Der Organismus ist aus dem Gleichgewicht geraten und nicht
mehr in der Lage, eine völlige Heilung herzustellen. Durch die Gabe
eines der Krankheit ähnlichem Arzneimittel werden die Symptome der
Erkrankung verstärkt und es kommt zu einer sog. Erstverschlimmerung,
wodurch der Heilungsprozess reaktiviert und nachhaltig verstärkt wird.
Der Eintritt der Wirkung ist je nach Erkrankung unterschiedlich. Manchmal kommt
es nach einer einzigen Einnahme des richtigen Mittels zur sofortigen Besserung
und im anderen Fall bedarf es Wochen. Generell gilt: Je besser ein Mittel
dem Krankheitszustand entspricht, desto schneller und nachhaltiger ist der Heilerfolg.
Ist der Heilungsprozess einmal in Gang gekommen, darf er nicht mehr unterbrochen
werden, indem man das Arzneimittel wechselt oder gar zusätzliche
Mittel verabreicht. Erst wenn nach einer angemessenen Wartezeit sichergestellt
ist, dass das Arzneimittel nicht wirkt oder die Beschwerden sich in eine
falsche Richtung verlagert haben, muss neu repertorisiert werden.
Hat sich nach einer Erstverschlimmerung und der entsprechenden Heilungstendenz
das ursprüngliche Krankheitsbild wieder eingestellt, darf hier mit gleichem
Mittel wiederholt therapiert werden oder falls sich die Symptome verändert
haben, auch ein Folgemittel eingesetzt werden...
Merke:
Das richtige Mittel zeigt immer eine Besserung des Zustandes sowohl körperlich
als auch geistig.
Jede Wiederholung des Arzneimittels muss eine Besserung bringen. Sonst darf das
Mittel nicht wiederholt werden. |