Diagnose
Zu klären bleibt erst mal, was ist überhaupt normal?
Messergebnisse aus EEG (Elektroenzephalographie), Labor, CT (Computer-Tomographie),
usw. liefern keine ADHS-spezifischen Aussagen. Erforderlich ist
eine Individualisierung des Krankheitsbildes. Die Diagnosestellung
ist auch abhängig von der Dauer und dem Ausmass der Auffälligkeiten
und somit auch von der Routine und Erfahrung des beurteilenden
Arztes. Eine eindeutige Zuordnung der Leitkriterien gestaltet sich
in der Praxis als äusserst schwierig, da neben einer Kernsymptomatik
auch Mischformen vorliegen. Dazu kommen unterschiedliche Ausprägungen
aggressiver und dissozialer Verhaltensauffälligkeiten.
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Wann ist das Verhalten eines Kindes normal, wann krank?
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Negative Verhaltensweisen (welche bei ADHS beschrieben werden), können auch ein Teil einer gesunden Entwicklung und ein normales Verhalten sein (das Kind muss ja erst im Laufe der Zeit lernen, diese zu verändern). Ein "noch nicht Können" ist kein Beleg für eine Krankheit. Vielleicht müsste im sozialen Umfeld etwas verändert werden, oder das Kind müsste Förderung erfahren.
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Kinder dürfen zappeln, Anweisungen nicht folgen, Schwierigkeiten mit ruhigem Spielen haben, viel reden, aber ab wann ist dies "krankhaft" - hier stehen keine "Messparameter" zur Verfügung.
Die Diagnose erfolgt durch die Krankengeschichte, körperlicher
Untersuchung und neuropsychologische Tests (Kinderärzte
mit Zusatzausbildung, schulpsychologische Dienste, Psychologen).


