Wichtig für die Verbreitung der Homöopathie
waren berühmte
Patienten aus Adels- und Künstlerkreisen, wie Radetzky, Beethoven,
Goethe oder Paganini, die durch gesellschaftliches Ansehen eine entscheidende
Rolle für die öffentliche Wahrnehmung der Homöopathie spielten.
Bei der Bekämpfung der in den 1830er Jahren grassierenden Cholera hatten
die Ärzte erstmals öffentlichkeitswirksam Gelegenheit, die neue Heilmethode
anzuwenden. Ihre therapeutischen Erfolge, die im Vergleich zum Versagen
der konventionellen Behandlungsmethoden frappierend waren, trugen massgeblich
zur Popularität der Homöopathie bei.
Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jh. breitete sich die Homöopathie
trotz aller Widerstände seitens der konventionellen Medizin zunächst
in Deutschland, später weltweit, aus (z.B. USA,
Indien, Brasilien, Mozambique). Eine Reihe wohlhabender Förderer und Stifter ermöglichte
die Errichtung homöopathischer Krankenhäuser. Aus kleinen,
handwerklich arbeitenden Apotheken entstanden industriell produzierende
Arzneimittelfirmen, die bald den Markt für homöopathische Medikamente
beherrschten.
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