Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Reizdarm
Reizdarm
Siehe
auch: Bauchschmerzen; Blähungen
Die Beschwerden werden durch Bewegungsstörungen des Dickdarms
und durch Störungen der Schleimproduktion im Darm hervorgerufen. Es
kommt abwechselnd zu Verstopfung und Durchfall.
Ursachen
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Nahrungsunverträglichkeiten
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Lactoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)
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Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruchtzucker ist auch in vielen
Gemüsen enthalten). In Zuckeraustauschstoffen (diätische
Lebensmittel) enthalten.
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Fettunverträglichkeit
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Gluten-Allergie (Zöliakie/Sprue)
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Magengeschwüre
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Würmer
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Morbus Crohn
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Vererbung
Symptome
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Durchfall und Verstopfung wechseln ab
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Blähungen
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Bauchschmerzen, Schmerzen im Mastdarm, Schmerzen im Rücken
(meist nach dem Essen oder in Stresssituationen)
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Völlegefühl (frühes Sättigungsgefühl)
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Übelkeit
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Sodbrennen, Aufstossen
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Kopfschmerzen
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Reduzierter Allgemeinzustand
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Konzentrationsschwierigkeiten
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Depressionen
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Schlafstörungen
Behandlung Schulmedizin
Bei der Diagnose "Reizdarm" ist die Schulmedizin ratlos.
Verschiedenste Medikamente kommen dabei zum Einsatz, die mit der Zeit
in ihrer Wirkung nachlassen oder das Problem noch verstärken.
Es existieren bis heute keine Medikamente, welche die Beschwerden
dieser Funktionsstörung vollständig beseitigen, es werden
nur Symptome gelindert.
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Krampflösende Medikamente (Spasmolytika),
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Arzneimittel gegen
Blähungen,
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Säurebindende Medikamente (Antazida),
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Prokinetika
(Medikamente, welche die Magenentleerung beschleunigen),
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Antidiarrhoika
(Medikamente gegen Durchfall),
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Laxantien (Abführmittel),
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Quellmittel,
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Antidepressiva
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Psychotherapie
Tipps aus der Naturheilkunde
Ernährung
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Mehrere kleine Mahlzeiten auf den Tag verteilt sind förderlicher
als 1 grosse Mahlzeit.
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Essen Sie bewusst, kauen Sie die Speisen gut durch.
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Meiden sie Milch, Milchprodukte wenn eine Lactoseunverträglichkeit
besteht (es gibt auch Lactose freie Milch).
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Auf ballaststoffreiche Ernährung achten. Rohkost ist weniger
geeignet, da sie das Gegenteil bewirken kann (Blähungen). Das
Gemüse sollte daher besser kurz angedünstet werden.
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Bei Verstopfung siehe auch Dossier Verstopfung: Sie können
im Frühstücksmüesli Leinsamen oder Flohsamen einnehmen.
Achten Sie aber darauf, dass sie viel trinken, weil Leinsamen und
Flohsamen quellen müssen. Sie regulieren sowohl die Neigung
zu Verstopfung wie auch dünne Stühle.
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Fette einschränken (bei Reizdarm besteht oft eine Empfindlichkeit
auf Fett).
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Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln, Beerenobst, Steinobst,
Hefe meiden (Blähungen).
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Geschmacksverstärker (Natriumglutamat), künstliche Süssstoffe
meiden Siehe auch Zöliakie
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Scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili, Curry meiden.
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Zitrusfrüchte, Apfelsaft meiden
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Zuckerkonsum einschränken
Quellmittel
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Sie eignen sich gut um Ruhe in einen gereizten Darm zu bringen.
Natürliche Quellmittel wie Leinsamen, Flohsamen sind ein Ersatz
für Ballaststoffe. Wichtig ist, Quellmittel immer mit ausreichend
Wasser einzunehmen, um eine Verklebung in Speiseröhre oder
Darm zu vermeiden.
Wärme
Darmerziehung
Entspannungstechniken
Bewegung
Pflanzenheilkunde
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Bei Nervosität, zur Beruhigung helfen Pflanzen wie Baldrian,
Hopfen, Melisse, Lavendel. Sie können in Form von Tee, Wickelzusätzen,
Tropfen oder Bäder angewendet werden.
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Bei depressiven Verstimmungen kommt z.B. Johanniskraut in Frage
(über mehrere Monate).
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Krämpfe, Blähungen: Kamille, Fenchel etc.
Klassische Homöopathie
Die Verdauung läuft unbewusst ab, trotzdem haben viele Faktoren
Einfluss auf Magen und Darm. Jeder kennt Sprichwörter wie "Das
schlägt auf den Magen" oder "Das muss erst verdaut
werden". In diesen Sprichwörtern steckt viel Wahrheit.
Ein Reizdarm kommt nicht von heute auf morgen. Meist
bekommen Betroffene Symptome, wenn sie in einer besonders belastenden
Lebenssituation sind. Die Beschwerden können auch je nach Situation, Lebensumstände
usw. zu- oder abnehmen. Ein Reizdarm kann die Lebensqualität sehr
stark belasten (Unverträglichkeit von Speisen, der Ausgang wird eingeschränkt,
Schmerzen, usw.), er muss aber nicht als unheilbarer Zustand hingenommen werden.
Bei der Praxisarbeit sehe ich immer wieder, dass hinter den Beschwerden
viel mehr steckt, als man anfangs angenommen hat. Ein Reizdarm
sollte deshalb nie als Feind, sondern als Freund betrachtet werden.
Da wurden Probleme „geschluckt“ nur um die Harmonie in
der Familie aufrecht zu erhalten. Da gibt sich jemand die „Schuld“ oder
ist nicht in der Lage, ein Konflikt auszutragen, oder zu verarbeiten.
Aggressionen werden verdrängt, die Gefühle sind festgefahren.
Eine Therapie kann hier helfen, neue Wege zu gehen, und alte Verhaltensmuster
zu durchbrechen.
In der Klassischen Homöopathie stehen hochwirksame homöopathische
Heilmittel zur Verfügung, welche Blähungen, Verstopfung,
Durchfall, Erbrechen, Hämorrhoiden, Sodbrennen, usw. lindern und
im Laufe der Behandlung auch heilen. Akute Beschwerden können
so zwar behandelt werden (akut im Sinne von einer Blähungskolik, Verstopfung),
da ein Reizdarm aber eine systemische Erkrankung ist, sollte hier konstitutionell
behandelt werden. Eine Konstitutionsbehandlung
hilft das Übel bei der Wurzel zu packen.
Im Laufe der Behandlung sollten sich auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten
wieder normalisieren, die Darmflora normalisiert werden, usw.

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