Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Wochenbett Kreuzschmerzen
Wochenbett Kreuzschmerzen
siehe
auch: Kindbettfieber (in Vorbereitung), Wundheilungsstörungen (in
Vorbereitung)
Die Schmerzen können unterschiedlich stark sein und verschiedene
Ursachen haben.
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Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft führen
zu einer stärkeren Durchblutung sowie Lockerung der Gelenke,
Bänder und Muskeln im Becken.
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Durch das Wachstum der Gebärmutter dehnen
sich auch die Mutterbänder stark aus. Die Mutterbänder
verlaufen von der Gebärmutter (Uterus) beidseits zur Beckenwand.
Sie halten den Uterus in einer aufrechten stabilen Lage. Nach der
Geburt kann es vorkommen, dass sich die Bänder wie auch der
Uterus ungenügend auf die ursprüngliche Grösse zusammenziehen.
Es kommt dabei zu einer Verlagerung der Gebärmutter
nach hinten Richtung Kreuzbein (Uterus-retroflexio).
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Nach PDA (Peridural/Epidural-Anaesthesie)
Klagt die Frau über Rückenschmerzen, Kopfschmerzen
und Rückgang des Wochenfluss, sind dies Hinweise für einen
Blutstau. Die Gefahr besteht darin, dass dabei Keime aufsteigen und
eine Entzündung im umgebenden Gewebe auslösen. Es kann
so zu einem Wochenbettfieber kommen.
Symptome des Kindbett- oder Wochenbettfiebers (Endometritis
puerperalis)
Nach der Geburt beginnt der Wochenfluss (Lochien), er dauert 5-6 Wochen.
Nach Ablösung der Plazenta (Nachgeburt) entsteht eine Wunde in
der Gebärmutterwand. Anfangs blutet es bei jeder
Bewegung schwallartig aus der Scheide, später aber verringert
sich die Menge, bis letztlich die Blutung versiegt.
Die
so genannten Lochiensekrete sind reich an Abwehrzellen (weissen Blutkörperchen), welche prophylaktisch gegen Scheideninfekte wirken.
Wenn sich aber der Muttermund im Wochenbett verschliesst, sei es durch
Blutkoagel oder andere Einflüsse, können die reinigenden
und immunisierenden Wundsekrete nicht mehr abfliessen und sammeln sich
in der Gebärmutterhöhle an. Durch den Stau besteht die Gefahr
einer Endometritis bzw. Entzündung der Gebärmutterschleimhaut,
die sich – meist innert weniger Tage nach der Geburt – mit
hohem Fieber samt Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen bemerkbar
macht. Die Patientin muss unbedingt ärztlich behandelt werden,
damit das Risiko eines Kindbettfiebers (Puerperalsepsis) gebannt werden
kann.
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Die Gebärmutter bildet sich verzögert zurück
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Erhöhte
Temperatur oder Fieber
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Druckschmerzen im Unterbauch
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Der Wochenfluss riecht übel
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Kopfschmerzen
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Evtl. setzen Blutungen ein. Hier muss ein Unterschied
zur normalen Blutung gemacht werden. Die normale Blutung ist geruchlos
und nicht mit Fieber, Temperatur und Kopfschmerzen verbunden.
Achtung: Dies ist ein Notfall. Frauen, die sich nicht
homöopathisch behandeln lassen wollen und bereits aus der Klinik
entlassen sind, sollten umgehend Ihre Hebamme oder ihren
behandelnden Gynäkologen benachrichtigen. Falls keine
Blutung einsetzt und das Fieber weiter besteht, muss die Frau evtl.
hospitalisiert werden.
Wünscht die Frau eine homöopathische Behandlung, so erfolgt
diese unter engmaschiger Betreuung und evtl. in Zusammenarbeit mit
der zuständigen Hebamme.
Tipps
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Vermeiden Sie ein zu frühes und zu langes Aufstehen nach der Geburt.
Sie verhindern dadurch einen Blutstau, weil die Gebärmutter (Uterus)
nicht im Bereich des Gebärmutterhalses abknickt und ins kleine Becken
rutscht.
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So viel wie möglich in den Vierfüsslerstand gehen oder Bauchlage
einnehmen.
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Stillen Sie nicht im Schneidersitz.
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Steigen Sie über den Vierfüsslerstand rückwärts aus
dem Bett. Oder behalten sie die Beine dicht beieinander wenn Sie über
die Seite das Bett verlassen.
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Beim Stehen, z.B. beim Wickeln, nicht breitbeinig stehen, besser ist es
die Füsse zu kreuzen oder in eine leichte Schrittstellung zu gehen.
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Stillen Sie das Kind in kurzen Abständen damit die Rückbildung
der Gebärmutter gefördert wird.
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Heben Sie Gegenstände oder das ältere Geschwister mit aufrechtem
Rücken hoch, versuchen Sie dabei den Beckenboden anzuspannen. Liegt
das Baby im Tragtuch, sollte es vor der Brust liegen, das Gewicht dicht am
Körper halten. Schwere Gegenstände sich von anderen Personen
abnehmen lassen.
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Wärmeanwendungen im Kreuzbereich
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Sorgen Sie für einen guten Stuhlgang, spätestens nach 3 Tagen
sollte dieser wieder in Gang gekommen sein.
siehe
auch: Verstopfung (0bstipation)
Tipps aus der Naturheilkunde bei Kreuzschmerzen und Blutstau
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Arnikasalbe oder Johannisöl einreiben
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Warme Wickel (Heublumen, Melisse, Rosmarin, Salzwasser, Kartoffeln); warme
Bettflasche
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Rotlicht im Kreuzbein-/Lendenwirbelsäulen-Bereich
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Massagen im Kreuzbein-/Lendenwirbelsäulen-Bereich
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Warme Fussbäder
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Schafgarben-Tee (Nachblutungen)
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Hirtentäschchen-Tee (Lochienstau)
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Sorgen Sie für einen guten Stuhlgang, spätestens nach drei Tagen
nach der Geburt, sollte der Darm sich wieder normal entleeren. Trinken sie
viel (stilles Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte, Kräutertee)
und nehmen sie vorwiegend pflanzliche Kost zu sich.
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Zur Wundheilung können Sie Sitzbäder mit Ringelblume oder Kamillenblüten
machen (1 EL auf 1 l heisses Wasser; Vorsicht, Kamille sollte nicht während
einer homöopathischer Behandlung verwendet werden).
siehe
auch: Dammriss
Behandlung Schulmedizin
Behandlung Klassische Homöopathie
Wie die Schwangerschaft, so ist auch das Wochenbett keine Krankheit,
sondern eine Zeit, in der sich die Mutter von den Strapazen der Geburt
erholt und ihr Kind kennenlernt. Die Mutter sollte sich viel Ruhe gönnen.
Aber auch Kreislauf anregende Übungen, eine gute vollwertige Ernährung,
Hilfe im Haushalt und eine allfällige Betreuung für ihre
Kinder, wieder zu Kräften zu kommen.
Eine homöopathische Therapie richtet sich nach der Ursache und
nach den Symptomen. Beschwerden wie Rückenschmerzen, Nachblutungen,
Dammriss, schlechte Wundheilung, Stau des Wochenflusses (Lochien),
Beckenbodenschwäche lassen sich naturheilkundlich ebenso gut behandeln
wie Brustbeschwerden, Harnverhaltung, Schwäche, Verstopfung und Stimmungslabilität
(Baby-Blues).
Wie in der klassischen Homöopathie üblich werden für
die Wahl des Arzneimittels sowohl körperliche, allgemeine, seelische
Symptome wie auch die Umstände berücksichtigt.

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