommt zu einer Verarbeitungsstörung
im Gehirn.
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Psychosomatische Gründe
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Kreislaufprobleme, Schwangerschaft
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Umweltbedingungen wie Hitze, schlechte Luft, usw.
Symptome
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Ekel gegenüber Speisen, Gerüchen.
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Appetitlosigkeit
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Übelkeit
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Erbrechen
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Zwanghaftes Schlucken.
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Speichelbildung
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Schweissausbruch
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Schwindel
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Kopfschmerzen
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Müdigkeit, zwanghaftes Gähnen.
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Geistige Leere, Antriebslosigkeit.
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Hyperventilation
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Herzklopfen
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Pulsanstieg
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Koordinationsstörungen
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Brustbeklemmung, Kreislaufkollaps
Stress und Nervosität verstärken diese Beschwerden. Wer
Angst vor der Reisekrankheit hat, bekommt sie eher, und wenn einer
in einer Reisegruppe davon betroffen ist, folgen andere nach.
Vorbeugung
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Verzicht auf Alkohol und schweres Essen, vor und während
der Reise.
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Begeben Sie sich ausgeruht auf die Reise.
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Überlisten Sie den Organismus, Das einfachste Mittel gegen
die Reisekrankheit ist, über Nacht zu fahren. Während des
Schlafes ist das Gleichgewichtssystem gedämpft, und die Reisekrankheit
tritt in der Regel nicht auf.
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In der Fahrtrichtung sitzen und nach vorne schauen.
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Während der Auto-, Bus-, Zugfahrt nicht lesen. Aus dem Fenster
schauen, das Hirn nimmt die Bewegung, bzw. die Beschleunigung besser
wahr.
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Auf Schiffsreisen ist es besser, sich in der Mitte des Schiffes
aufhalten (der Seegang wird da weniger wahrgenommen). Hinlegen sollte
man sich nur, wenn es einem wirklich sehr schlecht geht. Darauf achten,
dass man nicht Motor-Abgase einatmet.
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Bei Flügen ein Platz am Mittelgang im vorderen Bereich des
Flugzeugs wählen. Wenn es möglich oft aufstehen und hin
und her gehen.
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Pfefferminz-Tee trinken, man kann auch immer wieder an etwas Pfefferminzöl
riechen (nicht währendhomöopathischer Behandlung).
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Carmol-Tropfen (nicht anwenden während homöopathischer
Behandlung, sie enthalten Pfefferminze)
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2- 3 Tage vor der Reise (Seereise) Vitamin B 6 (setzt die Erregbarkeit
der motorischen und vegetativen Nerven herab), 2 x 40 mg tägl.
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Essen von Petersilie vor Reiseantritt, z.B. mit Kartoffeln, Petersilie
ist magenberuhigend.
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Kaubewegungen mildern die Überreaktion des Magens: Nicht nur
Kaugummi oder Äpfel, sondern auch Möhren sind besonders
wirkungsvoll.
Schulmedizinische Behandlung
Es stehen verschiedene Medikamente zur Verhinderung und zur Linderung
von Reisebeschwerden zur Verfügung (Kaugummis, Tabletten oder
Zäpfchen).
Gewisse Medikamente wirken dämpfend, die Fahrtüchtigkeit
kann dadurch eingeschränkt sein.
Tipps aus der Naturheilkunde
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Notfalltropfen Bachblüten
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Melissentee, Schwarztee oder Kamillentee haben eine beruhigende
Wirkung auf den Magen (Kamille nicht während einer homöopathischer
Behandlung)
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Schluckweise heisse Bouillon trinken
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Ingwerbonbons oder Ingwer-Tee (wirken gegen den Brechreiz)
Behandlung Klassische Homöopathie
Sollten Übelkeit und andere Reisebeschwerden bei Ihnen immer
stärker auftauchen, und damit auch belastend, einschränkend
in Ihrem Reiseverhalten werden, empfehle ich Ihnen eine homöopathische
Konstitutionsbehandlung. Durch eine Basisbehandlung kann man den Körper
meist soweit stabilisieren, dass es gar nicht erst zu solchen Überreaktionen
kommt. Das heisst, homöopathische Akutmittel sollten, dann nicht
nötig sein, weil die Übelkeit nicht mehr oder nicht mehr
so schlimm auftritt.
Sollten sie sich in homöopathischer Konstitutionsbehandlung befinden,
dann nehmen sie auf keinen Fall ohne das Einverständnis ihres
behandelnden Homöopathen, ein anderes homöopathisches Arzneimittel
ein. Der Heilungsverlauf kann dadurch gestört werden.
Reisebeschwerden werden sehr oft akut behandelt. Am einfachsten nehmen
Sie vor der nächsten Reise mit mir Kontakt auf, und wir schauen
dann anhand der Symptome und Krankengeschichte, welches homöopathische
Arzneimittel für Sie in Frage kommt. Das Arzneimittel wird dann
bei Bedarf kurz vor der Reise oder bei Beschwerden eingenommen.
Selbstbehandlung
Wenn Sie bereits Erfahrung im Umgang mit einer homöopathischen
Hausapotheke haben, können Sie die Wahl auf der Reise selber treffen.
Homöopathische Arzneimittel haben den Vorteil, dass sie richtig
angewendet, keine Nebenwirkungen haben. Sind Sie unsicher, dann berate
ich meine Patienten gerne bei der Wahl des richtigen Arzneimittels.

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