Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Verbrennungen
Verbrennungen
siehe
auch: Sonnenbrand
Durch eine Verbrennung kommt es zur Zerstörung von Körperzellen,
durch Austritt von Blutplasma ins Gewebe zur Blasenbildung. Bei ausgedehnten
Verbrennungen verliert der Körper Körperflüssigkeit und Mineralien,
dies kann zu einem Schockzustand führen. Über die offene Wunde besteht
Infektionsgefahr. Die Gefährlichkeit einer Verbrennung hängt von
der Grösse der Wunde und vom Verbrennungsgrad ab. Oberflächliche
Verbrennen heilen in der Regel gut.
Bedrohlich sind Verbrennungen, wenn 5 -
10 % der Körperoberfläche
betroffen ist (Kinder), bei Erwachsenen sind es 15 – 20 % der Körperoberfläche.
Faustregel: Kopf und Arm nehmen je 9 % der Körperoberfläche ein,
ein Bein 18 %, der gesamte Rumpf (Vorder- und Rückseite) 36 %. Bei tieferen
Verletzungen kommt es zu Narbenbildungen.
Verbrennungen werden nach Schweregraden eingeteilt:
- Grad 1:
Mässiger Sonnenbrand, leichte Verbrennung
oder Verbrühung ohne Hautzerstörung
Symptome: Rötung,
Schmerzen
- Grad 2:
Kleinflächige Verbrennung
Symptome: Blasenbildung
(nie öffnen weil eine Infektion begünstigt
wird).
- Grad 3 und 4:
Durch die Zerstörung von Nerven sind
die Schmerzen am Anfang weit weniger intensiv als im Stadium 1 und Stadium
2.
Symptome:
Hautzerstörung und Verkohlung
Ursachen
- Sonneneinstrahlung, Feuer, Heisse Flüssigkeiten, Dampf, Strom, ätzende
Chemikalien
Tipps bei Verbrennungen
Erste Hilfe
-
Bei Brandverletzungen wird in der klassischen Schulmedizin
KÜHLUNG empfohlen.
Betroffene Extremität in kaltes Wasser, oder unter kalten
Wasserstrahl halten, bis der Schmerz aufhört.
-
Wunde zumindest
mit kalten Auflagen kühlen, welche alle
paar Minuten gewechselt werden.
- Vergeuden Sie auch keine Zeit, indem
Sie zuerst die Kleidung ausziehen.
Aus Sicht der Homöopathie ist Kühlung falsch. Bei
Kühlung
reagiert der Körper mit zusätzlicher Wärmeproduktion,
der Brennschmerz verstärkt sich immer wieder, sobald mit dem
Kühlen aufgehört wird. Deshalb ist auch eine sehr lange
Kühlung notwendig. Durch die Kühlung werden zwar Nerven
vorübergehend betäubt, der Selbstheilungsmechanismus
des Körpers wird dadurch aber verzögert, Entzündungen
treten dadurch leichter auf.
In der Homöopathie hat sich folgendes bewährt:
-
Zuführung von WÄRME
(Ähnliches wird
mit Ähnlichem geheilt)
Finger kurz in warmes bis heisses
Wasser tauchen, kurz durch Kerzenflamme ziehen, kurz in Nähe des Bügeleisens oder Herdplatte
halten. Durch den Wärmereiz wird der Verbrennungsschmerz gewissermassen überdeckt.
Der Reiz genügt, um die Selbstheilungskraft anzuregen.
Probieren Sie es aus, Sie werden erstaunt sein, der Schmerz ist
innert Sekunden weg, es kommt zu keiner Blasenbildung! Dieses Heilprinzip
kennen wir übrigens auch bei Erfrierungen.
-
Ist Ihnen diese Methode
zu unsympathisch: Abtupfen, Umschläge,
Bad mit warmem Essig lindert
den Schmerz sofort, einer Blasenbildung wird vorgebeugt.
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Etwas für „heroische Menschen“:
Finger mit Alkohol (Schnaps,
Brennsprit, usw.) übergiessen oder baden. Der Schmerz verstärkt
sich für einige Sekunden, danach tritt aber sofort
eine Kühlung, bzw. Schmerzfreiheit ein. Achtung: Bei Kindern
kaum durchführbar, weil sie durch die Schmerzen stark leiden.
Behandlung der verschiedensten Verbrennungsgrade
Leichte Verbrennung, Sonnenbrand,
Verbrennung 1.
und 2. Grad
-
Kompresse mit Essig tränken oder Bad mit erwärmtem
Essig
-
Steriles Tuch oder Kompresse mit 70% Alkohol, möglichst
heiss tränken (brennt am Anfang), auf Wunde legen, wiederholen
bis Schmerzfreiheit eintritt. (Notfalls geht auch Brennsprit,
Rum, Schnaps, Weingeist). Danach Verband entfernen.
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Essigsaure Tonerde
-
Hypericumöl einstreichen
-
Salbenkompresse: Calendulasalbe auf eine sterile Kompresse
geben
-
Aloe vera einstreichen
-
Steriler Verband (oder mit sterilem Tuch abdecken)
Verbrennung 3. Grad
-
Erste Hilfe wie oben beschrieben, steril abdecken und Arzt
aufsuchen
-
Mineralsalzhaltige Flüssigkeit zu trinken
geben: z.B. Wasser-Fruchtsaft-Mischung mit einer Prise Salz
Verbrennungswunde feucht halten
-
Calendula-Tinktur: 1 TL auf eine Tasse warmes
(abgekochtes) Wasser. Tupfer damit tränken, Wundverband
machen; Verband immer wieder erneuern.
-
Hypericum-Tinktur(Anwendung wie Calendula-Tinktur): Zum
Baden für die Schmerzen oder als feuchter Verband für
die Gewebserneuerung zu fördern.
Zur Heilungsförderung
-
Calendulasalbe oder Calendula-Lösung
-
Johannisöl
-
Urtica urens-Tinktur (halber TL auf 1 Tasse Wasser) für
Kompresse. Lindert die Schmerzen, heilend. Bei älteren Verbrennungen
die jucken und stechen.
Wenn keine Behandlung möglich ist
Watte oder ein Stück Baumwollstoff verbrennen und verkohlen
lassen. Asche mit Öl/Olivenöl zu einer Paste verarbeiten.
Auf Wunde auftragen. Kein zusätzlicher Verband (höchstens
eine leichte, dünne, vor allem durchlässige Abdeckung).
Die sich rasch bildende Kruste darf nicht entfernt werden, sie fällt
später von alleine ab. Es hat sich gezeigt, dass selbst bei
Verbrennungen im 3. und 4. Grad keine Narben gebildet wurden.
Diese Methode wird vor allem in Indien mit gutem Erfolg praktiziert.
Behandlung Klassische Homöopathie
Es gibt verschiedenste homöopathische Arzneien, welche ausgezeichnet
auf derartige Zustände passen, insbesondere wenn die Schocksituation (körperlich
und seelisch) am Anfang behandelt werden muss.
Homöopathie nimmt innert Minuten den Schmerz, verhindert eine
Blasenbildung, fördert die Wundheilung, verhindert Infektionen,
heilt aber auch Gangrän, Sepsis und überschiessende
Reaktionen wie Keloide (Wulstnarben). Bei den Keloiden
ist sogar noch Jahren eine Verbesserung zu erwarten.

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