Praxis für
klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54
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Schmerzen
Schmerzen
Schmerzen sind immer ein Warnzeichen, sie zeigen
an, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die Art des Schmerzes und der
Ort des Auftretens gibt Aufschluss über die Schmerzursache. Manchmal
täuscht der Schmerz jedoch auch eine andere Ursache vor, z.B.
der Ausstrahlungsschmerz in den linken Arm bei Herzinfarkt, oder der
Schmerz im Rücken bei Leberproblemen. Schmerzen werden
durch Stress, Psyche usw. beeinflusst. Von Mensch zu Mensch schwankt
das Schmerzempfinden stark, es kann durch die Psyche beeinflusst werden.
Schmerzen entstehen immer, wenn durch verschiedenste Einflüsse
(Hitze, Kälte, Verletzungen, Durchblutungsstörungen, Giftstoffe
u. a.) eine Schädigung des Körpers droht oder bereits eingetreten
ist. An die Schmerzempfindung und -verarbeitung sind Schutz- und Abwehrreflexe
gekoppelt. Über die Nervenbahnen gelangen die Schmerzsignale
zum Gehirn.
Die Intensität der Schmerzempfindung ist von Mensch zu
Mensch verschieden. Ein Schmerz kann als stechend, pochend,
brennend, usw. empfunden werden. Für die Diagnose sind die Lokalisation,
der Ort und die Art des Schmerzes aufschlussreich.
Nach der Dauer unterscheidet
man zwischen akuten, plötzlich auftretenden
und chronischen Schmerzen. Diese können lang andauern oder immer
wiederkehren.
Schmerzen beeinträchtigen das Wohlbefinden, schränken die
Lebensqualität ein, können gar Depressionen auslösen.
Je länger die Schmerzen bestehen, desto schwieriger sind sie zu
behandeln. Die Schmerzschwelle sinkt, so kann z.B. eine leichte Berührung
oder ein Wasserstrahl, ein Lichtreiz bereits einen Schmerzanfall auslösen.
Schmerzen können sich auch chronifizieren, verselbständigen.
Es kommt dabei an den Schaltstellen der Nerven zu Veränderung
in der Schmerzleitung. Es werden mehr Botenstoffe ausgeschüttet,
es werden neue Rezeptoren gebildet. welche diese Reize aufnehmen, der
Schmerz unterhält sich so selber.
Häufige Schmerzformen können sein:
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Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen, Migräne, Schulkopfschmerzen,
Cluster-Kopfschmerzen)
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Rückenschmerzen
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Ohrenschmerzen
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Bauchschmerzen
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Menstruationsschmerzen
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Rheumatische Schmerzen
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Verletzungsschmerzen
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Nervenschmerzen (Neuralgien)
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usw.
Behandlung Schulmedizin
Medikamente
Unter Schmerzmitteln (Analgetika) werden Substanzen verstanden, die
die Schmerzempfindung unterdrücken oder sogar ganz ausschalten.
Handelt es sich um vorübergehende Schmerzen mit bekannter Ursache,
können verschiedene Präparate helfen. Die bekanntesten Wirkstoffe
sind Paracetamol und die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie
Acetylsalicylsäure (Aspirin) sowie Ibuprofen.
Schwangere, Säuglinge, Kleinkinder sollten höchstens Paracetamol
bekommen. Über Monate eingenommen und bei Überdosierung
hat aber auch Paracetamol Nebenwirkungen (Leber).
Besonders chronische Schmerzen stehen oft in keinem Zusammenhang mehr
mit der ursprünglichen Organ- oder Gewebsschädigung, sie
können sich "verselbstständigt" haben. In solchen
Fällen spricht man auch von der Schmerzkrankheit. Bei chronifizierten
Schmerzen kommen auch Psychopharmaka, Antikonvulsiva, Kortison in Frage.
Nebenwirkungen:
Medikamentenabhängigkeit, Organschäden (Leber, Nieren,
Knochenmark, Magen)
Medikamente können auch Schmerzen verursachen (z.B. chronischer
Kopfschmerz)
Sind alle medikamentösen Behandlungen ausgeschöpft stehen
noch invasive Methoden zur Verfügung, z.B. neurochirurgische
Methoden, Regionalanästhesie, Nervenblockaden, usw.
Tipps aus der Naturheilkunde
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Warme Wickel (heisses Wasser, Kartoffeln)
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Warmes Fussbad
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Kalte Wickel
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Einreiben mit Johannisöl
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Kohlwickel (hilft sehr gut bei rheumatischen, gichtischen Beschwerden)
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Schüsslersalz Nr.7 (Magnesium phos): Hilft
schnell bei kolikartigen Schmerzen. 10 Tabletten
in kochendem Wasser auflösen, heiss schluckweise
trinken, kann ¼ stündlich bis zum Abklingen wiederholt
werden.
Klassische Homöopathie
Schmerzen müssen immer ernst genommen werden, die Ursache,
nicht das Übel muss angeschaut werden. Selbst aus
einer Bagatelle können chronische Schmerzen entstehen. Dabei
spielt die Miasmatik eine wesentliche Rolle.
Schmerzmittel über längere Zeit eingenommen,
führen
aus homöopathischer Sicht zu einer sogenannten Unterdrückung. D.h.,
der ursprüngliche Zustand (der eigentliche Schmerz, bzw. das Leiden)
wird dadurch chronifiziert, da keine Heilung stattfindet. Zudem verursachen
Schmerzmittel auch „Nebenwirkungen“, bzw. Folgebeschwerden wie
z.B. Magenprobleme, Nieren- und Leberschäden, Veränderungen im Blutbild,
usw.
Es kann auch seelische Schmerzen geben, z.B. durch
traurige Erlebnisse (Schock, Unfall, Gewalt). Die Schmerzen manifestieren
sich dann oft, manchmal erst Monate später in Form von Rückenschmerzen, Kopfschmerzen,
Unterleibsbeschwerden, Leistenschmerzen, Herzschmerzen, usw.
In den letzten Stadien einer unheilbaren Krankheit ist
das Behandlungsziel eine Verbesserung der Gemütslage, des Allgemeinbefindens
und die Linderung von Schmerzen. Hier wird die Homöopathie palliativ
(begleitend, lindernd) eingesetzt. Homöopathische Mittel können
Schmerzen hervorragend lindern.
Schmerzen, welche schon seit Wochen und Monaten bestehen,
sind chronische Beschwerden, auch wenn sie nur sporadisch
auftauchen (z.B. 2x im Jahr eine Migräne). Deren Behandlung
sollte durch einen erfahrenen Homöopathen erfolgen.
Schmerzen sind sehr subjektiv, es gibt verschiedenste Wahrnehmungen.
Deshalb wird bei einer homöopathischen Behandlung das individuelle
Krankheitsbild in einem Anamnesegespräch erfragt. Nur
so kann das entsprechende Arzneimittel gewählt werden. Bei Kopfschmerzen
ist es z.B. wichtig zu wissen, wo der Schmerz ist, wann es schmerzt,
wie sich der Schmerz anfühlt (z.B. pochend, stechend, ziehend,
usw.), was den Schmerz erleichtert (z.B. ruhig liegen, Bewegung, frische
Luft, usw.). Es sind aber auch noch andere Angaben wichtig, die eigentlich
nichts mit dem Migräne-Schmerz zu tun haben, z.B. Begleitsymptome,
Nahrungsvorlieben, Reaktionen auf Umwelteinflüsse, Psyche, Neigungen,
Interessen, Charakter, usw.
Neben der Individualisierung, nicht jedem Patienten
mit den gleichen Beschwerden wird dasselbe Mittel verschrieben, wird
die Dosierung auf den Zustand des Patienten angepasst.
Im Gegensatz dazu wird in der Schulmedizin jeder Migränepatient,
jeder Neuralgiker und jeder Weichteilrheumapatient neben Physiotherapie
und Psychotherapie mit einer standardisierten Schmerztherapie behandelt
(aber nicht geheilt). In der Homöopathie hingegen ist das Ziel
die völlige Wiederherstellung der Gesundheit.
Nach der Verabreichung eines passenden homöopathischen
Arzneimittels erfolgt je nach Intensität der Schmerzen
in kürzeren oder längeren Zeitabständen Kontrolltermine.
Es ist sehr wichtig, dass die Veränderungen im Schmerzablauf,
in der Intensität, usw. bis zur nächsten Konsultation gut
beobachtet werden. Rückmeldungen von Seiten des Patienten erleichtern
die Weiterbehandlung durch den Homöopathen.
Nur so kann der Heilungsverlauf beurteilt, evtl. Erstverschlimmerungen
von einem Fortschreiten der Krankheit unterschieden, und evt. die
Arzneimittelfolgen, bzw. Wiederholung des Arzneimittels richtig gemanagt
werden.
Die Behandlung von akuten Schmerzen ist im Gegensatz
zu den chronischen Schmerzen einfacher. Trotzdem wird das entsprechende Arzneimittel
immer nach dem Ähnlichkeitsgesetz und nach den individuellen
Symptomen gewählt. Gerade bei hochsensiblen Stellen mit
vielen Nervenenden (Fingerkuppen, Steissbein, Zahnwurzeln, usw.), finden
sich in der Homöopathie viele wirksame Arzneimittel, welche sofortige
Schmerzlinderung und Heilung bringen. Eine möglichst frühzeitige
homöopathische Behandlung verhindert auch Traumafolgen (Schock;
Schlafstörungen, chronische Schmerzen), Infektionen und somit
auch eine Chronifizierung eines Schmerzes (z.B. Narbenschmerzen, Phantomschmerzen,
chronische Kopfschmerzen nach einem Sturz, usw.). Da durch
einen Unfall ein Miasma aktiviert werden kann, beruhigt eine
entsprechende homöopathische Arznei das Fortschreiten der Krankheit,
bzw. des Miasmas (z.B. kann das Wecken des syphilitischen Miasmas massive
Blutungen verursachen).

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