Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Sodbrennen
(Schwangerschaft)
Sodbrennen im Allgmeinen
Sodbrennen entsteht durch Rückfluss von saurem Mageninhalt in
die Speiseröhre.
Symptome
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Saures Aufstossen
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Brennendes Gefühl, krampfende, drückende Schmerzen hinter
dem Brustbein; Schmerzen teilweise bis in den Hals aufsteigend. Die
Schmerzen verstärken sich im Liegen, bessern beim Stehen.
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Druckgefühl in der Magengegend (Oberbauch), Völlegefühl
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Nächtliche Hustenanfälle
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Morgendliche Heiserkeit, Kratzen im Hals, Schwierigkeiten beim
Schlucken.
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Die Schmerzen können in die Schultern oder Unterleib ausstrahlen.
Ursachen
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Druck auf den Magen (z.B. in der Schwangerschaft, zu grosse Mahlzeiten,
Kohlensäure in Getränken, Übergewicht, enge Kleidung).
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Falsche Essgewohnheiten (zu grosse Mahlzeiten, hastiges Essen,
spätes Essen, Fastfood, usw.).
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Tabak, Kaffee, starker Schwarztee, Alkohol, Fruchtsäfte (Fruchtsäure),
frische Backwaren, scharfe Gewürze, fettreiche Nahrung. Diese
Speisen können zu vermehrter Magensäurebildung führen,
sie reizen die Magenschleimhaut direkt oder indirekt über
das Nervensystem.
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Eiskalte Speisen, Getränke
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Nahrungsunverträglichkeiten
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Übergewicht
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Psychosoziale Belastungssituationen (Stress, Aufregung, Kummer, Ärger,
usw.).
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Blähungen, Verstopfung
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Erhöhte Magensäureproduktion oder verzögerte Magenentleerung,
Erschlaffung des Schließmuskels (Übergang Speiseröhre – Magen),
Zwerchfellbruch.
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Magengeschwür (dabei spielt Heliobacter pylori oft einer
verursachende Rolle).
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Dauer-Einnahme von Medikamenten (einige Rheumamittel, Schmerzmittel
mit Acetylsalicylsäure, Beruhigungsmittel, usw.).
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Genetische Veranlagung (Disposition)
Folgen
Eine andauernde Reizung von Magen und Speiseröhre kann
zu Magenschleimhautentzündungen führen, welche letztlich
zu Magengeschwüren führen können.
Suchen Sie bitte einen Arzt auf bei:
Bei chronischem Sodbrennen sollte allenfalls die Ursache abgeklärt
werden. Die Beschwerden, die bei einem Reflux der Magensäure auftreten
sind anderen Krankheiten sehr ähnlich:
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Magengeschwür, Verstopfung, Gallensteine, Rückenbeschwerden,
Muskelschmerzen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.
Sodbrennen in der Schwangerschaft
Sodbrennen kommt in der Schwangerschaft leider recht häufig vor. Einige
Frauen leiden schon in den ersten Schwangerschaftswochen darunter, bei anderen
Frauen tritt das Übel erst in den letzten Wochen der Schwangerschaft
auf.
Ursachen
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Das Wachstum der Gebärmutter/ des Kindes schiebt den Magen nach oben.
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Während der Schwangerschaft produziert die Plazenta das Hormon Progesteron.
Es dient der Entspannung der Gebärmuttermuskeln, durch die Hormonumstellung
erschlafft aber auch der Schliessmuskel zwischen Magen und Speiseröhre
(Ösophagussphinkter). Progesteron verlangsamt gleichzeitig die wellenartigen
Kontraktionen des Magens, wodurch der Verdauungsvorgang verlangsamt
wird.
Vorbeugend hilft bei Sodbrennen:
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Ausreichend Schlaf, Freizeit, Bewegung an der frischen Luft. Vermeiden
Sie Perfektionismus und übertriebenen Ehrgeiz.
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Es ist sinnvoll mehrmals täglich kleine Mahlzeiten zu
sich zu nehmen. Ausserdem sollte auf alles, was
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Sitzen Sie beim Essen aufrecht, damit der Magen nicht
zusammengedrückt wird
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Essen Sie langsam und kauen Sie gründlich.
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Wenn Sie beim Essen viel trinken, dehnt sich der Magen zu weit aus.Trinken
Sie erst eine halbe Stunde nach dem Essen.
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Trinken Sie zwischendurch viel stilles
Wasser, magenfreundliche Tees oder verdünnte Fruchtsäfte.
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Legen Sie sich nicht direkt nach dem Essen hin. Die letzte
Mahlzeit sollte mindestens drei Stunden vor dem Schlafen eingenommen werden.
Beim Schlafen Oberkörper etwas erhöht lagern.
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Vor dem Schlafengehen ein Glas Milch oder etwas Naturjoghurt.
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Meiden Sie stark gewürzte, stark zuckerhaltige Getränke, sehr
fetthaltige, gebratene, bittere Speisen, Kaffee, Schokolade, geräucherten
Fisch.
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Meiden Sie Kaugummis, Bonbons mit Pfefferminz oder Spearmint. Minze erhöht
die Säureproduktion und schwächt den Schliessmuskel.
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Alkohol und Zigaretten sind hoffentlich nicht mehr in Ihrer Reichweite.
Alkohol lässt den Schliessmuskel des Magens erschlaffen. Rauchen verhindert
die Abgabe von Bikarbonat aus der Bauchspeicheldrüse. Die Neutralisierung
der Säure wird dadurch beeinträchtigt (Rauchen fördert zudem
die Bildung Magengeschwüren).
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Tee: Kamille (nicht während homöopathischer Behandlung), Eibischwurzel,
Süssholzwurzel, Fenchel, Anis oder Kümmel können die Beschwerden
lindern.
siehe
auch "Tipps" unten
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Meiden Sie wenn möglich eine Langzeiteinnahme von Schmerzmittel und
Rheumamittel. Einige reizen die Magenschleimhaut.
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Vorsicht bei Antazida
siehe
unter "Schulmedizinische Behandlung"
Schulmedizinische Behandlung
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Säurebindende Medikamenten (Antazida) Sie
inaktivieren das Pepsin = Verdauungsenzym in der Magensäure.
Nachteil: Die
Magenschleimhaut kann durch die dabei gebildete Kohlensäure gereizt und zu vermehrter Säureproduktion
angeregt werden. Diese dauert noch an, wenn die Wirkung vom Antazida
bereits aufgehört hat.
Antazida können zu Verstopfung, Durchfall, Übelkeit führen.
Sie können hohen Blutdruck und Magengeschwüre erzeugen. Sie binden auch Eisen,
Magnesium, Mineralien. Gerade in der Schwangerschaft
ist dies eigentlich nicht erwünscht.
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H2-Antihistaminika besetzen
die Angriffsstellen von Histamin, einem wichtigen Botenstoff für die Bildung und
Freisetzung der Magensäure.
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Protonenpumpenhemmer blockieren
die Bildung eines Enzyms, das für das Einströmen der Magensäure
in das Mageninnere verantwortlich ist.
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Mittel zur Hemmung
der Magensäure-Produktion (Säure-Hemmer)
Sie drosseln
die Produktion von Magensäure in der Magenschleimhaut.
Nachteil: Nach dem Absetzen produziert die Magenschleimhaut die
Säure
in gleicher Menge wie vorher.
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Prokinetika regen die
Bewegungen von Magen und Darm an und sorgen dafür, dass die Säure
schneller aus dem Magen entfernt wird.
Bei zusätzlichen Beschwerden wie Blähungen, Zwerchfellbruch,
Magenschleimhautentzündung wird eine symptomatische Behandlung
eingeleitet.
Tipps aus der Naturheilkunde
Im akuten Fall
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Besonders hilfreich ist langes Kauen von 1-2 Mandeln,
einigen Haselnüssen oder etwas Vollkornbrot, den Brei dann
schlucken. Haferflocken, trockene Getreideflocken neutralisieren
die Säure ebenfalls.
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Trinken Sie einen kräftigen Schluck kaltes Wasser. Kartoffelsaft
(frische, ungeschälte Kartoffel geschabt, Kartoffelbrei
in einem sauberen Tuch auspressen; zwei- bis dreimal täglich),
Weisskohlsaft oder Milch je nach Verlangen hilft die Säure
zu neutralisieren.
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Etwas rohes Sauerkraut essen.
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Pflanzliche Mittel gegen Sodbrennen vermindern
vor allem den Druck im Magen, wirken krampflösend und regen
die Magenentleerung an: Kamille (nicht während homöopathischer
Behandlung), Pfefferminze (nicht während homöopathischer
Behandlung), Melisse, Schafgarbe, Süssholzwurzel, Bittere
Schleifenblume. Tee: Melisse, Eibischwurzel, Süssholzwurzel,
Kamille (nicht während homöopathischer Behandlung), Fenchel
oder Kümmel
- in kleinen Schlucken getrunken. Maishaartee,am
besten wirkt er morgens nüchtern und vor den Mahlzeiten
getrunken.
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Pfefferminztee, er kann aber leider auch zu Sodbrennen
führen.
Er sollte auch nicht getrunken werden, wenn Sie eine homöopathische
Behandlung begonnen haben.
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Lösen Sie Heilerde im Tee auf.
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Essen Sie frische Ananas oder Papaya, Bananen reife Birnen.
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Bei Sodbrennen gleich morgens beim Erwachen:
Etwas Milch trinken (allerdings kann auch Milch
Sodbrennen verursachen) oder trockenes Brot kauen.
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Evtl. Orangen-, Ananas-, oder Tomatensaft trinken.
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Bierhefe ins Müesli mischen.
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Nach jeder Mahlzeit einen Teelöffel Senf essen.
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Naturjoghurt essen.
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Kurz nach dem Essen einige Tropfen Kochsalzlösung einnehmen.
Zweckmässig ist es noch etwas Pepsinhinzuzufügen. Es
gibt in den Apotheken auch Pepsindragees.
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Salbeibonbons lutschen.
Behandlung Klassische Homöopathie
Die Homöopathie hat sehr gute Möglichkeiten, regulierend
auf die Lebenskraft einzuwirken. Homöopathische Arzneimittel wirken
nicht durch Säureneutralisation, sie beheben die vorhandene Störung,
sei dies im seelischen oder organischen Bereich. Durch die passende
Arznei wird dauerhaft von Sodbrennen befreit, im Akutfall tritt sofortige
Linderung ein. Da jeder Mensch einzigartig ist, wird immer eine ausführliche
Anamnese gemacht, sei dies bei akuten oder chronischen Beschwerden.
Der Vorteil der homöopathischen Behandlung liegt in der Schwangerschaft
darin, dass bei korrekter Verschreibung keine Nebenwirkungen zu befürchten
sind.
Konstitutionsbehandlung
Eine Schwangerschaft ist ein besonderer Abschnitt im Leben einer Frau.
Verfügt sie über eine starke Lebenskraft, so blüht
sie in dieser Zeit auf. Ist die Lebenskraft jedoch nicht so stark,
so kommen die in ihr ruhenden chronischen Belastungen (Miasmen) hoch,
und es kommt oft zur Verschlimmerung früherer gesundheitlicher
Störungen oder zu neuen Symptomen (wie z.B. Sodbrennen).
Symptome, die sich während der Schwangerschaft zeigen, sind immer
wichtige Hinweise auf das Konstitutionsmittel.
Meist sind diese neuen Symptome sykotischer Natur. Die homöopathische
Begleitung einer Schwangerschaft dient daher der Prophylaxe von späteren
Komplikationen bei Mutter und Kind. Eine Konstitutionsbehandlung ist
angebracht, wenn das Sodbrennen sehr ausgeprägt ist oder bereits
vor der Schwangerschaft Thema war. Ziel ist es, das "Similimum" zu
finden, das individuelle Mittel, das von seiner Charakteristik her
dem Charakter der Frau am ähnlichsten ist.
Dazu muss die Gesamtheit der Symptome erfragt werden. Um ein Arzneimittel
bestimmen zu können , stelle ich stelle Ihnen daher viele Fragen
zu Ihrer genaue Krankengeschichte (also auch zu Krankheiten und Symptomen,
die in Ihren Augen nichts mit Ihrem Sodbrennen zu tun haben). Welche
Symptome stehen mit dem Sodbrennen im Zusammenhang, was verschlechtert,
was lindert die Beschwerden, wie gehen Sie mit der Krankheit um, usw.?
Viele pharmakologische Wirkstoffe passieren die Plazenta, für
das Ungeborene stellen sie somit eine Gefahr dar. Unter diesem Gesichtspunkt
ist die Klassische Homöopathie während der Schwangerschaft
eine unschätzbare Hilfe.
Bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung
ist in der Regel eine deutliche Besserung innert einigen Stunden oder
Tagen zu erwarten.

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