Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Trigeminusneuralgie
Trigeminusneuralgie (Neuralgie)
Siehe
auch: Neuralgie
Es handelt sich um eine Schädigung oder Beeinflussung des fünften
Hirnnerven (Nervus trigeminus). Wird der Nerv in seinem Verlauf
gedrückt und geschädigt, kommt es zu spontanen Entladungen des Nervs
und somit zu heftigen einseitigen Gesichtsschmerzen (vorwiegend in Ober- und
Unterkiefer, Nase, Wangen und Kinn, seltener an der Stirn). Es können
bis zu 100 Attacken pro Tag auftreten. Der Schmerz wird wie ist ein
Blitz empfunden. Die Dauer der einzelnen Schmerzepisode ist sehr kurz
und beträgt oft nur Sekunden, gelegentlich bis zu zwei Minuten. Zwischen
den einzelnen Schmerzepisoden besteht meist Schmerzfreiheit. Da die Anfälle
schon bei kleinsten Bewegungen oder Berührungen ausgelöst werden
können, beeinträchtigt eine Trigeminusneuralgie die Betroffenen äusserst
schwer. Wenn die Schmerzen schier unerträglich empfunden werden, kann
es zu Depressionen, Angstzuständen und sogar zu Suizidgedanken kommen.
Bei
der Hälfte aller Patienten mit Trigeminusneuralgie treten Phasen
völliger Schmerzfreiheit auf. Sie können länger als sechs Monate,
bei ca. 20 Prozent der Betroffen auch länger als ein Jahr andauern (ohne
Medikamente).
Ursachen Neuralgien entstehen durch die Schädigung von Nerven. Hinter einer echten
Trigeminusneuralgie verbergen sich meist schwerwiegende Erkrankungen wie Infektionskrankheiten,
Virenbefall, Diabetes, Gicht, Zahn-, Nasen-, Ohren- und Nebenhöhlenerkrankungen
sowie Tumore.
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Druck (Blutgefässe, die auf den Nerven drücken). Es handelt
sich meist um Schlagadern (Arterien), die etwa im Rahmen einer Arterienverkalkung
(Arteriosklerose).
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Entzündungen (Herpes zoster, Multiple Sklerose, Tumore, Durchblutungsstörungen)
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Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus)
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Kopfverletzungen, Gesichtsverletzungen
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Zähne (Zahnherd; Zahnextraktion)
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Nebenhöhlen
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Der Schmerz wird auch durch äussere Faktoren wie Durchzug,
kalter Wind, Kauen, Zähneputzen, Waschen des Gesichtes mit kaltem
Wasser verursacht.
Symptome
Die Schmerzen bei Trigeminusneuralgie zählen zu den stärksten Schmerzen überhaupt.
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Stets findet man im Gebiet des erkrankten Nervs eine Hyperästhesie (Überempfindlichkeit
auf Berührung), mit Hitze und Rötung
des Gesichts sowie vermehrter Tränen- und Speichelfluss.
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Blitzartig, einseitige, einschiessende, sehr kurz dauernde (Sekundenbruchteile
bis höchstens zwei Minuten) Schmerzen, die sich häufig
und rasch wiederholen können, aber von schmerzfreien Intervallen unterbrochen
werden. Die Schmerzen werden als "blitzartig aus heiterem Himmel einschiessend,
stromstossartig" beschrieben.
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Die Schmerzen werden durch Berührung der Wange, der Stirn, Kauen,
Sprechen, Schlucken, Lachen, Niesen, Husten, Gähnen, Zähneputzen,
kalten Luftzug, Waschen, ausgelöst. Zwischen den einzelnen Attacken
herrscht meist völlige Schmerzfreiheit. Nach Attackenserien kann
allerdings ein Basisschmerz bestehen bleiben.
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Die Schmerzen treten vorwiegend tagsüber auf.
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Manchmal werden die Schmerzen von einem krampfartigen Zusammenziehen
der Gesichtsmuskulatur begleitet (Tic).
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Die Lebensqualität der Betroffenen ist durch die Schmerzen
oft sehr stark beeinträchtigt. Treten die Schmerzanfälle
sehr häufig auf, kann es dazu kommen, dass die Betroffenen an Gewicht
verlieren, weil sie nicht mehr richtig essen können. Die Schmerzintensität
und die Begleiterscheinungen führen manchmal dazu, dass die Betroffenen
zusätzlich eine schwere Depression entwickeln.
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Wenn die Krankheit lange Zeit besteht, kann zusätzlich zwischen
den einzelnen Schmerzepisoden ein Dauerschmerz oder ein
Sensibilitätsverlust in der betroffenen Gesichtsregion auftreten.
Diagnose
Fast immer ist die Trigeminusneuralgie einseitig. Die Trigeminusneuralgie-Attacken neigen
dazu, in Anhäufung während Wochen oder Monaten aufzutreten, gefolgt
von spontanen Remissionen unterschiedlicher Dauer.
Nicht selten wird die Trigeminusneuralgie mit anderen Gesichtsschmerzen
verwechselt.
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Wichtig ist bei der Trigeminusneuralgie die Unterscheidung vom idiopathischen
Gesichtsschmerz und der Neuralgie nach Herpes.
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Cluster-Kopfschmerz, er tritt häufig nachts auf. Die Schmerzen und
sind lokal auf das Auge begrenzt (während die Schmerzen der Trigeminusneuralgie
die gesamte Stirn und das Auge betreffen).
Bei einer atypischen Trigeminus-Neuralgie, d.h. Dauerbeschwerden und
länger anhaltende Schmerzen liegen die Ursachen woanders:
Erkrankungen von Augen, Nasennebenhöhlen und Zähnen müssen
ausgeschlossen werden
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Irritationen oder Entzündungen eines Zahnes
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Reizungen eines Zahnes durch Eingliederung von Kronen / Brücken
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Chronische oder subakute Entzündungen im Kiefer, z.B. nach schwierigen
Operationen oder schlecht geheilten Wunden; arthritische Erkrankungen des
Kiefergelenks
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Muskuläre Verspannungen der Halsmuskulatur können ebenfalls zu
Gesichtsschmerzen führen.
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Hohe Spannungen im Mund durch verschiedene Metalle, besonders wenn Amalgam
und hochwertiges Gold zusammen im Mund vorkommen
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Falscher Zusammenbiss der Zahnreihen
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Multiple Sklerose
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Neurinome (gutartige Nerventumore; bösartige Metastasen anderer Tumore;
Angiome (Gefässfehlbildungen). Um Tumoren auszuschliessen, wird eine
Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) durchgeführt.
Schulmedizinische Behandlung
Schmerzmittel sind als Therapie einer Trigeminusneuralgie meist wirkungslos,
da die in der Regel oral eingenommenen Schmerzmittel mindestens 30 Minuten
bis zum Wirkungseintritt benötigen, die Schmerzattacken dann aber
oft schon vorüber sind. Hauptziel einer medikamentösen Therapie
ist daher, den Trigeminusneuralgie-Attacken durch Behandlung vorzubeugen.
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Bei Neuralgien mit einschiessenden Schmerzen wirken eher Antikonvulsiva
oder Opiate, bei Dauerschmerzen eher Antiphlogistika, Antidepressiva
oder Opiate.
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Leitungsanästhesie, TENS
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Bestrahlung
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Neurochirurgie zur Druckentlastung. Nebenwirkungen: Gesichtsmuskellähmung,
Hörverlust, usw.
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Operation:
Thermokoagulation (Durchtrennung von Nervenbahnen). Nebenwirkungen: Erneute
Schmerzen, Gefühlsstörungen
Mikrovaskuläre Dekompression
(hinter dem Ohr die Wurzel des Trigeminusnervs freigelegt und ein kleines
Kunststoffpolster zwischen die Nervenwurzel und die Blutgefässe, die
den Trigeminusnerv reizen gelegt). In bis zu drei Prozent der Fälle
kann es zu einseitigem Hörverlust sowie Blutungen und einer Schwellung
des Kleinhirns kommen.
Tipps aus der Naturheilkunde
Klassische Homöopathie
Siehe
auch: Neuralgie
Ohne Behandlung ist ihre Lebensqualität meist sehr stark eingeschränkt.
In der Regel schreitet die Erkrankung fort. Eine Neuralgie kann sowohl akut,
wie auch chronisch behandelt werden (auch wenn die Neuralgie schon Jahre besteht).
Anders als in der Schulmedizin werden die Symptome jedoch individualisiert.
Unter anderem wird auch geschaut, ob unterdrückende Behandlungen zur
Neuralgie geführt haben. Eine wesentliche Rolle spielt hier unter anderem
auch die Miasmatik.
Die Klassische Homöopathie hat viele sehr wirksame Heilmittel zur Behandlung
der Neuralgie.

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